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Ein Besuch im Interkulturellen Garten Berlin

Berlin ist die Hauptstadt der „interkulturellen Gärten“. Mit über 20 Gärten in verschiedenen Stadtbezirken werden Grünflächen von Menschen unterschiedlicher ethnisch-kultureller Herkunft ökologisch und nachhaltig genutzt. Nach dem Vorbild der New Yorker „Community Gardens“ sollen durch das gemeinsame Anbauen und Pflanzen von individuellen Beeten, Obst und Gemüse, Kräuter und Blumen vorhandene Vorurteile und Berührungsängste gegenüber fremder Kulturen abgebaut werden und freie Flächen für die Bewohner der Stadt gemeinschaftlich nutzbar gemacht werden.

Ein Ort der interkulturellen Begegnung

Die unterschiedlichen Naturoasen sind ideale Orte der Begegnung, weil dort die gemeinsame Natur hautnah erlebt wird und viele Migranten, Flüchtlinge sowie Einheimischen aus kleinbäuerlichen Verhältnissen kommen, so dass sie ihr Wissen hier gut einbringen können. Die interkulturellen Gartengemeinschaften in Berlin bieten Menschen verschiedener Herkunft die Möglichkeit, sich kennenzulernen, gegenseitig zu helfen, gemeinsam zu gärtnern und gestalten sowie voneinander interkulturell zu lernen. In diesen Gärten begegnen sich nicht nur unterschiedlich ethnische Kulturen, auch Menschen aus verschiedenen sozialen Milieus, Lebensformen und Altersgruppen sind Mitglieder der Gartengemeinschaften.
Hier bietet sich beispielswiese Migranten die Möglichkeit, sich selbständig ein kleines Stück der neuen Heimat anzueignen und nach ihren Vorstellungen zu bearbeiten bzw. zu gestalten. Aber auch viele Freundschaften entstehen durch das gemeinsame Anbauen. Aber auch für darüber hinausgehende Aktivitäten und Lernangebote für berufliche Integration sind die interkulturellen Gärten Anknüpfungspunkt. So bieten sich hier vielfältige Möglichkeiten wie Praktika bei Betrieben aus dem Bereich Gartenbau und Umwelt, Erlernen der deutschen Sprache, Aufsuchen und Kontakt zu Bildungseinrichtungen, Öffentlichkeitsarbeit oder Familienbetreuung und vieles mehr.
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