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Biberprojekttag im Bissinger Kindergarten

Gerhard Schwab mit den Bissinger Kindern
Den Biber Ferdinand hätte der Regen natürlich nicht gestört – der liebt Wasser in jeder Form. Aber für die Bissinger Kindergartenkinder war`s dann doch zu nass, um Ferdinands Spuren direkt an der Kessel zu verfolgen. So wurde der „Biberprojekttag“, den die Kreisgruppe Donau-Ries des Bund Naturschutz im Erzbischof-Schreiber-Kindergarten veranstaltete, wegen Regens spontan in die Turnhalle verlegt.
Die Enttäuschung der Kinder war schnell verflogen, als Biberberater Gerhard Schwab sie mit seiner Biberhandpuppe „Ferdinand“ begrüßte. Der Fachmann, dessen Leidenschaft für die pelzigen Nagetiere sofort spürbar wird, wenn er erzählt, schilderte in den buntesten Farben das aufregende Leben eines Biberkindes. Mit großen Augen sahen die Bissinger Kinder mit Hilfe von Dias, wie der kleine Biber Ferdinand erwachsen wird, was er gern frisst, wie er Dämme baut, damit aber nicht nur Nutzen bringt, sondern auch manchen Schaden anrichtet, irgendwann gefangen und ausgesiedelt wird in Gebiete, in denen er sich frei entfalten kann. So lebensnah und kindgerecht kann Naturschutz erklärt werden.
Und nach der Theorie folgte natürlich die Praxis: Das weiche Fell eines ausgestopften Bibers durfte ausgiebig gestreichelt und seine eindrucksvollen Krallen und Zähne begutachtet werden. So manches Kind versuchte sich mit einem umgehängten Biberfell gleich selbst mal als Biber – zumal Körpergröße und Gewicht so eines ausgewachsenen Nagers mit einem Kindergartenkind durchaus mithalten können. Abschließend konnten alle die Bibernagetechnik noch an Karotten testen, bevor sich Gerhard Schwab und sein Team vom Bund Naturschutz verabschiedeten und eine Horde karottenverschmierter, aber begeisterter kleiner Biberfans zurückließen.
Melanie Brandl
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