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Trommelfeuer, Schatzsuche & ostfriesische Gemütlichkeit – 5 Jahre DRUM-Piraten

"A La La La La Long" - 5 Jahre segeln die DRUM-Piraten auf den Tonwellen der Musik. (11.03.2017) (Foto: Ulrich Voß)
 
Der Schatz mit den edlen weißen Steinen (DRUM-Piraten auf Schatzsuche, 11.03.2017). (Foto: Ulrich Voß)
 
"Teetied" bei den DRUM-Piraten zum 5-jährigen Bestehen (11.03.2017). (Foto: Ulrich Voß)
Barsinghausen: "Arche" (Gemeindehaus Heilig-Kreuz-Kirche) | Bunt kostümierte Kinder eilten mit ihren Eltern kurz vor 12 Uhr zur „Arche“, dem Gemeindehaus der Heilig-Kreuz-Kirche in Kirchdorf. Aus gutem Grund, denn es war am 11. März wieder so weit: Die DRUM-Piraten trafen sich zur monatlichen Probe, die diesmal eine ganz besondere sein sollte, denn die „kleinen Seeräuber auf Trommelkurs“ feierten ihr 5-jähriges Bestehen. Dabei ließen sie nicht nur die Trommelfelle beben, sondern suchten einen Schatz mit edlen weißen Steinen und genossen zusammen eine original ostfriesische „Teetied“.

Trommelfeuer

„Hey Ho, Piraten kommen! – Damit ging’s vor 5 Jahren los und damit starten wir auch in unser heutiges Abenteuer“, so begrüßte „Käpt’n“ Carsten Voß, der zusammen mit Brigitte Schreiber seit Beginn auf der Brücke steht, die bunte Mannschaft. Diese hatte sich für den besonderen Tag fein rausgeputzt und erschien größtenteils im Piraten-Outfit.
Bei den ersten beiden Stücken ließen es die Seeräuber schon ordentlich krachen. Doch dann machte sich die Piratenbande daran, ein neues musikalisches Abenteuer zu bestehen. „Wir suchen nach dem Schatz des alten Long John Silver“, schwor der „Käpt’n“ seine Mannschaft ein. Doch zunächst musste Ausschau nach der Schatzinsel gehalten werden, worauf alle Piraten ihre Hände zu Ferngläsern formten. Dann begann der Spaß, der sich schnell zu einem Ohrwurm, nicht nur für die Kinder entwickelte, denn auch die anwesenden Erwachsenen sangen gerne mit. Diese kannten den Refrain noch aus den 90ern, obwohl das schon „A La La La La Long“ her ist.
Richtig, „Sweat“, der Sommerhit des Jahres 1992 der Band Inner Circle, sollte fortan den Musikschatz der DRUM-Piraten bereichern. Da der englische Originaltext durchaus nicht jugendfrei ist, hatte Carsten Voß im Vorfeld einen deutschen Text geschrieben, der die Handlung des Abenteuerbuch-Klassikers „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson fortführt. Schnell machten die 3-10jährigen Piraten große Fortschritte, umschifften sogar rhythmisch schwierige Passagen ohne große Mühe und sagen den Refrain aus vollen Kehle mit.

Der Schatz mit den edlen weißen Steinen und der Trunk der Friesen

Eile war dabei aber auch geboten, denn noch ein weiteres Abenteuer wartete auf die kleinen Fahrensleute. So holte der „Käpt’n“ eine antik wirkende Schriftrolle hervor und begann einen Brief des Klaus Störtebeker vorzulesen. Darin forderte dieser die Piratenehre der Kleinen heraus, denn sie müssten bei einer Schatzsuche und einer anschließenden Mutprobe beweisen, dass sie würdig seien, sein altes „Knochenkopp-Segel“, das jahrelange Erkennungszeichen der DRUM-Piraten“, weiter zu führen.
Die Motivation der Kleinen hätte nicht größer sein können und so kamen sie dem Versteck des „Schatzes mit den edlen weißen Steinen“ schnell auf die Schliche. Gemeinsam bahnten sie sich daraufhin den Weg in die erste Etage der „Arche“ und fanden nach kurzer Suche eine kleine Schatzkiste. Als diese geöffnet wurde, entdeckten sie tatsächlich, die „edlen weißen Steine“ und eine noch kleinere Schatzkiste, deren Inhalt von ausnahmslos allen Piraten einer Geruchskontrolle unterzogen wurde. Es wurde eifrig geraten, was dies für ein Kraut sei. Doch auch dieses Rätsel wurde gelöst, denn Störtebeker gab im Brief den Hinweis, dass er den „Trunk der Friesen von Druiden bereiten lassen würde“, sollten die Piraten den Kisteninhalt erraten.

