780. Newsletter Südharzstrecke - Winterspecial - Winterchaos: Initiative schrieb an Eisenbahnbundesamt (EBA) und Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) - Zuschriften an Initiative

       

Nachlese zum Winterchaos: Initiative schrieb an Eisenbahnbundesamt (EBA) und Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) - Zuschriften an Initiative zum Winterchaos

(Stand 25.02.2021)




Hallo liebe Eisenbahn-, ÖPNV- und SPNV-Interessierte!

Schreiben an das Eisenbahnbundesamt 15.02.2021 

Eisenbahn-Bundesamt
Außenstelle
Herschelstraße 3
30159 Hannover


Beschwerde über Schlechtleistung der DB Netz im ehemaligen Harz-Weser-Netz

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit legen wir ihnen als Aufsichtsbehörde über den Bahnbetrieb in Niedersachsen eine Beschwerde über die Schlechtleistung der DB Netz in der Region zwischen Braunschweig, Goslar und Göttingen, also dem ehemaligen „Harz-Weser-Netz“, in der Zeit vom 07.02. bis zum 15.02.2021 vor und bitten Sie, den Ursachen nachzugehen und DB Netz zur nachhaltigen Verbesserung des für uns Kunden unerträglichen Zustands zu bewegen.

Am Samstag (06.02.) setzten abends Schneefälle ein, die, anfangs gepaart mit starken Ostwinden, bis Montagabend (08.02.) anhielten. Die Schneehöhen bewegten sich zwischen 60 und 80 cm, also an sich für den Bahnbetrieb erträglichen Höhen, allerdings traten stellenweise Verwehungen ein. Ab Montag sanken dann die Temperaturen auf bis zu minus 20 Grad ab, der Schneefall allerdings hörte auf und hat bis heute (14.2.) nicht wieder eingesetzt.

Bereits am Sonntag wurde der Zugverkehr im Harz-Weser-Netz eingestellt. Hierfür und für die weitere Einstellung am Montag, ggf. bis zum Morgen des Dienstags, kann man durchaus Verständnis aufbringen, wenngleich solche Betriebsverhältnisse früher bei der Bahn allenfalls zu Verspätungen und gelegentlichen Ausfällen, keinesfalls aber zum Stillstand eines ganzen Netzes mit mehreren hundert Kilometern Länge geführt haben. Aber die Bahn ist leider zu einem Schönwetter-Unternehmen verkommen, bei dem jeder Ast und jede Schneeflocke auf den Gleisen stört. Zudem scheint es mit der viel gepriesenen Infrastruktur (beheizte Weichen allenthalben, an strategisch wichtigen Punkten aufgestellte Räumtrupps usw.) nicht allzu weit her zu sein.

Keinerlei Verständnis haben wir dafür, dass es bis zum Abend des Donnerstags brauchte, um wenigstens auf einer einzigen Strecke (Northeim – Nordhausen) den Zugverkehr wieder aufzunehmen, wobei dieser am Freitag, Samstag und heute weiterhin durch eingefrorene Weichen behindert wurde (und wohl weiter wird) und erst ab 11 Uhr leidlich regelmäßig lief. Die Verlängerungen nach und von Göttingen entfielen weiterhin, wer dorthin wollte, musste in Northeim 30 Minuten auf den „Metronom“ warten, der wiederum wegen eingefrorener Weichen und um geleiteter ICE auf der Leinetalstrecke nicht pünktlich war. Es folgten Braunschweig – Salzgitter-Bad und schließlich Hildesheim – Bad Harzburg. Alle anderen Strecken waren bis Montag (!) nicht wieder am Netz, obwohl sie nach eigener Darstellung der DB Netz geräumt wurden. Nun fehlte angeblich das Personal, um bei Störungen (mit denen man offenbar reichlich rechnet) eingreifen zu können. Deswegen waren DB Regio, Erixx und Nordwestbahn weiterhin zum Stillstand verdonnert, Ausgang ungewiss.

