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Glanzvolle Abendmusik am Palmsonntag

Das Vokalensemble der Musikwerkstatt Kesseltal e.V. glänzte bei der Abendmusik am Palmsonntag in der Wallfahrtskirche Buggenhofen mit einem beeindruckenden Konzert unter der Leitung von Magdalena Polzer
 
"Solo von 4 Schwestern" beim Konzert der Musikwerkstatt in Buggenhofen Tamara Ziegler "im Verbund" mit ihren Schwestern Beatrice (Blockflöte) sowie Katrin und Sina Marie am Piano
Bissingen: wallfahrtskirche Buggenhofen | Der Name ist zwar geändert, aber die Abendmusik am Palmsonntag, veranstaltet von der Musikwerkstatt Kesseltal e.V. trug unverkennbar die Handschrift von Magdalena Polzer. Wie sie mit dem von ihr geleiteten Frauenchor und den Blockflötenensembles der früheren Musikschule die besinnliche Konzertstunde ausgestaltete, verdient höchste Anerkennung. Es war ein vielfältiges Programm mit ausgewählter geistlicher Chormusik aus verschiedensten Epochen und Stilrichtungen, welches große Begeisterung unter den Konzertbesuchern in der Wallfahrtskirche Buggenhofen auslöste.
„Werkstattleiter“ Karlheinz Polzer spannte zwar in seiner Begrüßung den Bogen von den Ereignissen in Jerusalem am Palmsonntag und zur Passion, betonte aber, dass die Veranstalter ganz bewusst nicht nur die Ereignisse der „Heiligen Woche“ im Programm hätten, sondern dass die Gäste, unter ihnen Geschäftsführer Walter Ernst vom Chorverband Kreis Dillingen, eine musikalisch herausgehobene „Stunde der Besinnung“ erwarte.
Feierlich, homogen und wohlklingend eröffneten eben diese besinnliche Stunde Beatrice Ziegler, Ruth Förschner und Magdalena Polzer mit der Ouvertüre aus der Suite C-Dur für Blockflöten und B.c. von G.Ph. Telemann. Zeitlose Glaubensbotschaften trug sehr berührend das Vokalensemble mit den Maierhofer-Kompositionen „Im Namen des Vaters“ und „Von Gott kommt alles her“ vor. Freude versprühte der Satz von K. Heinzmann „Ich danke meinem Gott“.
Vier jugendlich konzentriert auftretende Blockflötistinnen (Julia Bauer, Olivia Bauer, Lisa Beck, Amelie Herrmann), begleitet von „Erfahrenen“ mit dem tiefen Holz, imponierten mit „Paduane und Intrade“ von Paul Peuerl sowie der „Sonatella“ von Antonio Bertali.
Weniger bekannt ist Giulio Caccini’s „Ave Maria“, wurde aber wunderschön vorgetragen von den Solistinnen Tamara Ziegler (Sopran), Sina Marie Ziegler (Mezzosopran) und Eva Brandl (Alt), die am Piano von Katrin Meir gefühlvoll begleitet wurden. Aus den Taizè-Gesängen wesentlich bekannter ist von Jacque Berthiers dessen „Laudate omnes gentes“, das von Frauenchor klar gesungen, eindrucksvoll dargeboten wurde.
Ebenfalls von Telemann passend gewählt war „Andante aus dem Quartett d-moll“ für das Blockflöten-Trio, mit dem gleichsam übergeleitet wurde zu „Gratias agimus“ aus der Messa di Gloria von Gaetano Donizetti. Tamara Ziegler meisterte mit Leichtigkeit die hohen Sopranpassagen und wurde vergleichbar „mozärtlich“ von ihrer Schwester Katrin am Klavier begleitet, ein Glanzpunkt der Veranstaltung.
Dass die Interpretinnen des Vokalensembles ihrer versierten Leiterin Magdalena Polzer erkennbare Freude bereiten, kam nicht nur bei den afrikanischen Gospels von Lorenz Maierhofer „Hambani kahle“ und „Sana, sananina, praise the Lord“ zum Ausdruck. Nach dem „Kanon“ für drei Blockflöten von Johann Pachelbel und spätestens mit dem zauberhaften „Abendsegen“ aus Humperdinck’s Oper „Hänsel und Gretel“ war auch bei der Chorleiterin die Anspannung erkennbar gewichen. Ihre perfekte Chorführung konnte Magdalena Polzer nochmals mit dem neuzeitlichen „Hallelujah“ von Leonard Cohen unter Beweis stellen. Thematisch harmonisch verabschiedet wurden die lange und stehend applaudierenden Konzertbesucher durch Pasquale Thibaut's "Geh mit Gottes Segen", natürlich erst endgültig, nach zwei „erzwungenen“ Zugaben.
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