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Die guten ins Körbchen ..

Wer da schon fleißig Pilze gesucht und gegessen hat, hat nicht immer Glück gehabt. Ein Glückspilz ist also der, der den Genuss selbst gesammelter Pilze überlebt hat.


Immer schwieriger wird es, das belegen auf jeden Fall die Krankenkassen, giftige von essbaren Pilzen zu unterscheiden.
So kommt es immer häufiger vor, dass der "Grüne Knollenblätterpilz" mit einem ungiftigen Wiesenchampignon verwechselt wird .. was unweigerlich zu einer schweren Vergiftung führt, wenn nicht sogar zum Tod.

Aber welcher Sammelleidenschaftliche möchte schon auf das Sammeln verzichten, oder nach dem Pilzgenuss sterben? Gelobt möchte der Pilzesammler werden .. für seine einträgliche Ernte und für sein gelungenes Henkermahl. Hihi, sollte natürlich nur ein Scherz sein. Ich meine das mit der Henkersmahlzeit. Immerhin glaubt der Pilzkundige erfahren und kochkünstlerisch begabt zu sein und lädt deshalb auch meist die ganze Familie ein, einschließlich der buckeligen Verwandtschaft, die es nach dem Verzehr nicht einmal mehr bis zur Toilette schafft.

Aber wie schafft man es, fragt sich jetzt wahrscheinlich der eine oder andere Pilz-Spezialist oder -Kopf, ein bekömmliches Pilz-Gericht auf den Tisch zu bringen? Das geht ganz einfach, sagt die Schwammerl-Expertin, wenn man sich an folgende Grundsätze hält:
Nach dem Sammeln sollten die Pilzen möglichst schnell gegessen werden. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass die köstlichen Waldbodenfrüchte hinunter geschlungen werden sollen. ‚Schnell verbraucht, machen Pilze kein Rumoren im Bauch‘, sagt ein alter Küchen-Brauch, den man erfahrungsgemäß zu beherzigen hat. Schlimm genug, wenn das Gift an die Galle bzw. Leber geht. Nicht selten ist es dann auch schon zu spät. Waldpilze also niemals roh verzehren und keinesfalls mit Wasser reinigen. Mit einer Bürste die Erdreste entfernen, danach die Pilzköpfe entkernen. Hihi, war ebenfalls nur ein Scherz. Ich meine das mit dem Entkernen. Jedes Kind weiß .. Pilze haben keine Körner. Dafür aber reichlich Sporen, die sie brauchen um sich zu vermehren.

Um aber auf das Zubereiten zurückzukommen… Der Phantasie sind da natürlich keine Grenzen gesetzt. Ob mit Speck und Zwiebeln oder auf einem saftigen Steak, wer keine Ahnung hat, schaut im Kochbuch nach wie´s geht. Oder dem Fernsehkoch auf die Finger, der da behandelt jeden Essbaren wie einen Glücksbringer.
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2 Kommentare
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Karin Franzisky aus Bad Arolsen | 26.10.2017 | 11:38  
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Hildegard Grygierek aus Bochum | 26.10.2017 | 12:35  
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