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Erkältung bei Kindern: Die Häufigsten Symptome, Dauer und Verlauf

Kinder sind häufiger erkältet als Erwachsene. Zwischen acht und zehn Infekte pro Jahr gelten als normal. Das Immunsystem ist noch nicht vollständig ausgebildet und muss erst Abwehrstoffe gegen die verschiedenen Erreger bilden.

Wie entsteht eigentlich eine Erkältung?

Eine Erkältung wird durch Bakterien oder Viren ausgelöst. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Was bedeutet dies? Beim Husten, Niesen oder Sprechen werden winzige Tröpfchen mit Erregern im Umfeld verteilt. Viren können außerhalb des Körpers, zum Beispiel auf der Haut oder auf Oberflächen von Gegenständen, längere Zeit überleben. Beim Benutzen des gleichen Spielzeuges oder des Geschirrs gelangen sie von einem Körper zum anderen. Diesen Vorgang nennt man Schmierinfektion. Um die Gefahr einer Ansteckung zu verringern, ist Hände waschen nach dem Naseputzen und die sofortige Entsorgung von benutzen Taschentüchern besonders wichtig.

Erkältung Inkubationszeit:
Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Erkrankung nennt man Inkubationszeit. Bei einer Erkältung beträgt die Inkubationszeit etwa zwei bis fünf Tage. Es sind zwar noch keine Symptome zu sehen, aber das Kind ist in dieser Zeit bereits ansteckend.

Wie äußert sich eine Erkältung bei Kindern?

Erste Anzeichen:
Oft erkennt man einen beginnenden Infekt bereits am Verhalten des Kindes. Wie Erwachsene, können auch Kinder unter Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen leiden und reagieren darauf mit vermehrtem Schreien, Weinen oder Unruhe. Etwas größere Kinder neigen dazu still zu werden. Sie fühlen sich oft müde und schlapp, haben keine Lust mehr zu spielen, verlieren den Appetit und haben ein erhöhtes Ruhebedürfnis.

Erkältung Symptome:
  • Fieber
  • Niesen
  • Schnupfen
  • Husten
Fieber tritt bei Kindern und Babys häufiger auf als bei Erwachsenen. Es gilt als natürlicher Schutzmechanismus des Körpers. Er reagiert auf die Erreger und mobilisiert seine Abwehrkräfte. Bei einer regulären Erkältung steigt die Temperatur meistens nicht über 39 Grad, während bei einer bakteriellen oder viralen Infektion die Kinder höher fiebern. Viren und Bakterien können sich bei einer hohen Körpertemperatur nicht so gut vermehren. Aus diesem Grund sollte Fieber auch nicht immer sofort unterdrückt werden.

Erkältung Verlauf:
Jucken und Kribbeln in der Nase sind erste Anzeichen für einen beginnenden Schnupfen und gehen nach einigen Stunden meist in Niesen über. Die Erreger haben die Nasenschleimhaut besiedelt, sie ist entzündet, angeschwollen und produziert vermehrt Sekret. Zu Beginn ist dieses meist wässrig, wird im späteren Verlauf aber zäh. Schnupfen tritt bei etwa 80 % aller Erkältungskrankheiten auf und ist damit eines der häufigsten Krankheitsanzeichen für eine Erkältung. Tränende und gerötete Augen treten als Begleiterscheinung häufiger als bei Erwachsenen auf.

Bei Babys und Kleinkindern sind die Lymphknoten, vor allem im Halsbereich, oft geschwollen und berührungsempfindlich. Dies ist zwar schmerzhaft, aber harmlos und deutet lediglich auf eine Entzündung im Körper hin. Nach überstandener Erkrankung bilden sie sich von selbst zurück.

Typische Erkältung Symptome beginnende sind auch Schluckbeschwerden, Halsschmerzen oder Kratzen im Hals. Erkältungsviren, die sich in den oberen und unteren Atemwegen festgesetzt haben, verursachen eine Entzündung, reizen die Schleimhaut und lösen den Hustenreflex aus. Zu Beginn ist dieser Husten meist trocken und anstrengend, manchmal auch schmerzhaft. Er wird "unproduktiv" genannt. Erst im weiteren Verlauf der Erkrankung, wenn sich die zähe Verschleimung langsam auflöst, wird der Husten leichter. Trockener Husten ist laut und tritt vor allem Nachts auf. Wenn sich der Husten nach zwei bis drei Tagen in sogenannten feuchten oder produktiven Husten verwandelt, entsteht ein eher rasselndes Geräusch. Feuchter Husten sollte nicht unterdrückt werden, da er den Körper bei der Entfernung des überflüssigen Sekrets unterstützt.

Erkältung Dauer:
Eine Erkältung bei Kindern und Babys ist meist harmlos und klingt nach etwa sieben bis zehn Tagen ab. Trockener Husten kann noch eine Weile anhalten, da die Atemwege von der vorangegangenen Entzündung noch gereizt sind.

Erkältung Behandlung:
Es sind keine Medikamente auf dem Markt erhältlich, die die Ursachen der Erkrankung behandeln. Alle Arzneimittel zielen darauf ab, Linderung zu schaffen. Es gibt einiges, was Sie selbst tun können, um Ihrem Kind zu helfen und die Beschwerden zu lindern:
  • Setzen Sie Ihr Kind keinem Tabakrauch aus! Dieser reizt und schädigt die angegriffenen Schleimhäute zusätzlich
  • Sorgen Sie für ausreichend Ruhe und Schlaf. Wenn Ihr Kind lieber spielen möchte, sichern Sie ihm zumindest einen ruhigen Tagesablauf
  • Viel Trinken ist besonders wichtig. Geben Sie Ihrem Kind mindestens jede Stunde Wasser, Saft oder Tee, auch, wenn es eventuell keinen Appetit hat und nichts zu sich nehmen möchte
  • Lassen Sie es nicht oder möglichst nur kurz allein. Ein krankes Kind braucht vor allem die Liebe und Zuwendung seiner Eltern

Wann zum Arzt:
Einen Arzt sollten Sie insbesonders dann aufsuchen, wenn:
  • Symptome auftreten, die nicht zu einer klassischen Erkältung gehören, wie beispielsweise sehr hohes Fieber oder sehr starke, bellende Hustenanfälle
  • die Erkrankung länger als eine Woche dauert, ohne dass sich eine Besserung einstellt
  • Ihr Kind über Schmerzen in der Lunge oder Bauchweh klagt
  • Atemprobleme hat oder teilnahmslos wirkt
  • Ihr Kind nicht mehr genügend trinkt
  • Ihr Baby jünger als ein halbes Jahr ist
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