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Vom Geisterwald zur „Schönen Aussicht“

Barsinghausen: Schützenhaus Horrido | Die Wochenend-Wandergruppe des Kneippvereins Barsinghausen startete ihre für Mitte November angekündigte Wanderung am Kurpark Bad Nenndorf, wo die in Deutschland einmalige Süntelbuchenallee durchschritten wurde. Auf fast 500 Meter Länge wanderte man unter den am Boden kriechenden, schlangenförmigen Ästen der knochigen Baumveteranen hindurch, die vor knapp 100 Jahren angepflanzt wurden. Alle wie Geister anmutenden Buchen stammen aus den Bucheckern der Süntelbuche bei Raden.

Weiter ging es mit flotten Schritten durch die Kugelspitzahornallee zum Teich im Erlengrund, der aus einem Schlammreservoir entstanden ist. Hier erinnert auch ein Gedenkstein an Victor von Podbielski, der veranlasst hatte, dass die heutige Verbindung des Erlengrundes zwischen Kurpark und Deister entstanden ist. Nach Unterquerung der Autobahn A 2 war man erstaunt, dass nach langer Zeit die Cecilienhöhe wohl bald als Gaststätte ein neues Ausflugsziel sein wird. Ganz in in der Nähe steht auch der Heinrich-Lehmann-Stein, der daran erinnert, dass sich Heinrich Lehmann, der lange Zeit Vorsitzender des Kur- und Verkehrsvereins in Bad Nenndorf war, um die Wegemarkierung in diesem Bereich des Deisters verdient gemacht hat.

Nach einer kurzen Rast an dieser Stelle kam schon bald die Mooshütte in Sicht, wo bereits 1895 Gastronomie betrieben wurde. Ihren Namen hat sie von einer Hütte, die ursprünglich hier gestanden hat und die aus Knüppeln und Moos errichtet war.

Quer durch den noch herbstlich anmutenden Wald ging es zur „Schönen Aussicht“, wo sich ein Fernblick vom Kalischacht in Bokeloh bis zum Gehrdener Berg bot. Nach kurzem Aufstieg war dann schon bald die Bantofer Höhe mit dem heutigen Restaurant Deisteralm erreicht. Vom Waldrand und in der Feldflur wurden die Wanderer mit herrlichen Ausblicken bis Hannover, vom Stemmer Berg bis zum Süllberg belohnt, bevor im Schützenhaus Hohenbostel zum Grünkohlessen eingekehrt wurde.

Nachdem sich die Wanderer herzlich von ihren Gastgebern verabschiedet hatten, war schon bald das Hohenbosteler Tal erreicht. Nach einem leichten Aufstieg zur ehemaligen Gaststätte Walhalla führte die restliche Strecke mit immer wieder schönen Ausblicken zum Naturfreundehaus, wo sich die Wanderer nach einem harmonischen Wandertag voneinander verabschiedeten.

Das Foto zeigt die Wanderer am Schützenhaus Hohenbostel.

Bericht von Wanderführer Günter Höppner
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