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Wer kann dann noch Papst sein.?.. Rücktritts Schock

  Berlin: Wir sind Papst | Der Rücktritt des deutschen Papstes Benedikt XVI. überraschte die Welt. Das Kirchenoberhaupt will aus gesundheitlichen Gründen zum 28. Februar aus dem höchsten Amt der katholischen Kirche scheiden. Wie breit das Urteil über Papst Benedikt ist, zeigt die Presseschau: Von scharfer Kritik bis zu großem Lob für seine Arbeit sind alle Meinungen vertreten.

Der „Standard“ aus Wien zollt dem Papst Respekt: „Dass – unabhängig von der Position und vom Alter – jemand sagt, er fühle sich den Anforderungen in einer Spitzenposition nicht mehr gewachsen, weil seine Kräfte nicht mehr ausreichen, ist mutig. (...) Joseph Ratzinger hat von Anfang an deutlich gemacht, dass er das Amt als Bürde, nicht als Würde auffasst. Als Kirchenoberhaupt war er zögerlich, er blieb stets ein Mann der Worte, nicht der Taten. Ihm fehlte das Charisma seines Vorgängers Johannes Paul II.“

Die Wiener Zeitung „Die Presse“ hofft jetzt auf Reformen: „Benedikt XVI. macht den Weg also zumindest für die Chance eines von vielen Katholiken so sehnsüchtig erhofften neuen Anfangs in der katholischen Kirche frei. Er macht den Weg nicht zuletzt auch für eine dringend erforderliche Neuorganisation der vatikanischen Kurie frei, die gerade während der vergangenen Monate von immer unverhüllter geführten Diadochenkämpfen, zuweilen homoerotisch motivierten Intrigen und von Korruption schwer gebeutelt war. (...) Wirklich verstanden hat der zarte Mann in Weiß mit dieser feinen Stimme und dem scharfen Intellekt die Welt offenbar nicht mehr. Und die Welt ihn nicht mehr.“
dpa Ein Klassenfoto aus dem Jahr 1935 der dritten Klasse der Volksschule von Aschau am Inn. Der damals achtjährige Joseph Ratzinger steht in der zweiten Reihe von unten als dritter von links
Lauf der Dinge: Quelle dpa
Brauchte damals schon Hilfe beim Gehen: Der Papst steigt im Freiburger Münster eine Treppe hinab (24. September 2011)
dpa Der Papst stolpert beim Verlassen des Freiburger Konzerthauses am 25. September 2011
Quelle:Die „tageszeitung“ aus Berlin zeigt offen ihre Erleichterung: „Gut, dass dieser Papst weg ist. Denn nichts ist gut. Nicht im Staate Vatikan und schon gar nicht im Rest der Weltkirche. Papst Benedikt XVI. ist es in seinem fast achtjährigen Pontifikat gelungen, die gegen den Katholen aus der deutschen Provinz gehegten Befürchtungen sogar zu übertreffen. An der Aufarbeitung der zahllosen sexuellen Gewaltverbrechen innerhalb seiner eigenen Institution zeigte der Stellvertreter Gottes so wenig Interesse wie an einer Auseinandersetzung mit der faschistoiden Organisation Opus Dei.“

Ganz anders die „Rheinische Post“: „Wer Joseph Ratzinger kennt, weiß, dass er diese Entscheidung überlegt getroffen hat – zum Wohle der Christenheit. (…) Bei seiner Wahl freuten sich die Deutschen: ‚Wir sind Papst!‘ Bei seinem Abschied sollten wir uns dankbar verneigen: ‚Wir waren ein guter Papst.‘“

Papst Benedikt XVI. tritt vom Amt zurück
„Bei seinem Abschied sollten wir uns dankbar verneigen“„ Dieses eine Mal wächst er über sich hinaus“ Papst Benedikt XVI. – Der nette Typ vom Vatikan Rücktritt Benedikt XVI.
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3 Kommentare
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Rolf Struwe aus Essen | 12.02.2013 | 15:03  
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Rolf Struwe aus Essen | 12.02.2013 | 15:06  
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Rolf Struwe aus Essen | 12.02.2013 | 15:15  
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