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Doppeltes Bußgeld - Diese neue Winterreifenregel kennt kaum ein Autofahrer  13.9.2018

Winterreifen-Pflicht: Diese Regel kennt kaum ein Autofahrer. Veränderte Regelung zur Winterreifenpflicht: Drei von Vier Autofahrern (73 Prozent) haben noch nie davon gehört, zeigt eine Umfrage im Auftrag des Reifenspezialisten reifen.com. (Quelle: imago/photothek) Veränderte Regelung zur Winterreifenpflicht: Drei von Vier Autofahrern (73 Prozent) haben noch nie davon gehört, zeigt eine Umfrage im Auftrag des Reifenspezialisten reifen.com. (Quelle: photothek/imago)
Pflicht oder nicht? Die Vorschriften zu Winterreifen verwirren viele Autofahrer. Obendrein gibt es eine Regelung, von der bislang nur wenige gehört haben. Und das kann teure Folgen haben.

Bei Schnee und Glätte gehören Winterreifen ans Auto. Das schreibt die Straßenverkehrsordnung (StVO) vor. Sonst drohen Konsequenzen – und zwar unter Umständen gleich doppelt. Das besagt eine neue Regelung.

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Saisonaler Wechsel: Immer rund um Ostern drängt es viele Autofahrer in die Werkstätten, um die Winter- gegen Sommerreifen zu tauschen. (Quelle: dpa/tmn/Carmen Jaspersen) Sinnvoller Wechsel: Wer Winterreifen zu lange auf dem Auto lässt, riskierte bei warmen Wetter erhöhten Verbrauch und Verschleiß. (Quelle: dpa/tmn/Inga Kjer)
Für 365 Tage: Ganzjahresreifen mit M+S-Symbol dürfen das ganze Jahr ans Auto, sind in ihren Eigenschaften aber immer nur ein Kompromiss. (Quelle: dpa/tmn/Matthias Hübner)
Foto-Serie mit 4 Bildern
Bußen bei Verstoß gegen Winterreifen-Pflicht
Wer bei Winterwetter mit Sommerreifen erwischt wird, muss 60 Euro bezahlen. Hinzu kommt ein Punkt in Flensburg. Behindert man andere (etwa, weil das Auto im Verkehr liegen bleibt), steigt das Bußgeld auf 80 Euro. Wenn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden, sind 100 Euro fällig. Ab wann Winterreifen ans Auto gehören, erfahren Sie hier.

Neuerdings gilt außerdem: Auch der Halter des Fahrzeugs kassiert einen Flensburg-Punkt und zahlt ein Bußgeld – und zwar gleich 75 Euro. Voraussetzung ist, dass Halter und Fahrer nicht identisch sind. Diese Änderung leitete noch der damalige Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) Anfang 2017 in die Wege.

Unter Umständen wird durch die Neuregelung also gleich zweimal zur Kasse gebeten.

Nutzen der Neuregelung
Diese Regelung greift zum Beispiel, wenn Eltern – die Halter – dem Nachwuchs das Auto leihen. Auch bei Mietwagen, Carsharing-Autos und Dienstwagen ist der Fahrer in aller Regel nicht der Halter. Hier hat die Regelung für die Autofahrer durchaus einen Nutzen: Sie motiviert die Betreiber großer Fahrzeugflotten (etwa Verleiher oder Firmen) zum regelmäßigen Reifenwechsel. Denn andernfalls können die Bußgelder beim Halter einen stattlichen Kostenberg anhäufen.
Quelle:https://www.t-online.de/auto/technik/reifen/id_844...
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