Anzeige

Bürgerkreativität wird sichtbar

Wann? 25.02.2010 18:00 Uhr

Wo? Neues Rathaus, Luitpoldplatz 13, 95444 Bayreuth DEauf Karte anzeigen
Beispiele aus dem Porträtkurs
 
Die Vielfalt der ausgestellten Bilder beeindruckt.
Bayreuth: Neues Rathaus | Soviel Andrang wurde bei einer Vernissage in der Ausstellungshalle im Neuen Rathaus seit langem nicht mehr erlebt: Um die 200 Besucher und Besucherinnen waren der Einladung gefolgt, die erste große Gemeinschaftsausstellung mit Werken aus den Kunst- und Kreativkursen der Bayreuther Volkshochschule zu eröffnen. Fünf Jahre lang hatte der Fachbereich „Kulturelle Bildung“ in der Warteschlange gestanden, denn die Halle ist heiß begehrt und daher stets über Jahre hinaus ausgebucht. Nun konnten sich Kursteilnehmende, Lehrende und Interessierte freuen, dass es endlich so weit war: am Mittwoch, 3. Februar fand um 18 Uhr die Vernissage unter dem Motto „Gemalt, gezeichnet, geklebt, geformt, geklöppelt“ statt. Seitdem werden die Werke präsentiert, die in Mal- und Zeichenkursen unter der Leitung von Peter Coler, Eva-Maria Mayer, Helena Weiß und Armin Friedrich Braun entstanden sind, sowie in Keramikkursen unter der Leitung von August Freymüller und im Klöppelkurs unter der Leitung von Edwin Siegert.
Die Bandbreite des Gezeigten ist überaus groß und vielfältig: Beinahe schon meisterhafte Aquarelle, suggestive Landschaften, lebensnahe Porträts, kreative Bilder in Mischtechniken, ausnehmend schöner geklöppelter Schmuck und aussagefähige Keramiken ringen den Betrachtenden Staunen und Bewunderung ab, bieten schier überbordende Reize fürs Auge.
Auch Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl lobte in seiner Begrüßung die beachtliche Qualität, zu der es Teilnehmer der Volkshochschulkurse bringen, von denen manche bereits auf eigene Ausstellungen verweisen können. Er unterstrich die Bedeutung dieser kulturpädagogischen Arbeit, die dazu beiträgt, dass kreative Ressourcen in der Bevölkerung einen sichtbaren Ausdruck finden. Auch wies er auf die besondere Gabe von Künstlern hin, die neben der Kompetenz zu eigener künstlerischer Arbeit auch die Fähigkeit mitbringen, in anderen Menschen das kreative Potenzial zu entfalten.
Die Fachbereichsleiterin unterstrich die Bedeutung der kulturellen und kreativen Bildung für Schlüsselqualifikationen, Lebenskunst und Lebensqualität. Exemplarisch zeigte sie dies am Fall einer 75jährigen Teilnehmerin auf, die ursprünglich aus gesundheitlichen Gründen mit dem Malen begonnen hatte und inzwischen dreimal pro Woche Kunstkurse der Volkshochschule besucht. Mit verblüffendem Erfolg: die Bilder von Lucyna Banach gehören zu den Sehenswertesten der Ausstellung, sie verblüffen sowohl durch die Vielfalt der Techniken und Themen, als auch durch die erreichte hohe Kunstfertigkeit. Die Vernissage wurde von einem Gitarrenquartett der städtischen Musikschule unter der Leitung von Günter Münch umrahmt: Markus Lautner, Robin Goodwyn, Julius Burghardt und Hans Nerlich brachten mit hörbarer Spielfreude das Quartett D-Dur von Georg Philip Telemann und abschließend die mitreißende „Milonga y Samba Para Seis“ von Hans-Joachim Kaps zu Gehör.

Die Ausstellung in der großen Ausstellungshalle des Neuen Rathauses ist bis zum 25. Februar während der Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.