Es zeigt sich, dass DB Netz in keiner Weise auf einen „normalen“ Winter mit Schneefall und Frost vorbereitet ist. Es gibt zu wenig Personal, kaum Räumgerät, Pflüge und Fräsen müssen erst von irgendwo her organisiert werden. Verträge mit Dritten (Baubetriebe im Schlechtwetterzustand u.a.m.) wurden und werden offenbar nicht mehr abgeschlossen. Solche Trupps standen früher an vielen Bahnhöfen bereit, um bei Dauerschneefall Weichen freizuhalten, Bahnsteige zu fegen und so weiter. Dass ein ganzes Netz über Tage hinweg außer Betrieb ist, nimmt man offenbar bei DB Netz billigend in Kauf.

Wir erheben hiermit den Vorwurf eines groben Organisationsverschuldens seitens der leitenden Mitarbeiter der DB Netz in unserer Region, hierzu aber wohl veranlasst durch die auf gute Zahlen erpichte Zentrale dieses DB-Unternehmens. Wissentlich hat man auf eine korrekte und ausreichende Wintervorbereitung verzichtet und es lieber „darauf ankommen lassen“ – was einige Jahre lang gutgeht, dann aber nicht mehr.

Auf den nicht betriebenen Strecken hat es einzig die Nordwestbahn geschafft, ab Freitag einen leidlich verlässlichen SEV mit Bus auf die Beine zu stellen und diesen auch zu publizieren. Erixx hat einen SEV zwischen Braunschweig und Vienenburg organisiert, allerdings ohne Angabe von Fahrzeiten. DB Regio hat sich der Konzernschwester angeglichen und verwies auf Bus-Notverkehre, nannte aber weder Fahrzeiten noch Taktung, was im Endeffekt dazu führte, dass sich niemand aufgrund dieser vagen Hinweise zum Bahnhof begab.

Das Verhalten von DB Netz wird mit heroischen Filmchen im konzerneigenen Internet-Auftritt verklärt, was stark an das DDR-Fernsehen und die Bilder beim „Kampf um die Braunkohle“ oder ähnlichem erinnert. Was bei uns diesbezüglich hängenbleibt, ist die Frage, wieso nicht das gesamte Personal der Pressestellen und die Filmemacher zum Schneeräumen herangezogen worden sind – auf den Räumfahrzeugen mitgefahren sind sie ja! Für solche Dekoration ist Geld vorhanden, für die Sicherstellung des Zugbetriebs aber nicht.

Das Verhalten von DB Netz führt aber, um auf die Langfristfolgen einzugehen, dazu, dass die Kunden im Harz-Weser-Netz der Eisenbahn scharenweise den Rücken kehren, ihre Abos kündigen und auf die Straße abwandern. Sie zu verlieren, war eine Sache weniger Tage. Sie wieder zu gewinnen, wird Jahre dauern. Insoweit hat DB Netz mittelbar dem System Eisenbahn massiven Schaden zugefügt.

Eine Eisenbahn, das war jedenfalls „früher“ das Motto, fährt immer und bei jedem Wetter. Die DB fährt im Sommer nicht, weil die Klimaanlagen ausfallen (was nicht an DB Netz liegt), im Herbst nicht, weil Bäume auf den Gleisen liegen (was sehr wohl an DB Netz und dem Unvermögen liegt, Strecken anständig freizuschneiden) und im Winter nicht, weil es schneit oder die Temperatur unter null Grad sinkt. Im Frühjahr geht es noch, aber in diesem Frühjahr läuft nun wieder die GDL zur Hochform auf und wird die letzten verbliebenen Kunden in die Autos jagen.

