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71 . Brockenwanderung: Fantasiewelt in Schnee und Eis

  Ab 1000 m war man im Grönland- Niveau

So , wie am 08. Januar 2018, meine 71. Brockentour verlief, stellte ich mir eine Forschungstour in der eisigen Gegen von Grönland vor. Scharfer Wind, waagerecht , sehr hohe Luftfeuchtigkeit, und Temperaturen bei Minus 6 Grad, sowie Zeitweise eine Sicht von nur 20 m , kurzzeitig sogar nur 10 m! Nun das war nicht überall so. Ich startete in Schierke und zwar am Bahnhof. In ca. 620 m Höhe parkte ich dort, Schneeauflage 6-8 cm, Temperatur um 2 Grad Minus, meine Tour , mit der Überquerung der Gleisanlage, nördlicher Seits. Leicht den Hang hoch auf den Parallelweg an der Bahn entlang. Hier war ebenfalls noch eine Schneeauflage, wobei sich, teilweise quer über den Wanderweg, Abflüsse bildeten, Tauwassers Abfluss. Mit jeden 50 Höhenmetern mehr, wurde der Schnee Dicker. Ich schaute mich immer wieder um und stellte die Veränderungen gegenüber meiner letzten Tour links und rechts , fest. Es waren hier doch einige Wanderer unterwegs und der Schnee war rel. fest getreten, so dasz man ganz gut voran kam. Ich lies mir Zeit auch weil ich nicht zu sehr ins Schwitzen kommen wollte. Der Schnee war hier schon ca. 12 cm und die Temperaturen waren , bei ca. 850 m Höhe, 2 Grad Minus, Immer wenn eine Fichtenlichtung kam, nahm der Wind zu und es wurde, schon mal auf ca. 4 Grad Minus Kälter, etwas unangenehm. Dieses mal hatte ich , wegen einer noch nicht ganz ausgeheilten Bronchitis, mir ausnahmsweise eine Wolljacke übergezogen, an den Beinen war ich aber wieder in kurzer Hose unterwegs. Nach ca. 1 Stunde erreichte ich den Eckerloch Stieg, Mitten- Rastplatz, pausierte dort kurz und weil es hier Offen war, kam erneut Wind herein und es war gut, jetzt etwas um den Kopf zu machen. Ich hatte eine Wollmütze mit, lies sie aber im Rucksack, weil man unter dieser Mütze auch schnell Schwitzwasser produziert und legte, stattdessen, ein breiteres Leinentuch, in doppelter Lage, um die Stirn und knotete es am Hinterkopf zusammen, so waren auch die Oberteile der Ohren geschützt, die mir leider immer wieder zu Eisig werden. Nun stieg ich den 2. Teil des Eckerlochstieg hoch, der hier im Schnitt 20 % aufweist, zudem war hier ca. 1m Schnee gefallen und der, zum Teil, durch viele Wanderer, manchmal doch ziemlich den Untergrund Eisglatt gemacht hatte. Wiederum war ich Froh, meine Wanderstäbe mitgeführt zu haben , die ich nun einsetzte um mehr Stabilität und Unterstützung zu haben. So kam ich gemächlich aber zügig, bis zur Brockenstraße , voran. Als ich die Brockenstraße erreicht hatte sah ich Massen von Menschen, den Brocken runter kommen, (65 % Fahren mit der Brockenbahn hoch..!) mir also entgegen, Obwohl die Straße geräumt war, hatte sich Eis gebildet, es war zwar mit Granulat abgestreut, doch man rutsche doch öfter weg als einem Lieb war. Um 11:30 Uhr in Schierke gestartet erreichte ich , nach Extremnebel ab 1000m Höhe, schließlich die (erst auf den letzten 20 m erkennbare )Brockensteine und die Höhe 1141 m um 13:45 Uhr Ich war hier nur kurz, weil es immer noch 98 % Luftfeuchtigkeitsnebel hatte, mit Windgeschwindigkeit von ca. 50 KM/H, die über das Plateau wehte. Sehr unangenehm, innerhalb von 30 sec, fingen meine Ohren an zu Scherzen und meine Finger wurden, trotz mittlerweile Handschuhe , Eiskalt. Ich zog mich nun schnell ins Touristen -Restaurant zurück. Nach gut 20 Minuten Ruhe und etwas Aufwärmen, sowie das Überziehen einer langen Wanderhose und dem Aufsetzen meiner Wollmütze, begab ich mich dann gegen 14:15 Uhr wieder ins Freie. Immer sehr unangenehm, wenn die Muskulatur zur Ruhe gekommen war und man nun auch die Kälte mehr fühlt. Der Abstieg war nicht viel leichter, trotz nun Bergab. Denn immer wieder rutschte mir , zum Glück (?) , nur ein Fuß unter mir weg nach vorn!“, so das jedes Mal eine Gegenreaktion der noch Kalten Muskeln erfolgte. Mehrere Beinahe stütze waren die Folge. Trotz aller Anstrengungen war es wieder ein Erlebnis, wieder bei anderen Bedingungen, schwierigen, das Brockenplateau , zu Fuß, zu erreichen und anschließend auch wieder , zu Fuß, den Rückweg anzutreten. Ich war am 8.1. somit gut und gerne 5 Stunden unterwegs in Eis und Schnee, bei dickem Nebel mit waagerechten Wind von 50 KM/H. Kürzlich traf ich, in Burgdorf, Rechtsanwalt Payssen Junior, der mit berichtete , das er am 30.12. eine ähnliche Brockentour gemacht hatte. Respekt, kann ich da nur sagen, Respekt.
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9 Kommentare
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Jürgen Hedrich aus Laatzen | 10.01.2018 | 11:08  
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Romi Romberg aus Berlin | 10.01.2018 | 11:29  
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Hartmut Stümpfel aus Sarstedt | 10.01.2018 | 19:28  
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Romi Romberg aus Berlin | 10.01.2018 | 19:51  
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Hartmut Stümpfel aus Sarstedt | 10.01.2018 | 19:58  
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Romi Romberg aus Berlin | 10.01.2018 | 20:41  
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Romi Romberg aus Berlin | 10.01.2018 | 20:54  
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Hartmut Stümpfel aus Sarstedt | 10.01.2018 | 23:54  
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Kurt Battermann aus Burgdorf | 12.01.2018 | 20:19  
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