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Das Kinderrecht aufs Netz

( HAZ vom 4. Nov. 2017 )
Berlin: Bundestag |

Von Thomas Krüger

(Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 4. Nov. 2017)


Verpassen wir nicht gerade eine Entwicklung ? Wenn wir über den Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen diskutieren, hat das meist einen negativen Einschlag. Von digitaler Verwahrlosung und dem Verlust sozialer Kompetenzen ist die Rede. Welche Folgen es aber haben kann, wenn ein Heranwachsender keinen Zugang zu dieser digitalen Welt hat, wird indes kaum besprochen. Dabei sind sie eklatant.
                    Gemäß der UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder ein Recht auf digitale Teilhabe an unserer Gesellschaft. Denn Bildung wird zunehmend auch über digitale Medien vermittelt. Haben Kinder keine Chance, diese zu nutzen, sind sie gegenüber Altersgenossen mit Zugang zu allen Angeboten im Nachteil. Auch die Vorbereitung auf die moderne Arbeitswelt ist ihnen nicht möglich. Unter dem Aspekt der Chancengleichheit kann eine Gesellschaft dies nicht hinnehmen, sondern muss Bedingungen schaffen, die gleichberechtigten Zugang zur digitalen Welt ermöglichen. Auch das ist eine drängende Aufgabe für die kommende Bundesregierung.
                    Politische Meinungsbildung und Beteiligung an demokratischen Prozessen finden zunehmend im digitalen Raum statt. Wenn wir Demokratie und eine aktive Beteiligung an Gestaltungsprozessen fördern wollen, müssen wir Kinder und Jugendliche in diese Prozesse hineinwachsen lassen. Und schließlich: Kinder können von ihrem Recht auf digitale Beteiligung nur zielgerichtet Gebrauch machen, wenn ihnen die notwendigen Kompetenzen vermittelt werden. Wenn sie um die Risiken wissen, können sie auch in jungen Jahren digitale Medien selbstbestimmt und sicher nutzen.

Thomas Krüger ist Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks.


Mein Kommentar:
Die künftige Bundesregierung ist vorrangig gefragt, den schnellstmöglichen Ausbau eines  deutschen Breitbandnetzes (Glasfaser), von den bayrischen Almen bis zu unseren Halligen, flächendeckend gesetzlich sicherzustellen, und weitgehend zu finanzieren.
Erziehung und Bildung liegen in der Verantwortung der Bundesländer und in der Hand jedes Einzelnen von uns.
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19 Kommentare
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 04.11.2017 | 12:51  
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Barbara S. aus Ebsdorfergrund | 04.11.2017 | 15:50  
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Karl-Heinz Wulf aus Garbsen | 04.11.2017 | 15:53  
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R. S. aus Lehrte | 04.11.2017 | 16:41  
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Karl-Heinz Wulf aus Garbsen | 04.11.2017 | 17:12  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 04.11.2017 | 17:25  
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Francis Bee aus Hannover-Südstadt | 04.11.2017 | 22:22  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 04.11.2017 | 23:51  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 05.11.2017 | 03:42  
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Axel aus Salzburg aus Freilassing | 05.11.2017 | 08:18  
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R. S. aus Lehrte | 05.11.2017 | 11:00  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 05.11.2017 | 11:15  
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R. S. aus Lehrte | 05.11.2017 | 11:24  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 05.11.2017 | 11:33  
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R. S. aus Lehrte | 05.11.2017 | 11:46  
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Axel aus Salzburg aus Freilassing | 05.11.2017 | 13:29  
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R. S. aus Lehrte | 05.11.2017 | 13:40  
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Karl-Heinz Wulf aus Garbsen | 05.11.2017 | 13:41  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 05.11.2017 | 16:05  
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