Wir setzen uns seit Jahrzehnten dafür ein, dass die Eisenbahn endlich wieder den Stellenwert erhält, der ihr im Verkehrssystem der Bundesrepublik zusteht und den sie u.a. aus Gründen des Klimaschutzes und der Verkehrswende auch haben muss. Wir müssen erkennen, dass diese Zielsetzung immer wieder am völligen Unvermögen des Unternehmens Deutsche Bahn AG und ihrer Konzerntöchter scheitert. Die bewährte Organisation des „Harz-Weser-Netzes“ wurde von irgendeinem neuen Besen, der mal kehren wollte, mutwillig zerschlagen. Das Resultat solchen Bemühens sehen wir jetzt: Nichts geht mehr, die Ressourcen sind in alle Winde zerstreut und keiner weiß, wo die Schlüssel für die Schneeräumgeräte und anderes mehr liegen. Selbst Heizöl für die wenigen vorhandenen Weichenheizungen wird vergessen zu bestellen – nun kann das Lieferauto wegen hoher Schneelage nicht mehr zu den Heizhäuschen hinfahren…

Sehr geehrte Damen und Herren, sie setzen sich mit ganz anderem Aufgabenzuschnitt als wir, aber doch ebenso für die Bahn als Verkehrsmittel ein. Deswegen richten wir aus Anlass der Organisationskatastrophe bei DB Netz die Bitte an Sie, sich ein Bild der Lage zu verschaffen, die Mängel und Versäumnisse bei DB Netz aufzudecken (ihnen wird man anders als uns den Datenzugang nicht verwehren können) und die Verantwortlichen dort zu massiven Investitionen in Weichenheizungen, Räumgerät und Räumpersonal zu veranlassen.

Wir würden uns freuen, von Ihnen über Fortschritte in dieser Angelegenheit zu hören. Als kleinen Nachweis unseres ansonsten durchaus konstruktiven Bemühens füge ich zwei „Harz-Kursbücher“ bei. Bis auf weiteres dürfen Sie aber nur die dort angegebenen Busverbindungen als wirklich zuverlässig ansehen – der Busverkehr wurde, beginnend mit Mittwoch, wieder hochgefahren, die Züge fahren immer noch nicht.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Michael Reinboth

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Schreiben an die Landesnahverkehrsgesellschaft 15.02.2021 

Frau
Carmen Schwabl
Geschäftsführerin
Landesnahverkehrsgesellschaft
Kurt-Schumacher-Straße 5
30159 Hannover


Nach Schneefall mehr als eine Woche lang kein Zugverkehr im Harz-Weser-Netz

Sehr geehrte Frau Schwabl,

es ist sehr bedauerlich, dass wir uns immer dann an die LNVG wenden müssen, wenn etwas nicht läuft. Seien Sie versichert: Auch uns wäre es andersherum wesentlich lieber. Gern hätten wir die Fortschritte im Fahrplan wie den sonntäglichen Stundentakt zwischen Seesen und Herzberg in den Vordergrund gestellt. Doch immer wieder machen uns katastrophale Mängel bei der Bahn einen Strich durch die Rechnung. Nach einer Woche extremer Schlechtleistungen durch DB Netz werden wir von vielen gefragt, wieso wir uns noch für die Bahn einsetzen würden, bei der doch nichts klappt.

Der Schneefall in Südniedersachsen war gewiss nicht unerheblich, aber – jedenfalls was den Südharz betrifft – keineswegs schlimmer als in früheren Wintern, die allerdings länger zurückliegen. Auch die Minustemperaturen sind bis heute beachtlich, aber auch sie übersteigen ein früher durchaus übliches Maß keineswegs. Der Unterschied zu früheren Wintern ist allerdings der, dass „damals“ die Züge immer fuhren, während wir gut eine Woche lang mit einem Netz konfrontiert waren, in dem 5 Tage nach Beginn und 4 Tage nach Ende des Schneefalls auf gerade einmal zwei Strecken wieder Züge fuhren, von denen nur eine (Northeim – Nordhausen) eine gewisse Länge aufweist, aber auch nicht vollständig betrieben wurde, da die Züge sämtlich in Northeim begannen und endeten und nicht bis Göttingen oder Bodenfelde durchfuhren. Die andere war das kurze Stück zwischen Braunschweig und Salzgitter-Bad. Die dritte betriebsfähige Strecke von Salzderhelden nach Einbeck Mitte fällt in die Zuständigkeit der Ilmebahn (und war vielleicht gerade deswegen betriebsbereit). Von den nicht von DB Regio befahrenen Linien ging auch nur die Strecke Hildesheim – Bad Harzburg am Freitag mit Ach und Krach wieder in Betrieb.

