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Brockentouren: "Zu beherzigende Erfahrungen"

  Brockentouren:
Gefährliche Wanderung, z. B. in Schnee und Eis, wird, durch manchen Ausflügler, unterschätzt?
Möchte auf die Wunderwelt im Harz aufmerksam machen aber auch auf Dinge , die viele Wanderer ( „mal einen Ausflug in den Harz, Heute…!“) vor Beginn, nicht zur Kenntnis nehmen oder sich dafür nicht interessieren und damit ihre Gesundheit in Gefahr bringen und Retter dann ebenfalls.

Auf Grund von Erfahrungen, die ich in 3 Jahren Harzwanderungen ( 77 mal) ( 71 Brocken) mittlerweile erfahren hatte , ich hier und da wirklich nur schöne Fotos ( auch bei mir) im Internet sehe; erlebe wie Menschen berichten, sollte die kleine Anmerkung von mir , auf den Mittenbereich des Harzes , nämlich das 15 mal 15 KM Quadrat- Brocken, schon angenommen werden, denn zu viele unterschätzen Touren im Harz , so als wären sie im Deister oder Hildesheimer Wald unterwegs .
„Ein“ Beispiel von 9 , die ich bisher, bei meinen Brockenwanderungen, erlebte, möchte ich kurz anreißen, um das o. g. aufzuzeigen: Im Februar 2016 traf ich auf eine Gruppe ( 4 Personen), die sich unmittelbar am Gleis der Brockenbahn ( Alte Bobbahn/Kabelgraben) aufhielt, wobei eine Person auf dem Hosenboden saß. Ich spürte das da was nicht stimmt und bin schneller hinzu geeilt um evtl. zu Helfen. Die Gegebenheiten : Minus 4 Grad ,Schneeglätte und die Person befand sich nur 50 cm neben dem Brockenbahngleis. Auf den letzten 15 m rutschte ich rückwärts weg konnte mich aber fangen. Am Ort : Saß eine ca. 40 -50 jährige Frau, Beine weggestreckt und der eine Fuß sah etwas „komisch aus ,in seiner Stellung. Ich nahm Kontakt auf und begann zu Ergründen was passiert war. Die Drei anderen sahen hilflos aus, unterschätzten auch das Bahngleis, wo jederzeit die Brockenbahn aus der Kurve, vom Brocken herunterkommen könnte. Ich hörte mir die Frau an die da sagte, „ das Bein ist da unten ab..!“ Ich beugte mich herunter und erkannte das hier offenkundig ( auf Grund der Position des Unterschenkels und des Fußgelenks) ein Bruch vorliegen könnte. Die Damen zog das linke Hosenbein ca. 20 cm hoch , schob den Strumpf herunter und da sah ich die (für meine Erkenntnis ) Bruchstelle, die „ eine ringförmige Schwellung um den Unterschenkel, direkt über dem Sprunggelenk hatte. Da ich eine solche Verletzung schon mal hatte war ich sicher ; Glatter Bruch des Unterschenkels. Doch zuerst mussten „Wir „ die Damen dort schnell an die Seite bringen, ich gab Anweisungen wie wir das machen können. Dann packten wir Vier, an wobei einer den Bereich Unterschenkel Fußansatz stabilisierte und trugen in „Schwerstarbeit nun, auf fast Eisglatter Schneeauflage, die Frau den 5 Grad ansteigenden Hang, ca. 15 m Höher, in die Nähe der Schutzhütte. Ich suchte 30cm bis 40 cm Stöcke. Ich fand 3 Stück. Gemeinsam stützend, legte ich der Dame dann eine Prov. Schiene aus diesen Stöcken an, die ich mit Bandagen ( Elast.) fixieren konnte, so das der Unterschenkelbereich und leicht verdrehte Fuß, ruhig gestellt war. Der Rettungsdienst wurde per Handy alarmiert. Was mir letztlich aufgefallen war ( Bezug /Ausrüstung zu Oben!) diese Frau hatte Lederstiefel an , wie sie auf der Straße getragen werden ! „ Wir wollten mal einen Kurz Spaziergang hier bis zu Schutzhütte machen „ sagte mir der Ehemann. Und Sie ist auf die Schienenkante getreten und weggerutscht und da war es auch schon passiert!“ Nachdem diese Frau“ verarztet „war und der Notarztwagen bestellt, und ich nichts mehr tun konnte, verabschiedete ich mich um meine Brockentour fort zu führen, die nur ca., 30 Min unterbrochen gewesen war.
Ja, so etwas ähnliches, habe ich erlebt ich in 8 weiteren Fällen. Einige male waren es Kreislauf Zusammenbrüche oder eben Sturzverletzungen. Ich bin froh ein wenig mehr von Erster Hilfe zu verstehen, wie manch andere und auch in der Lage bin, spontan und sofort zu Helfen.

Vororientierung, davon haben zu viele noch nie etwas gehört, das richtige Schuhwerk, einen Rucksack wo statt Bierflaschen(leider auch erlebt) eben Hilfsmittel drin sind, wie Regenjacke, Wasserflasche, im Winter noch wärmende Sachen. Sie spazieren quer Beet und wissen letztlich gar nicht , wo sie sind und rechnen überhaupt nicht damit, das etwas passieren kann und das sie dann Hilfe brauchen; im Harz und besonders im Brockenbereich eben besonders schwierig. Wobei öfter dann der Hubschrauber über der Unglücksstelle kreist, um den Verletzen mit Seil heraus zu heben!
Der Harz ist nicht nur eine Wanderung Wert ! Ich erlebe ihn in den vergangenen 3 Jahren und 4 Monaten, in vielfältiger Form, was Wetter, Boden Gegebenheiten, Menschen Wegstrecken angeht.
Wetterkapriolen die ich erlebte waren manchmal schwer erträglich, so z.B. wenn mit ca. 50 KM/h ein feiner Schneegriesel bei Minus 5 Grad, erwischt und man kaum noch Gucken kann und die Haut scharf brennt oder Prickelt, und weil einem dieser Wind durch die Lücken in der Jacke auskühlen will. Man muss vorbereitet sein, wenn man den Harz in über 900 m Höhe beschreitet. Wer das unberücksichtigt lässt kann schlimme Schäden davon tragen. Das ist dann das traurige. Doch ich meine, es überwiegt die Landschaft, die sich mit fast jeder Wanderung die ich gemacht hatte, verändert, wenn man die Augen und Ohren auf hat und, wenn man das Wanderern, auch ich schwierigem Gelände, in der Geschwindigkeit , nicht übertreibt ,um nicht schwer ins Schwitzen zu kommen und, dann evtl. ,durchgeschwitzt in die „ eisigen Höhen kommt. Man sollte also nicht unvorbereitet, in den Oberharz, Wandern gehen!
In diesem Sinne wünsche ich viel Erlebnisse im Oberharz 2018 und überhaupt.
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 13.03.2018 | 02:32  
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