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Burgauer Adventsingen vom Andachtsjodler bis Hallelujah

Burgau: Stadtpfarrkirche Burgau | Das Adventsingen am 3.Adventsamstag, während der Burgauer Schlossweihnacht ist mittlerweile zu einem kulturellen Anziehungspunkt geworden. 100 Musiker und Sänger machten sich gemeinsam musikalisch und literarisch mit erklärenden Bildgeschichten auf den Weg nach Bethlehem und formierten sich zusammen mit den Besuchern in der gut besuchten Stadtpfarrkiche zu Burgaus größtem Klangkörper.
Auch wer nur zum Zuhören gekommen war, wurde mit einer Vielfalt an verschiedenen Instrumentenklängen, alpenländischen Liedern und klassischer Akkordeonorchestermusik beschert.
Gerne begrüßte Stadtpfarrer Simon Stegmüller die vielen Konzertbesucher und wünschte Ihnen sich von der Musik mitnehmen zu lassen, auf einen Weg der begleitet ist von einem Urvertrauen an die göttliche Führung, an Hoffnung und Liebe.

Angeführt von einer steirischen Harmonika führte der Gesangverein Münsterhausen unter der Leitung von Simone Krimbacher die Besucher mit dem traditionellen alpenländischen Lied „Es wird scho glei dumpa“ in die Ruhe und Stille.

Aufmunternde und einladende Worte zum Mitsingen hatte dann Alexander Kling im Gepäck. Jeder Mensch ist musikalisch, denn jeder empfindet Musik und auf Jeden hat Musik eine Wirkung. Die Stimme als Musikinstrument hat jeder bei sich. Sie ist geschaffen zum Singen, zum Lobpreis der göttlichen Einheit und zum Heilen. Auch die groß übertragenen Liedtexte auf der Leinwand geben dem gemeinsamen Gesang die nötige Sicherheit und den Mut.

Singen – ist ein Weg, der uns zu uns Selbst führt. Denn jede Stimme hat ihre eigene Klangfarbe. Sie ist der Ausdruck und das Spiegelbild unserer Seele. Singen ist ein Geschenk, das wir uns selbst machen und das wir auch anderen schenken können.

Die literarischen Texte aus der Feder von Marianne Baldauf dargestellt mit Bildgeschichten auf der Leinwand erzählten von den Sorgen und Nöten, von Vertrauen und Hoffnung die damals Maria und Josef auf ihrem beschwerlichen Weg begleiteten. Dabei begegneten sie auch Menschen unserer Zeit, in übertragenem Sinn – auf ihrem Lebensweg nach Bethlehem.

Das archaische Singen der Naturjodler vom „Zäuerli“ bis zum bekannten Andachtsjodler ließen das heilsame Mantra der Berge nachempfinden, als die gut 80 Sängerinnen und Sänger vom Gesangverein Münsterhausen zusammen mit dem Burgauer Rudelsingchor sich singend auf den Weg zum Altarraum aufmachten.

Berührt von dem Lied „Stille komm hernieder bring mein Herz zur Ruh“ begleitet mit der Solovioline von Simone Krimbacher und dem Orchester führten die Sänger das einfache Lied zu einem mächtigen Kanon.

Die abwechselnden Melodienphrasen im Canon von Pachelbel formierten sich im Klang des Akkordeonorchesters Kammeltal und den hervorragenden Klavierpassagen von Dieter Endris und Peter Konz beruhigend und tief bewegt zu einem großartigen Klangkörper.

Die klassischen Akkordeonklänge, wie man sie hier im Landkreis vom Akkordeon-orchester Kammeltal kennt, vermittelten wieder einmal mehr die vielfältigen Möglichkeiten, die dieses Tasteninstrument zu bieten hat.

Ausgezeichnet mit mehrfachen nationalen und internationalen Preisen überzeugten die Musiker unter Ihrer bewährten Leitung von Marianne Baldauf mit einem grandiosen und virtuosen Konzertprogramm.

Im Palladio von Karl Jenkins, in der Serenade in E-Dur von Antonin Dvorak und in der Sinfonie in B-Dur von J.S. Bachs Sohn Christian konnte man die überwältigenden Passagen und die pulsierenden Klänge spüren. Akkordeonklänge, die die großartige Musik bekannter Meister zum Staunen brachte, die berührte und den Atem raubte.

Simone und Bernd Krimbacher aus Münsterhausen sangen die Solopartien im bekannten Lied von Leonard Cohen mit einem Text, der die Lebensgeschichte von Jesus beschreibt. Mit nur einem Wort „Hallelujah“ verwandelte sich das Gotteshaus zu Burgaus größtem Klangkörper.

Angekommen in Bethlehem konnte man die Demut, die Dankbarkeit und die Zufriedenheit in dem Liedtext „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ stimmungsvoll begleitet auf dem Hackbrett von Marianne Baldauf spüren.

Mit der Geburt Christi – ein neues Leben beginnt – ließen sich die Konzertbesucher vom Staunen der Hirten anstecken, erkannten das Wunder „Leben“ welch ein großartiges Geschenk und dann stimmten alle ein in das beliebte Wiegenlied aus Böhmen mit seiner rührenden Erzählung „Aba heidschi bumbeidschi“.

Da erklang eine Hirtenweise vom hinteren Kirchenschiff. Auf der Panflöte gespielt von Simone Krimbacher lies sie den Atem der Musik spüren bis alle in die Melodie von Amazing grace mit dem Text von Marianne Baldauf einstimmten „Lasst uns ein Licht der Liebe sein“.

Mit dem Lied von Iria Schärer „Der Friede sei mit dir“ und den Friedenswünschen der aktiven Mitwirkenden, endete das diesjährige Adventssingen, mit stehende Ovationen. Das anerkennende Dankeschön vom berührten Publikum für die Mitwirkenden vom Gesangverein Münsterhausen, dem Burgauer Rudelsingchor und dem Akkordeonorchester Kammeltal.

Traditionell zum krönenden Abschluss stimmten dann alle ein zum Andachtsjodler, der auch beim bekannten Salzburger Adventssingen gesungen wird.

Letztendlich warteten dann noch gebackene Friedens- und Weihnachtsgrüße am Kirchenausgang auf die Besucher und sorgten für einen süßen Nachklang des diesjährigen Adventssingens.
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