Der „Wintereinbruch“ im Februar traf auf eine DB Netz, die in keinem einzigen Punkt vorbereitet war, auch wenn die Pressestelle regelmäßig anderes behauptet. Die Räumarbeiten begannen am Donnerstag, also geschlagene drei Tage nach Ende der Schneefälle, und wurden recht gemütlich Strecke für Strecke durchgeführt mit dem Ergebnis, dass man bis heute noch nicht fertig ist. Weichen sind eben nicht beheizt, sonst würden sie nicht allesamt zufrieren. Dort, wo eine Heizung vorhanden ist (wie in Walkenried), wurde – nicht zum ersten Mal – das nötige Heizöl nicht rechtzeitig beschafft. Räumtrupps standen nur in unzureichender Anzahl zur Verfügung. Wortreich wird erklärt, dass bei zugeschneiten Weichen die Heizung nicht mehr hilft – wie wäre es also damit, bei erkennbarer Wetterprognose Weichenräumtrupps wenigstens an strategisch wichtigen Stationen zu positionieren, wie das früher – u.a. durch Rekrutierung von Maurern, Tiefbauleuten usw., die in dieser Zeit nicht arbeiten können – üblich war? Auch DB Station & Service hatte es mit dem Räumen der Bahnhöfe und Bahnsteige nicht wirklich eilig. Beräumte Strecken wurden gleichwohl über Tage hinweg nicht freigegeben, weil, so DB Netz gegenüber „Erixx“ und der Nordwestbahn, das nötige Personal für die Behebung von Störungen fehlen würde. Da lässt man lieber mehrere Tage lang eine betriebsfähige Strecke wie Göttingen – Ottbergen ohne Zugverkehr.

Solch kapitale Fehlleistungen eines Infrastrukturunternehmens, dass sich zugleich noch auf ein hohes monopolistisches Ross schwingt und Rückfragen nach dem „Warum“ nicht gestattet, haben wir noch nie erlebt. Am Sonntag, 14.2., „beschied“ man uns, dass wir doch bitte nach 20 Uhr nachsehen sollten, ob und wenn ja was am Montag fahren könnte. Ob es das dann auch tut, hängt wieder von den Nachttemperaturen ab, da man – nach 5 Nächten Dauerfrost – weder Personal noch Auftaugerät vorhält, um an kritischen Stellen eingreifen zu können. Die Züge der Strecke Northeim – Nordhausen benötigten an allen 3 Tagen frühmorgens mehrere Stunden Anlauf, um in einen leidlich geordneten Betrieb überzugehen. „Rechnen Sie weiter mit Ausfällen und Verspätungen“ wird es dann lapidar im Internet heißen.

Leider bleibt solches Gehabe, verbunden mit dem fehlenden Eingeständnis, dass man sowohl personell wie technisch am Ende ist, nicht ohne Folgen. Uns erreichen Tag für Tag Meldungen, wonach verzweifelte Kunden ihre Abos kündigen und wieder auf das Auto umsteigen. Mühsam errungene Marktanteile sind binnen weniger Tage verlorengegangen. Wenn nicht alles täuscht, kommen im März weitere abhanden, wenn nach Ende der Witterungsprobleme die GDL zu Streikmaßnahmen aufruft, die wieder in erheblichem Umfang genau das Netz treffen, welches jetzt schon massiv betroffen war und ist. In dem absurden Theaterstück „Wer ist die bessere Gewerkschaft?“ spielen Interessen der Kunden schon gar keine Rolle mehr. Die Deutsche Bahn und ihre Tarifpartner kreisen zunehmend um sich selbst.

