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DDR-Geschichte besser aufarbeiten -- Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen soll weiter unterstützt werden

Gedenkstein: Den Opfern kommunistischer Gewaltherrschaft 1945-89,STASI-Zuchthaus Hohenschönhausen.TPD-Foto:Volker Dau
Berlin: Gedenkstätte |

Bundestag beschließt, DDR-Geschichte besser aufzuarbeiten
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen soll weiter unterstützt werden


Der Deutsche Bundestag hat am Freitag (28.06.) beschlossen, die Aufarbeitung der SED-Diktatur zu verstärken.

In einer Entschließung forderten die Abgeordneten die Bundesregierung auf, die bisherigen Maßnahmen auf diesem Gebiet konsequent fortzuführen.

„Die Aufarbeitung bedarf nicht nur des Erhalts des Bestehenden, sondern lebt vielmehr von einem ständigen Wandel. Immer mehr Bürgerrinnen und Bürger besitzen aufgrund ihres jungen Alters keine eigenen Erfahrungen mit der deutschen Teilung mehr“, heißt es in dem Beschluss (DS 17/13698).

Die Abgeordneten begrüßten, dass die Bundesregierung mit einem eigenen Bericht erstmals eine Bestandsaufnahme aller Maßnahmen zur DDR-Aufarbeitung vorgelegt habe.
Sie forderten die Regierung unter anderem auf, die Arbeit des Koordinierenden Zeitzeugenbüros bei der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen weiter zu unterstützen.
„Die Vermittlung von Zeitzeugen der SED-Diktatur an Schulen und andere Bildungseinrichtungen ist ein wichtiges Instrument der politischen Bildung, da sie Unrecht und Verfolgung konkret und anschaulich machen“, so der Beschluss.
Die Abgeordneten sprachen sich auch dafür aus, die Errichtung eines Mahnmals für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft sowie eine Erhöhung der SED-Opferrente zu prüfen.
Der Bundestag beschloss zudem, dass der 23. August entsprechend einer Entschließung des EU-Parlamentes als Europäischer Tag der Erinnerung für die Opfer des Totalitarismus begangen wird.

Der Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, begrüßte den Beschluss des Bundestages. „Die Aufgabe, an das Unrecht in der DDR zu erinnern, wird mit größerem zeitlichem Abstand nicht kleiner, sondern größer. Denn die Zahl der Menschen nimmt zu, die keine eigenen Erinnerungen mehr an diese Zeit haben. Deshalb bedarf es ausreichender staatlicher Unterstützung für diese Arbeit“, betonte der Historiker.
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