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"Eine wirklich tolle Geschichte!" - Bioenergie in Fronhofen

Die Wärmeabnehmer bei der Besichtigung der Biogasanlage
Fronhofen: Fronhofen | Gut ein Jahr ist es nun her, dass sich 14 Haushalte in Fronhofen entschlossen, in Sachen Heizung einen neuen Weg zu gehen. Die Bioenergie Hurler GbR, die 2010 eine große Biogasanlage am Dorfrand gebaut hatte, bot ihren Nachbarn damals an, künftig die Abwärme der Anlage zu nutzen und damit zu heizen.
Diesen Jahrestag nutzte die GbR nun, ihre Wärmeabnehmer zu einem Infoabend ins Fronhofener Feuerwehrheim einzuladen und gemeinsam Zwischenbilanz zu ziehen. „Insgesamt lässt sich sagen: Unser Wärmenetz ist eine tolle Sache“, verkündete Xaver Hurler, einer der beiden Gesellschafter der GbR, stolz. „Die Inbetriebnahme verlief zügig, problemlos und, was wirklich nicht selbstverständlich ist, in völliger Harmonie und Kameradschaft im Dorf.“ Dank der hervorragenden Arbeit der Baufirma Reiter aus Bissingen und der Haustechnikfirma Dürrwanger und Bengesser aus Rudelstetten konnten bereits ein halbes Jahr nach Vertragsunterzeichnung alle Wärmeabnehmer ans Netz angeschlossen werden.
Störungen habe es seitdem äußerst selten gegeben, betonte Hurler in einem kurzen Rückblick. Zwei davon seien durch Stromausfall der Lechwerke verschuldet gewesen und nur zwei weitere tatsächlich durch einen kurzfristigen Ausfall des eigenen Systems. „Diese Ausfälle tun uns natürlich leid. Aber ich denke, mit solch einem Ergebnis können wir alle leben“, so Hurler. 400.000 KWh Wärmeabgabe sind seit Start der Anlage gemessen worden, was einer Heizölersparnis von etwa 40.000 Litern entspricht. „Anders gesagt: Seit November haben wir 120.000 kg Co2 eingespart. Unter Umweltaspekten ist das eine wirklich tolle Geschichte!“
Nach einem nochmaligen Dank an alle Beteiligten standen sowohl die Netzbetreiber Xaver und Franz Hurler als auch die Firma „D und B Haustechnik“ bei einer Brotzeit für Fragen der Wärmeabnehmer zur Verfügung.
Außerdem wurde eine gemeinsame Besichtigung der Fronhofener Biogasanlage beschlossen, bei der die Wärmekunden eine Woche später eindrucksvoll erleben durften, wo genau die Wärme eigentlich herkommt, die ihre Wohnzimmer gemütlich macht.
„Es ist schön, zu erleben, wie viel Interesse seitens des Dorfes herrscht und wie alle gemeinsam an einem Strang ziehen“, resümierte Xaver Hurler nach der Führung durch die Anlage sichtlich zufrieden. „Ich denke, Fronhofen ist damit ein gutes Beispiel dafür, wie eine funktionierende Dorfgemeinschaft genutzt werden kann, um sinnvolle Projekte gemeinsam auf die Beine zu stellen.“
Melanie Brandl
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