Es fällt unter diesen Umständen schwer, sich weiterhin für den Verkehrsträger Eisenbahn einzusetzen, ohne sich der Lächerlichkeit preiszugeben. Auch der LNVG kann doch solches Treiben nicht egal sein. Das ahnen wir nicht nur, das wissen wir. Aus diesem Grund ersuchen wir Sie dringend, beim Infrastrukturbetreiber DB Netz anzufragen, ob ihm die katastrophalen Konsequenzen seines Tuns überhaupt bewusst sind und was er zu tun gedenkt, um in künftigen Fällen den Betrieb gar nicht erst einstellen zu müssen bzw. ihn binnen Stunden wieder aufnehmen zu können. Ferner bitten wir darum, bei kommenden Fahrgastzählungen (nach Corona) in unserem Netz zu berücksichtigen, in welch erheblichem Maß hier Vertrauen durch das Verhalten der DB Netz verloren gegangen ist, welches mühsam – wohl über Jahre hinweg – erst wieder zurückgewonnen werden muss.

Bei erkennbar fehlendem Willen muss in letzter Konsequenz über die Schaffung einer landeseigenen Infrastrukturgesellschaft nachgedacht werden. Bis auf weiteres halten wir die DB Netz für unfähig, den Betrieb abseits der Magistralen auch nur ansatzweise zuverlässig zu gestalten.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Michael Reinboth
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Zuschriften an die Initiative zum Winterchaos

Zu unseren Newslettern erhielten wir viele Eindrücke und Ergänzungen von Reisenden und Eisenbahnern, die wir hier Auszugsweise veröffentlichen:

... Es ist ein Jammer, 25 cm Schnee und die Bahn streicht die Segel, oder richtiger, die Züge.
Fahrdienstleiter trauen sich nicht, ihre beheizten Weichen zu bedienen, die Fahrstraßen waren z. B. auf der Verbindung Magdeburg-Helmstedt so eingestellt, dass ALLE Züge, egal ob IC oder 2000t-Güterzug, durch die Nebengleise der Bahnhöfe fahren mussten, an denen die Bahnsteige liegen, damit die Regionalbahnen die Bahnsteige auch erreichten. Das Zurückstellen der Weichen ins durchgehende Hauptgleis wurde unterlassen, aus Angst vor Störungen. Was das an Zeit- und Energieverlust für durchfahren Züge bedeutet, muss ich wohl nicht erklären. Und dieses Desaster hat keine Konsequenzen für die Ebene des Managements. Diese unfähige Bande gehört ohne Boni und andere Annehmlichkeiten umgehend aus dem Betrieb entfernt...

.. Hannover - Göttingen wurde nach knapp 28 Jahren letztes Jahr zum 2. Mal umfassend für einen dreistelligen Millionenbetrag aus Steuermitteln saniert. Aber gestern fuhren die wenigen unterwegs befindlichen ICE durch das Leinetal - das ging auch mit durchschnittlich Tempo 80 hinter dem Metronom schneller als auf der NBS, wo der Eisenbahnbetriebsleiter Bummeltempo verordnet hatte... Eine Tau- und Schönwetter-NBS durch norddeutsche Mittelgebirge, mal wieder eine völlig neue Er"fahr"ung ...

... Ich kriege das hier in Kreiensen alles hautnah mit. Schnellfahrstrecke gesperrt, ICE über alte Nord Süd Strecke, kaputter ICE blockiert Bahnsteiggleise Metronom kann daher nicht halten, Ostseite des Bahnhofs nicht geräumt... ein Trauerspiel ...

... Vor 150 Jahren haben Bahnbauer noch Winter gekannt. Winterfeste Bahnstrecken aber sind heute zu teuer, darum werden neue nur noch für Sommerreisende gebaut. Vor 150 Jahren konnte niemand mal eben auf Auto ausweichen, heute geht das sehr bequem. Unzuverlässigkeit ist zum größten Konkurrenten der Bahn geworden und hat deren Vorzüge längst überholt ...

... Kurz vor Beginn des Tauwetters war nach 5 Tagen die Fräse bereits aus Rosenheim angekommen. Nun taut es. Und wenn es Lokführer und Lotsen gibt, kann die Fräse - vielleicht ungenutzt - geordnet zurück. So hat sie wenigstens mal eine landschaftlich schöne Probefahrt geschafft ...


Viele Grüße

Burkhard Breme


Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz"

37431 Bad Lauterberg

E-Mail: burkhard.breme@suedharzstrecke.de
Internet: http://www.suedharzstrecke.de
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