Anzeige

Finanzielle Mittel für Hütten und Wege reichen nicht aus

Die alpinen Vereine Österreichs wollen die finanzielle Lage, in der sie stecken, nicht mehr einfach so hinnehmen. Sie schlagen Alarm und verlangen eine deutliche Aufstockung der Bundesmittel, die sie für den Erhalt von Hütten und Wegen erhalten. Insgesamt, so fordert es der Alpenverein, sollen die Förderungen von momentanen 1,5 auf vier Millionen Euro ab 2014 angehoben werden, schließlich müssten insgesamt 475 Schutzhütten und 50 000 Kilometer Bergwege erhalten werden. Momentan stehen dem Alpenverein 700 000 Euro für 238 Schutzhütten und 26 000 Kilometer Wege zur Verfügung. Diese Summe reiche jedoch gerade einmal aus, um eine Schutzhütte in Schuss zu halten. Ein Budget von rund zehn Millionen Euro im Jahr sei realistisch, jedoch so nicht in die Tat umzusetzen.

Die Bundesregierung wurde nun deshalb von den alpinen Vereinen dazu aufgefordert, angesichts der Situation die Förderung anzupassen, damit eine nachhaltige Sicherung der alpinen Infrastruktur weiterhin gewährleistet werden kann. Ein öffentliches Umdenken müsse dringend geschehen, damit man weiterhin als Partner für den Tourismus gelten könne. Alpenverein, Naturfreunde, der Verband alpiner Vereine Österreichs und der Österreichische Touristenklub wollen aus diesem Grund dem Bundespräsidenten Heinz Fischer im September eine Petition unter dem Namen „Pro Hütten und Wege“ überreichen. Darin ist von einer Anpassung der Förderung für Schutzhütten und Bergwege die Rede.

Der Grund dafür, dass die Hütten und Wege immer schwieriger in Schuss zu halten sind, liegt auch im Klimawandel. Die Gletscher schmelzen ab, die Permafrostgrenze steigt und die Gefahr von Steinschlägen und Felsstürzen steigt an. Einige Routen sind schon jetzt nicht mehr begehbar und oftmals finden sich nur freiwillige Helfer, die sich darum kümmern, dass die Verbindungen zwischen den Hütten aufrecht erhalten werden können. Wenn die Wege nicht mehr bestehen, dann haben auch die Hütten keine Chance mehr und umgekehrt. Eine Erhöhung der Förderung sei deshalb dringend nötig.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.