Artbook Berlin
Kunstquartier Bethanien präsentiert die "Artbook"

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Die Artbook Berlin im Kunstquartier Bethanien verwandelt an diesem Wochenende die historischen Räume am Mariannenplatz in ein lebendiges Forum der Buchkunst. Internationale Künstler:innen, Drucker:innen und Verlage präsentieren ihre neuesten Publikationen, Editionen und Unikate und machen die Vielfalt zeitgenössischer Buchgestaltung unmittelbar erfahrbar. Zwischen Radierungen, Lithografien und Siebdrucken entfaltet sich ein Panorama handwerklicher Präzision und künstlerischer Freiheit, das die Grenzen zwischen Literatur, Grafik und bildender Kunst spielerisch überschreitet.

Das Programm reicht von Lesungen und Vorträgen bis hin zu Buchpräsentationen und musikalischen Beiträgen, die den Dialog zwischen Wort und Bild vertiefen. Besucher:innen können nicht nur außergewöhnliche Künstlerbücher entdecken, sondern auch mit den Schaffenden ins Gespräch kommen und Einblicke in ihre Arbeitsprozesse gewinnen. Die Messe ist damit nicht nur ein Marktplatz für bibliophile Kostbarkeiten, sondern auch ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Inspiration.

In der besonderen Atmosphäre des Bethanien, das selbst ein Ort mit reicher Geschichte und kultureller Strahlkraft ist, entsteht ein Spannungsfeld zwischen Tradition und Gegenwart. Die Artbook Berlin zeigt, dass das Künstlerbuch weit mehr ist als ein Medium – es ist ein Experimentierfeld, eine Bühne für Ideen und ein Raum für kollektive Erinnerung.

Anlässlich der diesjährigen Artbook Berlin im Kunstquartier Bethanien erscheint eine Dokumentation, die einen Teil der Ergebnisse der Ausstellung „We will find a solution“ von Asma Ounine, Rainer Wieczorek und Lars Schumacher sichtbar macht. Die Publikation führt die dialogische Struktur der Schau weiter und überträgt sie in die Form des Künstlerbuches: Malerei, Collage, Text und Fotografie treten in Korrespondenz, ergänzen sich und öffnen neue Lesarten.

Wie schon die Ausstellung selbst versteht sich auch die Dokumentation nicht als abgeschlossener Endpunkt, sondern als offener Denkraum. Sie zeigt Prozesse, Fragmente und Begegnungen, die im Kunstraum Reuter entstanden sind, und macht sie für das Publikum der Buchmesse erfahrbar. Damit wird die Idee des kollektiven Arbeitens und Weiterdenkens in den Kontext der Buchkunst getragen – ein Medium, das sich seit jeher durch seine Fähigkeit auszeichnet, Inhalte zu bewahren und zugleich neu zu beleben.

So verbindet die Dokumentation die Energie einer temporären Ausstellung mit der Dauerhaftigkeit des Buches. Sie ist Einladung und Spurensicherung zugleich: ein künstlerisches Zeugnis, das die gemeinsame Suche nach Lösungen festhält und zugleich neue Fragen eröffnet.

Der gemeinnützige Verein „Freundeskreis KUNSTdemokratie für interaktive Kulturprozesse“ e.V. versteht sich als Plattform für künstlerische und gesellschaftliche Debatten. Er fördert Projekte, die Kunst nicht nur als ästhetisches Objekt, sondern als lebendigen Prozess begreifen – als Raum für Austausch, Beteiligung und kollektives Denken. Mit der geplanten Stiftung KUNSTdemokratie möchte der Verein langfristig Strukturen schaffen, die Künstler:innen unterstützen und zugleich neue Formen demokratischer Kulturarbeit erproben.

In diesem Kontext übernimmt der Verein auch die Rolle des Herausgebers: Das Debattenblatt der Stiftung KUNSTdemokratie dient als publizistisches Forum, in dem künstlerische Positionen, theoretische Reflexionen und gesellschaftliche Fragen miteinander ins Gespräch gebracht werden. Die Veröffentlichung des Buches im Rahmen der Artbook Berlin ist somit nicht nur eine Dokumentation, sondern auch ein programmatischer Schritt – ein Zeichen dafür, dass Kunst und Demokratie im Medium des Buches eine gemeinsame Sprache finden können.

Der Verein tritt dabei zugleich als Kurator für interaktive Kunstprozesse auf: Er initiiert Projekte, vermittelt zwischen Künstler:innen und Öffentlichkeit, entwickelt neue Formate und sorgt für die notwendigen Mittel, um diese Ideen zu realisieren. So verbindet er organisatorische Arbeit mit künstlerischer Vision und schafft ein Umfeld, in dem Kunst als demokratischer Prozess erfahrbar wird.

Bürgerreporter:in:

ART PROJECT aus Hannover-Vahrenwald

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