Anzeige

„Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen“ – Mein Gott, jetzt hat sie´s!

Hufnagel, Christahl, Franzen Fotos von © Bettina Stöß mit freundlicher Genehmigung vom Theater Bielefeld (Foto: Bettina Stöß)
 
Ramon Riemarzik, Gornowicz, Laura Lehmann, Dana López, Christahl, Hufnagel Fotos von © Bettina Stöß mit freundlicher Genehmigung vom Theater Bielefeld (Foto: Bettina Stöß)
Bielefeld: Theater Bielefeld |

Musical „My Fair Lady“ im Stadttheater Bielefeld

In den großen Shows meiner Kindheit tauchten Lieder dieses Musicals immer wieder auf. Groß geworden bin ich, Jahrgang 1965, mit Peter Alexander, Dieter Thomas Heck und ihren Kollegen und ihren Fernsehsendungen samstags um 20.15 Uhr. „Es grünt so grün – Bringt mich pünktlich zum Altar- Ich hätt´ getanzt heut´ Nacht“ sind Lieder, die ich von klein auf kenne. Schon bevor ich mich intensiver mit Musicals auseinander gesetzt habe, waren sie mir ein Begriff. „My Fair Lady“ habe ich auch als Fernsehfilm gesehen, aber auf der Bühne im Stadttheater Bielefeld zum ersten Mal. Und fast jedes Lied konnte ich in Gedanken mitsingen und fühlte mich dabei ein wenig in meine Kinderzeit zurück versetzt. Bei der Premiere am 21.09.2018 war der Altersdurchschnitt der Besucher auch etwas höher als bei vergangenen Premieren. Aber keineswegs darf man dieses Stück als alt und unmodern einordnen. Und die Nachfrage nach Eintrittskarten war schon vor der Premiere sehr stark. Das zeigt, wie beliebt dieses Musical auch heute noch ist.
Doch auch von der Thematik? Entscheidet die Sprache, der Dialekt, der Slang über die Gesellschaftsschicht, in der man lebt? Wird man durch eine korrekte, gewählte Aussprache ein anderer Mensch mit einer neuen Identität? Für Professor Higgins ist die „Umwandlung“ von Eliza Doolittle ein Experiment, eine gewagte Wette mit Oberst Pickering. Und obwohl Henry Higgins ein eingefleischter und unverbesserlicher Junggeselle ist, entwickelt er Zuneigung (oder Gewöhnung?) zu seinem Versuchskaninchen Eliza. Aber nach langer Zurückhaltung zeigt diese dann Emanzipation. Etwas, was es in London 1912 noch gar nicht gab. Gibt es ein Happy End für die Beiden???
Unter der musikalischen Leitung von William Ward Murta gibt es in Bielefeld wieder ein Leckerbissen für Auge und Ohr. Das Bühnenbild wechselt von Straßenszenen auf die Pferderennbahn, von Higgins seinem Wohnzimmer vor die Eckkneipe im nächtlichen London. Neben der festen Besetzung des Stadttheaters mit dem Opernchor verstärken Mitglieder von E-Motion das Team. Akustisch und auch optisch wie gewohnt perfekt. Alexander Franzen verkörperte bei der Premiere Professor Henry Higgings, wechselt aber bei den kommenden Aufführungen mit Nikolaj Alexander Brucker. Theresa Christahl spielt Eliza Doolittle; und egal ob als Straßenmädchen oder später als Dame der oberen Gesellschaft überzeugt sie dabei sofort. Viel Applaus nach der Premiere bekam Dirk Audehm für seine Rolle als Alfred P. Doolittle, den Vater von Eliza.
Überhaupt wollte der Applaus nach der Premiere kein Ende nehmen. Mehrfach mussten die Darsteller sich dem Publikum zeigen. Als die Musiker einige Lieder noch einmal anspielten, sangen viele Zuschauer auch leise dann mit….weil die Melodien unsterbliche Ohrwürmer sind.
Die weiteren Vorstellungen sind am 23.09., 29.09., 07.10., 11.10.., 21.10., 03.11., 20.11., 31.12., 09.01.19, 02.02.19, 17.02.19, 20.04.19 und 31.05.19. Karten sind erhältlich an der Theater- und Konzertkasse, Altstädter Kirchstraße 14 (Tel.: 0521 / 51 54 54), allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online auf www.theater-bielefeld.de. Fotos von © Bettina Stöß mit freundlicher Genehmigung vom Theater Bielefeld
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.