Kinderyogastunde „Wüstensafari“ – eine Reise der besonderen Art

Bubesheim: Gymnastikraum des SC Bubesheim | Wir sitzen im Schneidersitz am Boden, die Hände vor der Brust gefaltet. Mit einem fröhlichen „Namasté“ verbeugen wir uns und grüßen uns so auf Art der Yogis. Es ist Yoga-Stunde und Kinder im Alter zwischen 6 und 11 Jahren richten ihren gespannten Blick auf mich.

Um überschüssige Energie abzubauen, machen wir heute zu Beginn ein Laufspiel zum Austoben.
Danach setzen wir uns auf die Matten, bilden einen Kreis und sprechen kurz über das Thema der Stunde. Heute geht es um die Atmung und wie wichtig sie für uns ist. Die Kinder berichten mir ihre Beobachtungen, z.B. dass sie bei Aufregung sehr schnell, oder aber vor dem Einschlafen ganz ruhig und langsam atmen. Um die Atmung anschaulich zu machen, dürfen jetzt alle mit einem Strohhalm einen Wattebausch vor sich her pusten. Hier und da hört man ein Kichern, wenn sich zwei Kinder in die Quere kommen und beide versuchen, ihren „Spielball“ wieder „einzufangen“.

Als nächstes kommen wir zu unserer heutigen Geschichte mit dem Titel „Wüstensafari“, in der die Körperhaltungen des Yoga eingebettet sind. Im Verlaufe dieser Yoga-Reise verwandeln wir uns in wilde Tiere, wie z.B. Löwen, Schlangen und Giraffen, oder auch in Sonnen, Palmen und Kakteen.
An den Gesichtern der Kinder kann ich erkennen, wie viel Spaß es ihnen macht. Sie schlüpfen wie selbstverständlich in die verschiedenen Rollen. Die Kinder „spielen“ sie nicht, sondern sie „sind“ die jeweiligen Tiere und Pflanzen.
Hinter all diesen Namen stecken die traditionellen Yogahaltungen. Die Ziele der Übungen sind ganz vielschichtig. Sie schulen zum einen das Körpergefühl und stärken die Muskulatur. Desweiteren fördern sie die Beweglichkeit, die Ausdauer und die Konzentration.

Am Ende unserer Wüstenreise legen sich alle noch einmal auf ihre Matten, denn jetzt richten wir uns zur Schlussentspannung, oder wie sie bei uns heißt: „Mucks-Mäuschen-Still-Zeit“. Auch wenn manchem anfangs die Ruhe sichtlich schwer fällt, liegen doch bald alle Kinder ganz entspannt auf ihren Matten und lauschen der abschließenden Fantasiegeschichte.

Am Ende der Stunde setzen wir uns noch einmal im Kreis zusammen und beschließen die Stunde mit einem Griff in die Schatzkiste. In dieser begehrten Kiste befinden sich kleine „Schätze“ in Form von Spielsachen, aus denen sich jeder etwas aussuchen darf.

Ich für meinen Teil freue mich am meisten, wenn die Kinder auch andere „Schätze“ aus den Stunden mitnehmen, so z.B. wenn sie sich an die ein oder andere Übung erinnern und sie auch zuhause einmal ausprobieren.

In diesem Sinne: Namasté und bis zur nächsten Woche!
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 01.04.2010
1 Kommentar
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Uta Jirouschek aus Günzburg | 23.03.2010 | 19:49  
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