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Der Bismarckturm auf dem Schlossberg Burg

Bismarckturm Burg
  Burg (Spreewald): Bismarckturm | Ungefähr einen Kilometer nordöstlich vom Spreehafen Burg im erhebt sich mit einer historisch interessanten 62 m hohe Erhebung der

Schlossberg

Bereits aus der Zeit der jüngeren Steinzeit lässt sich auf dieser Talsandinsel eine Erdburg nachweisen, die Schutz vor Hochwasser und den Angriffen von Feinden bot. Die folgende eisenzeitliche Wallburg war die größte und bedeutendste Burganlage der Lausitzer Kultur. Die um das Jahr 1000 durch den polnischen König Bołeslaw I. Chrobry errichtete Burg gehörte zu den größten Burganlagen nördlich der Mittelgebirge. Möglicherweise leitete sich hiervon auch der Ortsname Burg ab.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlossberg_(Burg)

Auf dieser Talsandinsel stehen wahrscheinlich am rechten oberen Hang des Schlossberges die ca. 300 Jahre alte „Wurzeleichen“. Ein Foto hatte ich schon einmal in meinem Artikel „Für Manfred zum Tag des Baumes 2019“ gezeigt.

Der Name der Anhöhe geht auf eine Sage zurück, wonach hier ein König der Wenden sein Schloss gehabt haben soll.
Am Fuße des Hügels sollen die den Menschen wohlgesinnten geheimnisvollsten Wesen der wendischen Sagenwelt gelebt haben.

Die Zwerge Lutken (Leutchen oder Luttchen, sorbisch/wendisch Lutki)

Lutki und Wenden vertrugen sich und halfen einander. Wenn Forscher archäologisch tätig waren und Fundstellen Lausitzer Kulturen ausgruben, wurden sie von den Wenden nicht un-terstützt, denn sie wollten nicht die Behausungen der Lutki zerstören. Auch im alten Burgwall in Burg/Spreewald sollen Lutken gelebt haben.
Mehr dazu hier: „Wendischen Sagenwelt“
und „Mit dem Rad die Spreewälder Sagenwelt entdecken“

Leider bekommen wir heutzutage keine Lutkis zu Gesicht (der Lärm von Kirchenglocken soll sie vertrieben haben.

Zum Trost erwartete uns auf dem Gipfel des sich 9 m über das Geländeniveau erhebenden Hügels der in den Jahren 1915 bis 1917 entstandene 27 Meter hohe

Bismarckturm

Mit ihm wurde ein Aussichtsturm geschaffen, der einen weiten Blick über die einmalige Landschaft des Burger Spreewaldes gestattet. Zum anderen stellt dieses Bauwerk ein Zeugnis der Bismarck-Denkmalsbewegung dar, die nach dem Tode des ersten deutschen Reichskanzlers Otto Graf von Bismarck im Jahre 1898 in ganz Deutschland Spuren hinterließ.

Von den damals 240 gebauten Türmen zu Ehren Otto von Bismarcks (hauptsächlich auf dem Gebiet des Deutschen Reiches in den Grenzen von 1914) sind heute noch 174 erhalten; davon acht noch im Land Brandenburg.
Einige Fakten zu Burg
  • Bereits Pfingsten 1900 plante ein Komitee unter Führung von Sanitätsrat Dr. Robert Behla (1850-1921) aus Luckau zur Förderung des Fremdenverkehrs einen Spreewald-Aussichtsturm auf dem Schlossberg in Burg zu errichten. Durch Ausbruch des ersten Weltkrieges verzögerte sich die Fertigstellung bis ins Jahr 1917.
  • Eine 1945 geplante Sprengung, soll von einem russischen Kommandanten verhindert worden sein.
  • Im August 1951 wurde er im Rahmen eines Deutschlandtreffens der Jugend in Berlin in "Turm der Jugend" umbenannt.
  • Durch Wasser- und Frostschäden kam das Bauwerk über viele Jahre zunehmend in einem desolaten Zustand, sodass bis 1964 über den Abriss des Turmes diskutiert wurde. Doch Einwohner auf einer Gemeindevertreterversammlung forderten den Erhalt des Jugendturmes.
Quelle: Bismarcktürme und -säulen

Heute ist der Bismarckturm als Wahrzeichen des Kurortes Burg im Spreewald ein beliebtes Ausflugsziel, zumal heute befindet sich auf der alten Bahntrasse ein beliebter Fahrradweg vorbei führt.
Über 26 Stufen gelangt man zur ersten Plattform, 85 weitere Stufen führen zur zweiten Plattform. Wer ganz hoch hinaus möchte, gelangt über eine schmale Wendeltreppe bis hinauf auf den achteckigen Turm.
Jährlich wird der Turm effektvoll zur „Spreewälder Sagennacht“ und in der „Nacht der Kürbisgeister“ in Szene gesetzt.
Die nächsten Veranstaltungen am Bismarckturm Burg Spreewald:
Spreewälder Sagennacht vom 08. bis 10. Juni 2019
Nacht der Kürbisgeister am 05. Oktober 2019
Weitere Quelle: https://www.spreewald-info.de/ausflugsziele/sehens...

Da schon zehn Minuten vor Öffnungszeit am Turm, gab es keinen Stau an der Wendeltreppe und hatten wir die Aussichtsform trotz des Karfreitages noch(!) für uns allein.

Als letztes Ziel dieser Kurzreise stand nun noch die Slawenburg Raddusch auf meinem Plan.
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3 Kommentare
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 02.05.2019 | 14:43  
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf | 02.05.2019 | 21:46  
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Ralf Springer aus Aschersleben | 02.05.2019 | 23:57  
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