Anzeige

Nur ein Gefühl?

Besinnlichkeit ist ein gerade zu Weihnachten oft erwähnter Gemütszustand mit Gefühlsregungen wie Nachdenklichkeit, Versunkenheit und Beschaulichkeit. Doch auch Vorfreude, Vergnügen und gar Stress sind Bestandteile der Besinnlichkeit, die uns unterschiedlich in unserem Leben begleitet. Man hört sie immer wieder, die Aussage, dass Weihnachten in früheren Zeiten anders, eben schöner und besinnlicher gewesen sei, doch das ist ein Irrglaube. Das Christfest ist die ganzen Jahre das gleiche geblieben, nur die Menschen sind anders, gereift und älter geworden und damit auch die ureigene Sicht auf diese Geburtstagsfeier für Jesu Christi.

Für ein Kind ist die Weihnachtszeit das allergrößte. Täglich wird ein Türchen des Adventskalenders geöffnet und zum Nikolaustag voller Elan die Stiefel des Vaters geputzt. Die eigenen Puschen sind doch arg klein und in Vadders Schlappen passt am meisten hinein. Dann geht es auf Heiligabend zu, die innere Spannung steigt, der Nachwuchs kann es kaum erwarten, und endlich ist die langersehnte Bescherung da. Die Besinnlichkeit eines Kindes sind Wünsche, Träume und die pure Vorfreude. Jahre später ist aus dem Kind ein Jugendlicher und Heranwachsender geworden, ein Rebell, der dem Weihnachtsfest und den dazugehörigen familiären Treffen nichts großes mehr abgewinnen kann. Er trifft sich am späten Abend nach der Bescherung noch mit seinen Freunden und erzählt von den Eindrücken und Geschenken. Für ihn sind die Synonyme für Besinnlichkeit Freundschaft und Geselligkeit.

Als Elternteil muss man zur Advents- und Weihnachtszeit vielen Seiten gerecht werden. Allein Weihnachtsfeiern von Firma und Vereinen, Geschenke besorgen, den Sprössling ruhig halten, seinen Wünschen und denen anderer Angehöriger gerecht werden bedeuten eine Menge Aufregung, aber auch viel Vergnügen. Also sind Kreativität, Stress und Wohlgefühle ein Ausdruck von Besinnlichkeit der Eltern. An den Feiertagen geht es dann mit Kind und Kegel zu den Großeltern, die sich schon seit Wochen auf dieses Treffen vorbereitet haben. Es wird prächtig geschlemmt, das Enkelkind reichlich beschenkt, von der eigenen Kindheit erzählt und man ist voller Hingabe gegenüber seinen Liebsten. Besinnlichkeit erklärt sich hier bei Oma und Opa als Liebe, Stolz und Familienglück.

Letztendlich bedeutet Besinnlichkeit für viele Menschen aber nur inne zuhalten und durchzuatmen, gedankenvoll und feinfühlig zu sein, in sich zu gehen, zu träumen und zu glauben. So wie ich es tue, wenn ich des Abends am Fenster stehe und am winterlichen Nachthimmel nach dem Weihnachtsstern Ausschau halte...
8
Diesen Mitgliedern gefällt das:
8 Kommentare
4.800
Romi Romberg aus Berlin | 07.12.2017 | 14:28  
2.293
Karsten Hein (Calenberger Kobold) aus Barsinghausen | 08.12.2017 | 09:46  
32.279
Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 08.12.2017 | 18:33  
2.293
Karsten Hein (Calenberger Kobold) aus Barsinghausen | 08.12.2017 | 19:39  
32.279
Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 10.12.2017 | 19:03  
32.279
Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 10.12.2017 | 19:03  
2.293
Karsten Hein (Calenberger Kobold) aus Barsinghausen | 12.12.2017 | 07:53  
32.279
Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 13.12.2017 | 14:08  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.