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„Decke auf wo Atmen krank macht“ – Bürgerinitiative und Deutsche Umwelthilfe messen Stickstoffoxydkonzentration

Die Anlieger klagen über den hohen Lärm des starken Verkehr durch die vielen Straßenschäden, außerdem befürchten sie gesundheitliche Probleme durch die Abgase.
Bad Lauterberg. In Deutschland sterben jährlich rund 10.600 Menschen vorzeitig an den Folgen der hohen Stickstoffdioxid-Konzentration in der Luft – doppelt so viele wie an den Folgen von Verkehrsunfällen. Ursache Nummer eins für die hohe Stickstoffdioxid-Belastung sind Dieselmotoren von Kraftfahrzeugen.
Da sich auch viele Anlieger der vielbefahrenen Bad Lauterberger Durchgangsstraßen(B27 Bahnhofstraße-Wissmanstr.-Postplatz-Obere Hauptstraße sowie K 432 Butterbergstraße) Sorgen um ihre Gesund machen, hat die Bürgerinitiative Bad Lauterberg(BI) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe(DUH) vom 1. Februar bis 1. März 2018 eine erste Stickstoffdioxid-Messung(NO2) durchgeführt.
Unter mehr als 1700 Bewerbungen für die Aktion wurde Bad Lauterberg als möglicher hochbelasteter Ort ausgewählt, da die nächste amtliche Messstation, an der heute nur noch mäßig befahrenen Ortsdurchfahrt(B243 alt) in Barbis steht. Insgesamt wurden 500 Messstellen bundesweit ausgewählt und von ehrenamtlichen Helfern installiert - mehr als doppelt so viele, wie es amtliche Messeinrichtungen(247) in den 11.052 Städte und Gemeinden in Deutschland gibt.
Durchgeführt wurde die Messung in der Oberen Hauptstraße/B 27 direkt an einer Schulbushaltestelle, nur rund 150 Meter von verschiedenen Hotels, Kureinrichtungen, Pensionen und dem Kurpark entfernt. Ein Kriterium für die Messung in Bad Lauterberg war unter anderem, die hohe Verkehrsbelastung auf der B 27, so wurden in einer Woche im August 2017 50.704 Kfz und bei einer Messung im November 37.545 Kfz gezählt. Auch diese amtlichen Zählungen wurden auf Antrag BI durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau vorgenommen. In den nächsten Monaten plant die BI in Zusammenarbeit mit DUH eine weitere Messung in der Butterbergstraße, außerdem ist eine weitere Messung an der Ortsdurchgangsstraße/B27, nach der angekündigten Straßensanierung durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau, vorgesehen.
Zunächst einmal warten die Anlieger der Oberen Hauptstraße auf die Einrichtung, der ebenfalls von der BI beantragten und dem Landkreis Göttingen am 24.11.2017 veranlasste verkehrsbehördlichen Anordnung auf Einrichtung einer 30 km/h-Begrenzung für LKW in den Nachtstunden. Mit der Maßnahme soll die Lärmbelastung durch Straßenschäden und abgesackte Kanaldeckel ein wenig reduziert werden. Die Messergebnisse der vierwöchigen Stickstoffdioxid-Messung(NO2) sollen laut DUH Mitte März vorliegen.
Sollten sich aufgrund der Messungen mögliche gesundheitliche Gefahren für die Anlieger ergeben, wird die BI die Stadt Bad Lauterberg in die Pflicht nehmen, um für Abhilfe bei den zuständigen Behörden zu sorgen.

Pressemeldung der BI-Fraktion vom 01.03.2018
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3 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 02.03.2018 | 05:37  
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Kurt Battermann aus Burgdorf | 13.03.2018 | 19:55  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 14.03.2018 | 07:06  
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