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Von Zwergen, goldenen Kegeln und alter Königseiche.

Unterwegs am Lüningsberg, wo einst die Geister kegelten.

An einem Samstag machten sich die Wanderfreunde des Kneipp-Vereins Barsinghausen auf den Weg Richtung Aerzen, um vom Parkplatz Ahorn aus den Ahorn- und Lüningsberg zu umrunden.

Einer Sage nach, gab es im Lüningsberg Geister oder Zwerge, die nachts mit goldenen Kugeln und Kegeln kegelten. Kein Mensch hatte sie je zu sehen bekommen.
Ein armer Weberknecht beschloss, dieser Sache auf den Grund zu gehen und hoffte darauf, eine der goldenen Kugeln zu bekommen, um seine Anna heiraten zu können.
Mutig machte er sich nachts auf den Weg und entdeckte die Zwerge. Ängstlich lugte er durch die Büsche und beobachtete das Treiben. Plötzlich rollte eine der Kugeln direkt auf ihn zu. Rasch ergriff er diese und lief davon.
Die Zwerge entdeckten ihn und nahmen die Verfolgung auf. Mit einem Sprung über einen Bach entkam er den Verfolgern, da sie das Wasser nicht überqueren konnten. Dank dieser Beute konnte er nun eine Familie gründen.

Der Weg führte die Wanderfreunde zunächst stets am Waldrand entlang und bot einen sehr schönen Rundblick über das Humme-Tal. Das frische Grün und die voll erblühten Rapsfelder waren wunderschön anzusehen.Die Landschaft um den Ahornberg war sanft geschwungen , sodass manche Steigung zu bewältigen war. Durch Forstarbeiten entstandene Unwegsamkeiten wurden mit Bravour bewältigt.

Bald war der Kammweg des Lüningsberges erreicht. Von nun an ging es auf einem breiten Forstweg geradewegs bis zum Gasthaus Waldquelle. Nach einer kräftigen Mahlzeit wurde auch das letzte Stück des Weges bewältigt.
Gesäumt von mächtigen Eichen führte der Weg abermals am Waldrand entlang. Plötzlich wurde dieser von einem riesigen alten verdorrten Eichenstamm versperrt und musste umrundet werden. Einem Hinweisschild war zu entnehmen, dass es sich hierbei um die Reste der über 600 Jahre alten Königseiche handelte.

Noch einmal konnten die Wanderfreunde die herrliche Aussicht genießen, ehe sie den Ausgangspunkt am Ahorn erreichten.

Text: Marlies und Heinrich Möbius
Bilder: Marlies Möbius +Karl-Heinz Pfennig
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