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HARZ: WANDERUNG vom SCHLOSSPARK BALLENSTEDT

der Goldene Löwe im Schlosspark (Archivbild)
 
Schlosspark mit Schloss Ballenstedt (Archivbild)
Ballenstedt: Amtmanntal | Die Wälder um die ehemalige Residenzstadt Ballenstedt im Ostharz hatten wir für uns für eine Wanderung ausgewählt. Zu großen Teilen fand die Wanderung im FFH - Gebiet Burgeroth und Laubwälder bei Ballenstedt statt. Das bedeutete für uns, meinen Freund und ich, dass wir keinesfalls die ausgeschilderten Wege im Naturschutzgebiet verlassen durften. Der Schlosspark Ballenstedt ist nur zu einem Teil mit einer Mauer umschlossen. So verläuft der Übergang im südwestlichem Bereich des Schlossparks von einer Parklandschaft zu einen Wald fließend. Über den westlichen Eingang gelangten wir in den Schlosspark von Ballenstedt. Am Eingangstor  beginnt eine Linden - Allee. Sie führt geradezu auf das, auf einer Anhöhe befindliche, Schloss der früheren Anhaltinischen Fürsten.
Amtmannweg, Glockenteich, Röhrkopfschanze, Röhrteich
Auf dem Amtmannweg, der in südlicher Richtung verläuft, kamen wir am Schlossteich und dem sich anschließenden Glockenteich vorbei. Pünktlich zum 1. Mai hatten fast alle Sträucher und Laubbäume ihr grünes Kleid angelegt. Bald erreichten wir, nachdem wir den Amtmannweg  kurz verlassen hatten, die Röhrkopfschanze. Der Zustand der Mattensprungschanze deutet daraufhin, dass die Schanze schon  längere Zeit nicht mehr benutzt wurde. Etwas später kamen wir, auf unserer Wanderung, an dem fast zugewachsenen und ausgetrockneten Röhrteich vorbei. Dieser Teich wurde angelegt, um die Fontänen im Schlosspark mit Wasser zu versorgen. Durch Holz - Röhren wurde das Wasser, bei sehr geringen Gefälle, zu einen weiteren Teich, der sich oberhalb des Schlossparks befand, weiter geleitet. So war es früher möglich gewesen auf Pumpen zum Betreiben der Fontänen zu verzichten.
Großer und Kleiner Siebersteinsteich
Bald erreichten wir die, von Ballenstedt nach Mägdesprung führende, Alexanderstraße (B185). Sie stellt eine Art Kammweg zwischen den Amtmanntal und den Siebersteinstal dar. Nach der  Überquerung der Alexanderstraße, nahmen wir den Musikantenstieg um in das Siebersteinstal zu gelangen. Wir wanderten talabwärts weiter, bis wir am Großen Sieberstensteich ankamen. Hier am Damm,  des  als Angelteich und und als Hochwasserschutzbecken genutzten Teiches, legten wir eine Pause ein. Dieser Teich wurde im Gegensatz zu den meisten Harzteichen, die den Bergbau dienten, 1793 als Fischteich angelegt. Später versorgte er die Stadt Ballenstedt mit Trinkwasser. Nach unserer Pause wanderten wir bis zum Kleinen Siebersteinsteich weiter.
Hubertushöhe, Buttlars Grab, Arboretum
Dort angekommen, verließen wir am Kleinem Siebersteinsteich das Siebersteinstal um hinauf zur Hubertushöhe zu gelangen. Von dort hat man, wenn die Bäume ihr Laub abgeworfen hatten, einen schönen Blick auf den Kleinen Siebersteinsteich. Über einhundert Jahre lang stand an dieser Stelle  zusammen mit einer Schutzhütte. ein Aussichtsturm. Leider erinnert nur eine Informationstafel über diese vergangene Zeit. Auch die schöne Allee ,die dorthin führte, kann man kaum mehr erkennen. Bis zur Alexanderstraße waren es nur ein paar hundert Meter. An der Stelle, wo die als  Kreipe bekannte alte Landstraße auf die im 20. Jahrhundert errichtete Alexanderstraße trifft. überquerten wir die B185. Einen kurzen Halt machten wir an Buttlars Grab. Die Grabstelle der 1810 gestorbenen Ballenstedter Hofdame Wilhelmine von Buttlar liegt mitten im Wald. Von dort aus ging es wieder steil hinunter ins Amtmanntal. Kaum dort angekommen, verließen wir schon wieder den Amtmannweg  um hinauf zur Stempelstelle der Harzer Wandernadel am Arboretum zu gehen. Dort wurden schon im 18. Jahrhundert ausländische Waldbäume  zu Versuchszwecken angepflanzt. Über den Schlosspark wanderten wir zurück zum Parkplatz. Nach gut 12 km endete die Wanderung, bei recht kühlen Wetter und teilweisen Nieselregen, am Auto.
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Günther Gramer aus Duisburg | 07.05.2020 | 19:31  
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