787b. Newsletter Südharzstrecke - Verbindungen Nordharz – Bremen waren aus dem Fahrplan verschwunden - Anbindung des Nordharzes an Bremen und die Nordseeküste massiv verschlechtert

 

Verbindungen Nordharz – Bremen waren aus dem Fahrplan verschwunden - Anbindung des Nordharzes an Bremen und die Nordseeküste massiv verschlechtert

(Stand 15.07.2021)

Von wegen „Bessere Anbindung des Harzes liegt uns sehr am Herzen“ und anderer Beschwörungen von Seiten der Politik, der Aufgabenträger des Nahverkehrs und der Deutschen Bahn – Das Gegenteil ist der Fall.
Nach dem Südharz, der quasi schon traditionell keine brauchbaren Verbindungen nach Bremen und der Nordseeküste aufweist, wenn man nicht auf einen ICE oder IC ausweicht, wurde nun, sozusagen über Nacht und klammheimlich, auch die Verbindung des Nordharzes mit diesen Regionen gekappt und damit das Reisen mit dem „Niedersachsen-Ticket“ oder dem „Niedersachsen-Tarif“ in den und aus dem Harz ein weiteres Mal unattraktiver gemacht.
Aufgrund von Bauarbeiten bis zum 14.07.2021 mussten seit einiger Zeit die ErixX-Triebwagen, die stündlich zwischen Hannover und Bad Harzburg pendeln, auf Geheiß der Aufgabenträger zusätzlich in Emmerke und in Barnten halten. Hierdurch verlängerten sich die Fahrzeiten um 3 bis 4 Minuten.
Kleine Ursache, große Wirkung: Da in Hannover Hbf nunmehr in Richtung Bremen nur noch 7 statt 10 Umsteigeminuten zur Verfügung stehen, wurden alle bisherigen stündlichen Verbindungen mittels RE nach Bremen und zweistündlich weiter nach Bremerhaven bzw. Oldenburg – Emden – Norddeich aus dem Bahncomputer gelöscht.
Es gibt sie zwar noch, aber offiziell sind sie nicht mehr da. Auch im Falle von Verspätungen guckt man naturgemäß in die Röhre und hat selbstredend auch keinen Anspruch mehr auf eine Entschädigung.
Reisenden wird nun ein Aufenthalt von 1 Stunde 7 Minuten in Hannover Hbf oder aber eben die Nutzung eines IC oder ICE empfohlen. Sehr praktisch für die Kassen der DB AG, unpraktisch hingegen, wenn man ein „Niedersachsen-Ticket“ hat, welches hier natürlich nicht gilt.
Wir sehen an diesem Beispiel, was all das Gerede von besserer Anbindung des Harzes wert ist: Nichts.
Für einige Wochen wurden in touristisch interessanter Zeit Anschlüsse gekappt, ohne Kompensation anzubieten. Man hätte, zum Beispiel, für Reisen nach Bremen den IC Hannover - Bremen für Reisende aus dem Harz freigeben können oder ähnliches.
Und wir sehen erneut, dass aus dem Harz nichts anderes hilft als massiver Widerstand gegen eine solche Verkehrspolitik. Wenn wir nicht heute und morgen gegen dieses permanente Abhängen vorgehen, werden wir unser blaues Wunder erleben. Der RE10 war nun zu einem verbummelten Nahverkehrszug verkommen. Hannover – Seesen über Goslar, das konnten wir nun auch vergessen, da der RE10 später in Goslar eintrifft. In Ringelheim hat er ja schon lange keine Anschlüsse mehr.
Es ist eben so, dass die einen nicht wissen, was die anderen tun, und keiner darüber nachdenkt, was er da anrichtet. Ist doch nicht so schlimm, dann lassen wir während der Bauarbeiten den RE10 eben in Barnten und Emmerke halten - ach, da gehen andere Anschlüsse kaputt? Haben wir gar nicht gesehen...
Und so weiter, und so weiter – EIN HARZ und andere Interessengruppen müssen hier noch viel massiver auftreten, um weiteres Unheil zu verhindern“ erläutert Michael Reinboth von der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“.
Die Verbindung mit ICE und IC nach Bremen hat nämlich weitere Nachteile: Probleme bei der Fahrradmitnahme, Bremerhaven grundsätzlich nur noch mit zweimaligem Umstieg erreichbar… Aber das kümmert diejenigen, welche Halte in Emmerke und Barnten erzwungen haben, nicht. Sie haben ja nicht den Harz im Sinn. Der muss sich selber helfen.

Michael Reinboth

Viele Grüße

Burkhard Breme
Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz"
37431 Bad Lauterberg

E-Mail: burkhard.breme@suedharzstrecke.de
Internet: http://www.suedharzstrecke.de
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