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Bahnhof Stöberhai - Wildfütterung

Waldgaststätte Bahnhof Stöberhai
Naturschauspiel durch Hunderte von Eiszapfen

Wieda (bj). Zu jeder Jahreszeit lohnt sich ein Ausflug zur Waldgaststätte Bahnhof Stöberhai. Dieser liegt oberhalb von Wieda und ist von der Landstraße Wieda –Braunlage zu erreichen. Er liegt mitten im Wald, etwa 1,3 Kilometer von der Bergkuppe Stöberhai entfernt, an der ehemaligen Bahnstrecke von Walkenried nach Braunlage.

Heute wird der Bahnhof als Ausflugsgaststätte genutzt und gehört zum Wanderweg Harzer Baudensteig.
Gegenüber vom Bahnhof kann man nach Einbruch der Dunkelheit ein munteres Treiben an der Wildfütterung verfolgen. Dort geben sich unter Beleuchtung Rotwild, Schwarzwild und viele andere Waldbewohner all abendlich ein Stelldichein. Die Waldbewohner erscheinen immer pünktlich zur Fütterung und sind nicht einmal mehr kamerascheu.
Die Südharz-Eisenbahn-Gesellschaft (SHE) eröffnete am 15. August 1899 die 24 Kilometer lange kurven- und steigungsreiche Schmalspurstrecke von Walkenried über Wieda und Brunnenbachsmühle nach Braunlage im Harz. Hier schloss sich eine am 1. November 1899 eröffnete und nur dem Güterverkehr dienende Bahnstrecke zum Steinbruch am Wurmberg an.
In Brunnenbachsmühle zweigte die am 24. August 1899 eröffnete 8 Kilometer lange Zweigstrecke über Sorge nach Tanne ab. Sie stellte die Verbindung zur Harzquerbahn der Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft und zur Harzbahn der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn her. Diese Strecke war nach 1945 von der innerdeutschen Grenze durchschnitten und der Verkehr unterbrochen.
Zwischen Walkenried und Braunlage verkehrten Personenzüge und Triebwagen bis zum 30. September 1962. Der Güterverkehr endete am 3. August 1963; auf der Streckenverlängerung zum Wurmberg wurde bereits 1958 der Verkehr eingestellt.

Derzeit lohnt sich besonders ein Blick in dem nur wenige Meter vor dem Bahnhof liegenden Hohlweg, der für die einstige Bahnstrecke in den Fels gebrochen wurde. Aus den Felsspalten sicherndes Wasser gefriert zu Tausenden von Eiszapfen, die Moos, Gräser und Farne zum Teil mit eingeschlossen haben.

Fotos: Bernd Jackisch
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