Die original ostfriesische Teezeremonie

Somit begaben sie die Piraten wieder „an Deck der Arche“ und machten es sich an der maritim geschmückten Tafel gemütlich. Nun wurde es aber auch Zeit … Teezeit … oder „Teetied“. Es folgte eine kurze Einweisung in eine original ostfriesische Teezeremonie. Denn auch das genaue Einhalten dieser Zeremonie war Teil der „Piratenprüfung“. Schließlich sollte jeder Pirat seinen Körper in ein Schatzversteck verwandeln und mit Hilfe des Friesentrunks einen edlen weißen Stein verstecken, so die Forderung des Störtebeker.
Also versenkte jeder Pirat den „edlen weißen Stein“, oder „Kluntje“ (Kandiszucker) in seiner Tasse. Darauf wurde dann der heiße Tee gegossen und man sollte das Knistern des Kandis hören. Dann bekam jeder einen Löffel voll Sahne, die auf spezielle Art und Weise eingegossen wurde. Es wurde streng darauf geachtet, dass diese am Tassenrand gegen den Uhrzeigersinn eingegossen wurde, schließlich wolle man bei der Teetied „die Zeit anhalten“, so Voß. Das „Wulkje“, die aufsteigende Sahne musste deutlich zu erkennen sein. Außerdem war es streng untersagt, den Tee umzurühren, denn „das sei nur etwas für Landratten“. Der „Kluntje“ dürfe im Anschluss aufgelutscht werden. Zum Tee wurde der gesamten Mannschaft ein eigens gebackener „Rosinenstuten“ gereicht.
In ruhiger, gemütlicher Stimmung genossen die kleinen Piraten sichtlich diese besondere Form des sonst üblichen „Piratenschmauses“. Tatsächlich wirkte die gesamte Mannschaft entschleunigt – die Zeit wurde angehalten. Und es wurde gerne Tee nachgeschenkt, bis fast kein Tropfen mehr übrigblieb. Ebenso blieb kein Krümelchen des Rosinenstutens auf den Tellern.

Alle DRUM-Piraten bestanden also die „Piratenprüfung“ des Klaus Störtebeker und sollten dafür auch ein Andenken erhalten. In stundenlanger Arbeit hatte Ulrich Voß dafür kleine Holzleuchttürme gearbeitet und diese mit diversen Brandgravuren versehen. Jeder Leuchtturm war also ein Unikat. Alle einte nur eine große „5“ in der Mitte …
Fünf Jahre DRUM-Piraten, denen noch viele schöne Jahre mit musikalischen Abenteuern, fröhlichen Kindern und bunten Auftritten folgen mögen.

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Kein Scherz! Am 1. April geht’s weiter an Bord …
und das Mitmachen ist denkbar einfach:

Einmal im Monat sind herzlich alle Kinder von 4 − 12 Jahren eingeladen, die gerne auch als Piraten kostümiert und geschminkt kommen können. Die kleinen Seeräuber legen um 12:00 Uhr ab und machen – je nach Wind – um ca. 13:30 Uhr im Heimathafen wieder fest.
− Ein Neueinstieg ist jederzeit möglich.
− Instrumente sind in begrenzter Zahl vorhanden.

Natürlich stärken sich die Piraten beim gemeinsamen
„Piratenschmaus“.

Die Teilnahme ist kostenlos
um Spenden zum Erhalt der Gruppe wird gebeten.

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Probentermine 2017:
• 01. April
• 29. April
• 20. Mai
• 10. Juni
• 20. August
• 23. September
• 07. Oktober
• 04. November
• 25. November
=> 12:00 - 13:30 Uhr.

(Änderungen vorbehalten!)

weitere Infos: www.drumpiraten-kirchdorf.de
oder telefonisch bei Brigitte Schreiber:
Tel.: (05105) 8 21 41
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