Anzeige

Einladung zu einem Rundgang durch den Waldgarten der Einsamkeit – dem Sieglitzer Park

Wann? 12.08.2017 10:00 Uhr

Wo? Parkanlage Sieglitzer Berg, 06785 Oranienbaum-Wörlitz DE
Die Solitude
  Oranienbaum-Wörlitz: Parkanlage Sieglitzer Berg | Treffpunkt dazu am 12. August 10 Uhr bei der Solitude; Preis: 7,50 €.
Die Parkanlage Sieglitzer Berg entdeckt man am besten auf dem Fahrrad. Ich war stattdessen gestern von Vockerode aus auf dem Elbdamm hingewandert.

Start und Endpunkt meiner Tour war das „Rauhe Wallwachhaus“, welches auch den Namen "Eremitenkapelle" trägt,
Es wurde um 1775 am nordwestlichen Ende des Krägesees errichtet. Neben dem Wachhaus führt eine Brücke aus Raseneisenstein über den Krägen. Über sie verlief früher ein Weg direkt zum Drehberg.
Der seltsame Name stammt von dem Wort "dreuge" für trocken und bezeichnet die Stelle, die selbst bei größeren Hochwässern nicht überschwämmt wurde. Auf diesem Hügel ließ Fürst Franz ein Gebäude errichten, das als Grabstätte des Fürstenpaares gedacht war.
Die Umgebung des Drehberges wurde zu einer kreisförmigen Anlage gestaltet, auf der 1776 die ersten "Olympischen Spiele" der Neuzeit ausgetragen wurden.
Jährlich zum Geburtstag der Fürstin Luise trafen sich die Bewohner des Wörlitzer Winkels zu sportlichen Übungen und einem anschließenden Volksfest.
Quelle: http://www-proj.loel.hs-anhalt.de/projektarchiv/la...
Das wird wohl ein künftiges Exkursionsziel.
Vom rauhen Wallwachhaus hätte ich spielend nach Wörlitz wandern können, doch mich zog es nordwärts.
In Nähe des ehemaligen Großkraftwerkes und des ehemaligen Hafens steht ein romantisch gelegenes Häuschen, dass jetzt als Hydrologische Messstelle des Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden dient.
Zeitweilig konnte ich auf den Wiesen beiderseits des Walls auch Störche auf Futtersuche beobachten.

Hinter der Autobahnbrücke – hier verließ ich den Elberradweg – kam ich auf dem Wall, kurz vor dem Sieglitzer Park – am Dianentempel vorbei.
Der Dianentempel wurde 1775 als Wallwachhaus am Elbwall zwischen Vockerode und dem Sieglitzer Berg errichtet. Er ist ein Bespiel für das im Gartenreich vorherrschende Gestaltungsprinzip, "das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden". Der Bau im klassizistischen Stil erweitert die Anlage am Sieglitzer Berg in die Landschaft hinaus.
Doch war auch bei diesem Gebäude nicht allein der gestalterische Effekt Grund zur Errichtung dieses Wallwachhauses. Wie alle Wachhäuser diente auch dieses dem Schutz der Wallanlagen gegen die zerstörende Wirkung des Hochwassers. Hier lagerten Werkzeuge, die für den Hochwasserschutz benötigt wurden.
Die Eingangshalle war früher reich verziert und sollte das Entré des Wörlitzer Schlosses vorwegnehmen oder wiederholen.
Quelle: http://www-proj.loel.hs-anhalt.de/projektarchiv/la...

Bei der Skulpturengruppe der Diana und des Faun (nach der Zerstörung 2014 repariert und wiederaufgestellt) am Eingang des Parks traf ich wieder auf den Elberadweg
Auf dem weiteren Weg war ich besonders auf dem Wall etwas erschüttert. Die Stürme am 22. Juni haben nicht nur im Wörlitzer Gartenreich (vergleiche: http://www.mz-buergerreporter.de/oranienbaum-woerl...) son-dern auch hier große Schäden angerichtet.
Über den Parkrundgang verliere ich keine weiteren großen Worte. Wer mehr wissen will kann beispielsweise hier nachlesen:
http://www.gartenreich.com/de/besuchen/schloesser-...
An dem Rundgang werde ich leider nicht teilnehmen, denn ab 11 Uhr ist ausnahmsweise einmal das Chinesischen Hauses und die Pagode in Oranienbaum geöffnet (Stiftungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter stehen vor Ort für Auskünfte gerne zur Verfügung, Eintritt Pagode: 1,00 €) und ab den Nachmittag will ich noch nach Wörlitz.
1
1
1
6
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Lesen Sie auch die Bildkommentare zum Beitrag
2 Kommentare
62.410
Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 10.08.2017 | 17:51  
561
Wolfgang Erler aus Sandersdorf | 10.08.2017 | 23:18  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.