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Eine echte Hexe in Bad Wildungens Altstadt?

Bad Wildungen: Moritz' Fachwerkhaus | Eine Hexe in Bad Wildungens Altstadt!

Nur leise flüsternd erzählt man sich die wahre Begebenheit: In einem der ältesten Häuser der nordhessischen K



leinstadt Bad Wildungen betrieb die Verstoßene über Jahre hinweg eine Pension – das damit älteste Gästehaus. Nachbarinnen hatten ihr den Erfolg geneidet und sie angeschwärzt. Und so starb die arme Frau nach Kerker im „Roten Hahn“ schließlich an den Folgen der Folter. Die Geschichte können Besucher sogar lesen, denn sie ziert das Schaufenster des wohl meistfotografierten Hauses der Altstadt. 
Bekannt aus dem "Städtetrip" des HR Fernsehen ist hier viel zu entdecken:
Wohl dem Spätbarock zuzuordnen, präsentiert sich das viergeschossige Gebäude aus dem Jahr 1601 reichlich verziert mit geschnitzten Tauen um Glück zu binden, Feuerzähnen und Feuerböcken um Blitz und Feuer fern zu halten.
2013 hat es Ingo Fromm gekauft und zusammen mit seiner Gefährtin seitdem aufwendig renoviert und umgebaut.
„Wir beachten dabei die Vorschriften des Denkmalschutzes“, so Fromm, „denn immerhin besteht für das eingetragene Kulturgut der Denkmalschutz zu 100%.“
„Wir lieben das alte Haus“, so der Hausherr weiter. Stück für Stück lassen wir im Inneren die alte Struktur wieder zum Vorschein treten.“
So zeigt sich der Hauseingang im Biedermeierstil und wenn Besucher in den ersten Stock kommen gar ein Burgeingang, eingefasst in Jahrhunderte alte Tragbalken, die die Hausherren auf dem Dachboden fanden. Geschickt ist das hölzerne Treppenhaus in den 370 qm umfassenden Wohnbereich integriert worden. In der Belle Étage, dem Wohnbereich der im ursprünglichen Hausbesitzer des 17. Jahrhunderts findet sich ein Lese- und Ruhebereich, der zum Verweilen einlädt. „Raum, um die Seele baumeln zu lassen, sagt Ingo Fromm, „denn nach einem arbeitsreichen Alltag sitzen wir hier öfter und unterhalten uns bei einem guten Glas Wein.“
Das alte Gebälk hat viel zu erzählen: Wiedertäufer wohnten hier, Herzoginnen und auch normale Leute beherbergte es. Und den 30jährigen Krieg wie auch alle folgenden Auseinandersetzungen hast es nahezu unbeschadet überstanden.
Im Juni dieses Jahres haben sich Ingo Fromm und seine Partnerin dann entschlossen, in die ehemaligen Ladenräume im Erdgeschoss ein Bistro einzubauen. Auch hier findet sich eine gelungene Kombination aus der Gemütlichkeit vergangener Jahrhunderte und stilvollem Ambiente. „Wir renovieren weiter sagt“ Ingo Fromm, „denn wir lieben das Haus mit all seinen Eigenarten – und es liebt uns.“
Kommen sie am Tag des offenen Denkmals nach Bad Wildungen – und sehen sie sich das älteste Gästehaus der Stadt von innen an. Jede Menge Geschichten wissen Hausherr und Partnerin darüber zu erzählen.
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Heike O. aus Bad Wildungen | 22.11.2017 | 17:47  
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