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Flugzeugabsturz im Bereich Nienburg, Übung der Feuerwehrbereitschaft 2 der Region Hannover

Einweisung der Führungskräfte in das Einsatzgebiet
 
Atemschutztrupp geht zur Brandbekämpfung vor
Am frühen Samstag Morgen kam es zu einem Flugunfall im Bereich Nienburg/Langendamm. Eine in Wunstorf gestartete Maschine hat über dem Truppenübungsplatz bereits Teile verloren und ist dann auf die Kaserne gestürzt. Im Bereich der Kaserne ist die Feuerwehr Nienburg im Einsatz. Aufgrund des weitläufigen Einsatzgebietes fordert die Einsatzleitung Unterstützung aus der Region Hannover an.

So die Ausgangslage für die Übung der 2. Feuerwehrbereitschaft der Region Hannover und Kräfte des THW die von einem Team um Brandabschnittsleiter 3, Eric Pahlke, seinem Vorgänger Rudolf Bennecke und Frank Arlt, Ortsbeauftragter des THW Ronnenberg ausgearbeitet wurde.

Nachdem sich alle Kräfte um 6:00 Uhr in Seelze gesammelt hatten, fuhren die 33 Fahrzeuge in Kolonne Richtung Nienburg. Um 9:30 Uhr erreichte Bereitschaftsführer Eberhard Schmidt mit der Führungsstaffel Langendamm und bekam von der Einsatzleitung einen Einsatzabschnitt zugewiesen. Der Einsatzleitwagen stellte seine Betriebsbereitschaft her und die Führungskräfte wurden in die Lage vor Ort eingewiesen.

Der 1. Zug (Brandbekämpfung, mit Zugführer Eckhard Würsig) wurde im Abschnitt 1 eingesetzt. Mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten gingen vor um Brände in 2 Häusern zu löschen und die Personen zu retten. Parallel dazu wurde ein Besatzungsmitglied des abgestürzten Flugzeugs in einem Baum hängend entdeckt und mußte mittels einer Leiter und Abseilgerät gerettet werden. Ein Gebäude war infolge des Brandes einsturzgefährdet. Hier kamen die Helfer des THW Ronnenberg zum Einsatz. Das Haus mußte aufwändig abgestützt werden. Hierbei kam auch der Rüstwagen der Feuerwehr Kirchdorf zum Einsatz. Im Zuge dieser Arbeiten simulierten die THW Helfer einen Unfall mit einer Motorsäge. Die verletzte Person wurde durch einen Rettungsassistenten der Feuerwehr Barsinghausen erstversorgt. Durch den 3. Zug (Wasserversorgung, Zugführer Uwe Etzrodt) wurden eine 1700m und eine lange Schlauchleitung von einem Löschwasserbrunnen über Waldwege zum Einsatzort verlegt. Eine weitere von ca 600m länge wurde von einem Löschwasserteich aus verlegt. Hier kamen die Schlauchwagen der Feuerwehr Seelze und der Feuerwehr Technischen Zentrale Ronnenberg zum Einsatz. Somit konnte auch mit der Brandbekämpfung im angrenzenden Waldgebiet begonnen werden. Nach Abschluß der Massnahmen mußte dann noch ein weiteres Waldgebiet nach dem zweiten vermißten Piloten abgesucht werden. Dieser konnte nach knapp 45 Minuten gefunden und gerettet werden.

Der 2. Zug stellte nach Erkundung durch den Zugführer Udo Reiche in seinem Abschnitt zunächst Gasgeruch fest. Von einem Trupp unter Atemschutz konnte dann mit einem Messgerät eine beschädigte Gasleitung gefunden werden, die sich auch noch entzündete. Es wurde ein umfangreicher Löschangriff aufgebaut und der Energieversorger verständigt um die Gasleitung abzudichten. Beim weiteren Absuchen des Geländes wurde eine verschüttete Person gefunden, die ausgegraben werden mußte. Während dieser Arbeiten meldete ein Helfer ein Feuer in einem Gebäude in der Nähe. Sofort setzte der Zugführer hier seine Tanklöschfahrzeuge und mehrere Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung ein.

Der 4. Zug unter Leitung von Werner Brandes stellte die Versorgung sicher. Bereits auf der Anfahrt erhielten die knapp 120 Beteiligten Brötchen, Kaffee und heiße Brühe bei einem Zwischenstop in Rehburg. Nach Abschluß der Übung gab es aus der Feldküche von Otto Thüler und seinem Team Nudeln mit Gulasch. Aufgrund des einsetzenden Regens bauten die Helfer in kürzester Zeit noch 2 Zelte auf, damit die Kameraden im Trockenen Essen konnten.

Die 16 Helfer des THW Ortsverbandes Ronnenberg waren mit 4 Fahrzeugen beteiligt. Sie wurden zur Abstützung des einsturzgefährdeten Gebäudes eingesetzt. Mit dem Radlader wurde Abstützmaterial transportiert und bei der Rettung der verschütteten Person geholfen. Helfer der Fachgruppe Ortung unterstützten bei der Suche nach dem zweiten Piloten. Eingesetzt waren Helfer der Fachgruppen Bergung, Räumen und Ortung.

Zum Abschluß dankte Brandaschnittsleiter Eberhard Schmidt den Teilnehmern und dem Vorbereitungsteam für ihre hervorragende Leistung. Gemeinsam ging es dann zurück nach Ronnenberg, wo die Fahrzeuge an der Feuerwehr Technischen Zentrale wieder einsatzbereit gemacht wurden.

Die Region Hannover ist in 5 Brandschutzabschnitte aufgeteilt. Jeder dieser Bereiche hat einen Abschnittsleiter und eine eigene Feuerwehrbereitschaft, die bei größeren Schadenstellen auch ausserhalb der Region eingesetzt werden kann. Die 2. Regionsfeuerwehrbereitschaft wird von Eberhard Schmidt, Brandabschnittsleiter 2 geführt. Ihr gehören Feuerwehren aus den Städten Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg, Seelze und der Gemeinde Wennigsen an.

Henk Bison, Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Stadtfeuerwehr Barsinghausen
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