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Selbstverteidigung – Was ist erlaubt?

Der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. hat auf seinem kostenlosen Ratgeberportal bussgeldkatalog.com einen Ratgeber zum Thema „ Selbstverteidigung – Möglichkeiten und Grenzen“ veröffentlicht.

Von Selbstverteidigung wird gesprochen, wenn sich Opfer von Beleidigungen, unbedachten Äußerungen oder aber sogar vor Körperverletzungen durch eine Abwehr schützen wollen. Vor allem körperliche Angriffe werden zur Selbstverteidigung gezählt. Während diese meist aus einer Situation heraus entsteht, gibt es mittlerweile Verteidigungstechniken und verschiedene Kurse, die Opfern psychischer und körperlicher Angriffe, die Möglichkeit zur Abwehr geben. Doch auch bei der Selbstverteidigung dürfen bestimmte Grenzen nicht überschritten werden. Der folgende Text klärt, was erlaubt ist und bietet Tipps zur richtigen Selbstverteidigung.
Das Thema Selbstverteidigung wird in Deutschland durch Gesetze gefestigt. Das Bürgerliche Gesetzbuch hält in den Paragraphen 226 bis 231 die Ausübung der Rechte, der Selbstverteidigung sowie der Selbsthilfe fest. Selbstverteidigung ist erlaubt, insofern der Angriff unmittelbar geschehen ist, bevorsteht oder andauert. Die Tat darf in keinem Fall schon eine gewisse Zeit zurückliegen. Zudem müssen die Art und die Taktik der Verteidigung verhältnismäßig und erforderlich sein. Laut Paragraf 230 BGB darf die Selbsthilfe nicht weiter gehen, als zur Abwehr der Gefahr erforderlich ist. Wer sich nicht an diese Vorschriften hält, kann unter Umständen auf Schadensersatz verklagt werden. Um diesen Fall zu vermeiden, gibt es einige Tricks, die Sie anwenden können, um es dem Angreifer nicht allzu leicht zu machen. Folgende Tipps können hilfreich sein:

• Bewahren Sie Ruhe. Oft stärkt es den Mut der Angreifer, wenn diese merken, dass sich das Opfer in Panik befindet.
• Lassen Sie sich nicht ablenken. Tätern wird es um einiges leichter gemacht, sich heranzuschleichen, wenn Sie z.B. in Ihr Handy vertieft sind.
• Beziehen Sie, sofern möglich, vorbeigehende Personen mit ein. Vor allem an öffentlichen Plätzen, haben Sie die Möglichkeit Personen direkt anzusprechen und nach Hilfe zu rufen.
• Wehren Sie sich! In einer Gefahrensituation haben sie jegliches Recht dazu.
• Denken Sie genau über den Inhalt Ihrer Taschen oder Ihres Rucksackes nach und überlegen Sie, welche Gegenstände Sie zur Selbstverteidigung nutzen könnten.
• Bei direkten körperlichen Auseinandersetzungen mit männlichen Tätern, eignet sich ein Tritt zwischen die Beine. Dieser verschafft Ihnen die Zeit wegzurennen und Hilfe zu rufen.
• Wenden Sie dennoch nur im äußersten Ernstfall Gewalt an.

Viele weitere Informationen und Tipps bietet der kostenlose Ratgeber, welchen Sie hier finden. Zudem enthält das Ratgeberportal www.bussgeldkatalog.com weitere Ratgeber und Bußgeldkatalog zu verschiedenen Themen des Verkehrsrechts.
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 18.01.2017 | 00:31  
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