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Wintersportsparte des TSV Barsinghausen auf dem Ruhrradweg

Die Radlergruppe der Wintersportgruppe TSV Barsinghausen
 
Die Räder der Hinrichshütte stehen still
Erkundung der Industriekultur entlang der Ruhr

In diesem Jahr radelten die Mitglieder der Wintersportsparte auf ihrer 32. Deutschlandtour entlang der Ruhr. Diese Route verbindet Industriekultur und Sehenswürdigkeiten aus 150 Jahren Industriegeschichte. Gestartet wurde am Quellgebiet, geendet hat die Tour in der Nähe von Essen an der Villa Hügel, dem ehemaligem Familiensitz der Familie Krupp.
Im oberen Teil der Ruhr ist das Tal noch recht eng. Der Radweg verläuft häufig parallel zur Straße oder auf und ab an den begrenzenden Berghängen. Das erste Etappenziel war die Stadt Arnsberg, gelegen hoch oben in einer Ruhrschleife. Arnsberg ist eine mittelalterliche Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, früher Hauptstadt des Herzogtums Westfalen, heute Sitz einer der fünf Regierungsbezirke von Nordrheinwestfalen.
Nach Arnsberg wird das Ruhrtal breiter und die Radwege führen durch liebliche Talauen. Wenn an den norddeutschen Flussufern die Radler von Schafherden begleitet werden, so sind es entlang der Ruhr Nonnengänse und Schwäne, die zu dieser Jahreszeit ihre Jungen ausführten.
Das nächste Etappenziel war Schwerte. Hier können Radler etwas über die Herstellung von Ketten erfahren, die vielseitig im Bergbau benötigt wurden. Geschmiedet ausgehend von Bandstahl, gebogen zum U und geschlossen zum O. Im angeschlossenen Standesamt können Brautpaare ihren “Bund fürs Leben schmieden“.
In der restaurierten Rohrmeisterei, früher eine Pumpstation für das Trinkwasser der nahen Stadt Dortmund, ist neben einem Restaurant die Schwerter Senfmühle untergebracht. Hier werden Senfe mit vielseitigen Aromen hergestellt, wie zum Beispiel Curry oder auch Honig.
Eine interessante Köstlichkeit für den Gaumen.
Bei herrlichem Wetter ging es weiter nach Hattingen. Auf dieser Strecke liegt das Naherholungsgebiet der nahen Großstädte Dortmund, Witten und Bochum. Der Radweg wird mehrspurig, getrennt nach Skatern und Radfahrern, bei dem Getümmel ist das auch notwendig. Der Radweg führt weiter vorbei an der Zeche Nachtigall, deren Außenanlage mit Grubenlok, Stollen, Loren und Waschkaue an den Klosterstollen in Barsinghausen erinnern.
Schon bei der Einfahrt nach Hattingen wird auf die Henrichshütte hingewiesen, ein ehemaliges Kohlebergwerk und eine Stahlhütte, die einstmals 14.000 Mitarbeiter beschäftigte und wie viele andere Zechen wegen Unwirtschaftlichkeit im Jahr 1989 geschlossen wurde. Heute ist die Zeche ein Industriepark mit einem Hochofen im Zentrum, der mit einem gläsernen Fahrstuhl bis auf 55 m Höhe befahren werden kann.
Die Tour endete am nächsten Tag am Baldeneysee, dem größten Stausee der Ruhr. Nach anfänglich ökologischen Bedenken wurde der Bau doch genehmigt, als der Familie Krupp zugesichert wurde, von der Villa Hügel einen freien Blick auf den See zu haben.
Mit vielen Informationen aus der Geschichte des Ruhrtales endete die viertägige Tour. Müde sind die Spartenmitglieder noch nicht und freuen sich schon auf die Exkursionen im kommenden Jahr.
Siegfried Lehmann
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