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Gartenreichtag im Dessau - Wörlitzer Gartenreich – 2. Chinesisches Haus Oranienbaum

Chinesisches Haus im Englisch-chinesischen Garten
Oranienbaum-Wörlitz: Chinesisches Haus | Von der Pagode ging es weiter zum Chinesischen Haus.
Seit ich gelesen hatte, dass die Innenausstattung des Chinesischen Hauses um ein außergewöhnliche Objekt ergänzt wurde - der Rekonstruktion einer 1,40 m hohen Statuette einer sogenannten nickenden Chinesin –wollte ich seit Wochen unbedingt in das Haus. Sie hat ihr Vorbild in Amsterdam (eine solche stand aber auch früher in Oranienbaum).
Quelle: Die nickende Chinesin
Der Gartenreichtag bot dafür die erste Gelegenheit (die nächste Möglichkeit wäre für Einzelbesucher zum Tag des offenen Denkmals der 10. September 2017).

Das Interesse an China, vielmehr jedoch an chinesischem oder chinoisem Kunsthandwerk hatten schon die Urgroßeltern des Fürsten Franz, Johann Georg II. (1627–1693) und Henriette Catharina (1637–1708), beim Bau des Oranienbaumer Schlosses gezeigt… Henriette Catharina, eine geborene Prinzessin von Oranien-Nassau, pflegte enge Verbindungen mit ihrer niederländischen Heimat. Niederländische Kaufleute hatten 1602 die ostindische Kompanie gegründet und besaßen im 17. Jahrhundert die Vormachtstellung im europäischen Ostasienhandel…

Dank der finanziellen Unterstützung der Europäischen Union, des Bundes sowie des Landes Sachsen-Anhalt, die Gelder im Rahmen des Kulturinvestitionsprogramms des Europäischen Fonds für regionale Ent-wicklung (EFRE) und im Rahmen des Leuchtturmprogrammes beisteuerten, erfolgte ab 2009 die lang erhoffte Restaurierung des Hauses…. 2014 - Abschluss der Tapetenrestaurierung, Nachschöpfung der fehlenden Tapeten, Scannen und digitale Bearbeitung von Tapeten aus den Schlössern Paretz und Wörlitz sowie Neu-schöpfungen der konservierten bauzeitlichen Tapeten, Beendigung der Möbelrestaurierung.
2015 - Nachdruck der Tapeten, Einbau der Nachdrucke, Restaurierung der Polster auf den Möbeln, Papierrestaurierung an den Füllungen des Wandschirmes. 2017 - Fertigstellung Nickfigur. Gesamtkosten: 1,3 Millionen Euro“
Wer mehr dazu wissen will, lese bitte hier nach:
Rekonstruktion der sogenannten „Nickfigur”
Waren wir schon von der Lage des Hauses im Park begeistert, erfreue es uns sehr, dass wir diesmal auf der Veranda um das ganze Haus laufen und den Blick in den chinesischen Park genießen durften.
Und dann standen wir vor ihr, der Nickenden Chinesin
Ebenso waren wir von den nachgeschöpften Papiertapeten begeistert (die Reste der Originale liegen jetzt in Archiven).
Auch ein Blick nach oben auf den Lebenskreis im Teehäuschen ist lohnenswert.
Nun müsste das Kunsterlebnis nur noch durch eine Teezeremonie ergänzt werden, wie wir sie im kleinen Teepavillon des japanischen „Garten der Glückseligkeit (KOFUKO NO NIWA)“ in Bad Langensalza schon mehrmals genossen haben.
Und im nächsten Teil gehen wir in Wörlitz mit Fürst Franz auf Grand-Tour…
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 15.08.2017 | 14:44  
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