Anzeige

TSV Sportler Wilfried Matlachowski verbindet Ultra-Trail mit Spendenaktion

Vom 22.-24. Juni 2012 findet im Zugspitzdorf Grainau zum zweiten Mal das Trailrun-Highlight Europas, der SALOMON Zugspitz Ultra-Trail, statt. Das weltbekannte und landschaftlich reizvolle Zugspitzmassiv bildet die Kulisse für einen einzigartigen Berglauf. Die Zugspitze gilt von jeher als eine ganz besondere Herausforderung für Bergsportler. Mit 2.962 Metern der höchste Berg Deutschlands, erleben Gipfelstürmer dort über den Wolken ein atemberaubendes Bergpanorama. Die Strecke führt über eine attraktive Route rund um die Zugspitze. Die Ultra-Trailrunner werden eine Strecke über eine Distanz von 100,0 km und 5420 HM meistern, zusätzlich gibt es einen Supertrail, bei dem 68,8 km mit 3120 HM bezwungen werden.

Triathlet Wilfried Matlachowski vom TSV Barsinghausen will sich dieser besonderen Herausforderung stellen und dabei gleich etwas Gutes tun. Für jeden erlaufenen Kilometer erhält die Wennigser Sophie Scholl-Schule 1,00 €, zur Unterstützung eines Hilfsprojekts zugunsten der sahrauischen Bevölkerung. Seit 1976 ist die ehemalige spanische Kolonie von Marokko besetzt. Ein Großteil der sahrauischen Bevölkerung floh nach Algerien in die Nähe von Tinduf. Dort leben seit dieser Zeit etwa 160.000 Menschen in vier großen Zeltlagern mitten in der Wüste. Sie haben trotz aller Widrigkeiten Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser errichtet. Versorgt mit Wasser (alle 3 Tage) und mit Lebensmitteln (einmal im Monat) werden sie von internationalen Hilfsorganisationen. Seit 1987 unterstützt die Sophie Scholl Gesamtschule / Kooperative Gesamtschule Wennigsen die sahrauischen Kinder in den Lagern mit verschiedenen Aktionen. So werden z. B. von allen Einnahmen, die einzelne Klassen erzielen (z.B. Kaffee- Kuchenverkauf bei Elternsprechtagen, Weihnachtsbasar) 10 Prozent als Spende weitergeleitet. Durch zahlreiche persönliche Kontakte ist sichergestellt, dass das Geld auch wirklich dort ankommt.

Wilfried Matlachowski begann im Dezember letzten Jahres mit der Vorbereitung auf den 100 km langen Zugspitz Ultralauf. Dieser Lauf führt nicht auf die Zugspitze, sondern beginnend und endend von Grainau um das sogenannte Zugspitzmassiv auf deutscher- und österreichischer Seite. Mehrere Anstiege über 2.000 Meter, auch an der Zugspitze, müssen absolviert werden. Auf dieser langen Distanz sind über 400 Trailläufer- u. Läuferinnen bis zu 25 Std. unterwegs. Matlachowski wird versuchen, in 20 Std. zurück in Grainau zu sein.
In einer halbjährlichen Vorbereitung hat er über 2.000 km laufend zurückgelegt. Das aufwändige Trainingsprogramm umfasste 20 lange ruhige Laufeinheiten zwischen 3 und 5 Std. Trainiert wurde oft mit Laufrucksack, der Wettkampf darf nur mit entsprechendem Sicherheitspaket: warme Kleidung, Stirnlampe, Rettungsdecke, Handy(GPS),Getränke, Riegel usw. durchgeführt werden.
Zwei Drittel aller Trainingsläufe fanden im Deister statt, um Höhenmeter zu sammeln. Auch ist Matlachowski die reichlich vorhandenen Mountain-Bike-Trails auf und ab gelaufen, um den Schwierigkeitsgrad beim Laufen zu erhöhen und eine Anpassung an den Wettkampf in Bezug auf Geschicklichkeit und Trittsicherheit zu erzielen. Die Laufeinheiten zw. 1 und 2 Std. wurden mit erhöhtem Tempo, also über Wettkampftempo, absolviert.
Erfahrungen gesammelt wurde bereits im Harz oder den Alpen beim Infernotriathlon, Jungfrau-Marathon oder den Zugspitzextremberglauf, sowie dem Swiss-Alpin K78.
0
1 Kommentar
6.039
Edith Zgrzebski aus Barsinghausen | 14.06.2012 | 18:55  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.