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"Eurawasser im neuen Hafen"

Zum Artikel: „Eurawasser im neuen Hafen“

Als wir am 14.Dezember 2011 die Zeitung aufschlugen, waren wir doch etwas überrascht, was wir da lasen, „Eurawasser im neuen Hafen“. Hatten wir was verpasst oder nicht mitbekommen? Waren wir doch erst am Tag zuvor in der Sitzung in Freyburg als Gast und dort hatte keiner davon gesprochen.
Bereits zum zweiten mal waren wir in Freyburg, im September überreichten wir eine Unterschriftenliste mit Anschreiben von Buchaer Bürgern, in der wir Eurawasser aufforderten nach anderen Lösungen als die neue Leitung nach Wohlmirstedt zu suchen, da das Wasser aus Bucha bis auf die Uranbelastung sehr gut ist, kommt es ja aus einen Tiefbrunnen. Wie schon am Dienstag kritisiert, wurde darauf bis auf ein Eingangsschreiben leider noch nicht reagiert. Herr Müller gab an, das ca. im Februar 2012 noch eine Bürgerversammlung dazu statt finden soll. Leider wurden auch Anfragen von Verbandsmitgliedern zum Kostenvergleich noch nicht beantwortet.
Auf unsere Nachfrage wurde uns mitgeteilt, das der Buchaer Brunnen nach Prüfung durch die Wasserwirtschaft doch erhebliche Mängel aufweißt und die Kosten der Sanierung sehr hoch wären, auch wäre eine Entsorgung von Altfiltern, bei der Filtervariante noch fraglich. So würde Magdeburg eine Fremdeinspeisung favorisieren, dafür sind auch Fördermittel zur Verfügung gestellt. Dies Alles trotz dem es in diesen Jahr erhebliche Probleme mit dem Rohwasser gab (wie am 05.10.2011 die MZ berichtete), wie in der vorletzten Versammlung durch Folien dargelegt wurde.
Auf unsere Frage, warum nicht auch die Uranwerte in der Presse und auf der Internetseite veröffentlicht werden und wie hoch dann die Uranwerte des Wohlmirstedter Wassers seien, teilte uns Herr Hofmann mit, das erst seid den 01.November 2011 ein Grenzwert festgelegt wurde, welcher bei 10 mg liegt und erst jetzt die Uranwerte offen gelegt werden müssen. Wie hoch nun der Wert in Wohlmirstedt ist, konnte er uns nicht sagen. Bleibt zu hoffen, das sich, wenn die Leitung, wie durch Eurawasser bevorzugt, nach Wohlmirstedt gebaut wird, der Urangehalt des dortigen Wassers soweit unter dem Grenzwert liegt, das sich diese Investition dann über Jahre auszahlt und nicht in ein paar Jahren erneut viel Geld in die Hand genommen werden muss um Uranbelastung zu vermeiden.

Hätte Herr Müller wie bereits 2008 angekündigt, eher nochmals das Gespräch mit den Buchaer Bürgern gesucht, wären sicherlich so manch unschöne Artikel und verbale Schlagabtausche aus geblieben, bleibt zu hoffen, das im Februar alle Fragen beantwortet werden können und endlich die Einhaltung des Grenzwertes angestrebt wird, auf welche Weise auch immer, denn jeder Tag an denen wir überhöhte Uranbelastung im Trinkwasser haben ist ein Tag an denen wir unserer Aller Gesundheit gefährden.

Vier Interessenvertreter
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Weiterveröffentlichungen:

Naumburger Tageblatt | Erschienen am 28.12.2011
2 Kommentare
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René Matthes aus Naumburg (Saale) | 19.12.2011 | 07:43  
372
Evelyn Rettig aus Bucha | 19.12.2011 | 08:32  
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