Neuer stellvertretender Ortsbrandmeister

Blick zu den zahlreichen Besuchern der JHV
 
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„Feuerwehrbedarfsplan“ – Reizwort des Jahres

Bad Lauterberg (bj). Nach vollendeter sechsjähriger Amtszeit als stellvertretender Ortsbrandmeister hat sich Stefan Eicke auf der Jahreshauptversammlung(9.2.2013) der Freiwilligen Feuerwehr Bad Lauterberg nicht wieder zur Wahl gestellt. Sowohl Ortsbrandmeister Bernd Wiedemann, wie auch Bad Lauterbergs Bürgermeister Dr. Thomas Gans und Stadtbrandmeister Klaus Hilbert dankten ihm für die geleistete Arbeit. Auf Vorschlag aus der Versammlung wurde Martin Dannhauer in geheimer Wahl mit großer Zustimmung als Nachfolger gewählt. Die Wahl muss noch vom Stadtrat bestätigt werden und der neue Amtsinhaber für sechs Jahre zum Ehrenbeamten durch den Bürgermeister ernannt werden.

Die Einsatzkräfte der Wehr mussten im Rahmen der Jahreshauptversammlung noch eine weitere Wahl durchführen, denn aus persönlichen Gründen stellte auch Kassenwart Christian Lindenblatt sein Amt zur Verfügung. Nach vorausgegangenen Unregelmäßigkeiten um die Kasse der Wehr, so Ortsbrandmeister Bernd Wiedemann, hat Christian Lindenblatt maßgeblich an der Aufarbeit dieser Vorgänge mitgearbeitet, sowohl die Unterlagen wie den Bestand der Kassen wieder in einen hervorragenden Zustand versetzt – dafür recht herzlichen Dank!. Als neuen Kassenwart wählte die Versammlung einstimmig Florian Zapfe.

Trotz 72 Einsätze im vergangenen Jahr, so Ortsbrandmeister Bernd Wiedemann, verlief das Jahr 2012 recht ruhig. Die Anzahl der Bände ging von 24 auf 12 zurück, die Fehlalarmierungen durch Brandmeldeanlage hingegen stiegen von 24 auf 31an. In den Einsatzzahlen sind weiterhin 18 technische Hilfeleistungen sowie vier überörtliche Einsätze der Kreisfeuerwehrbereitschaft enthalten, wo Lauterberger Einsatzkräfte mit mitwirken. Höhepunkt des Jahres 2012 war die feierliche Inbetriebnahme des neuen Löschfahrzeuges TLF 30/40. Für die Vielzahl der unterschiedlichen Einsätze, so der Wehrführer in seinem Bericht unter anderem weiter, wird es auch in Zukunft wichtigstes Ziel sein „Die Ausbildung der Einsatzkräfte auf einem hohen Niveau zu halten“. Eine besondere Herausforderung im vergangenen Jahr war die zeitraubende Arbeit einen Feuerwehrbedarfsplan aufzustellen, der derzeit von einem Gutachter weiter für das gesamte Stadtgebiet überarbeitet wird. Nachdem in den letzten Jahren nur immer wieder das Notwendigste an der 28 Jahre alten technisch anfälligen Drehleiter instand gesetzt wurde, ist es notwendig, dieses wichtige Rettungsgerät zeitnah zu ersetzen. Allein nur bei dem Wohnungsbrand in der DETA-Straße im vergangenen Jahr - ein Hausbewohner kam ums Leben kam - wurden zehn Personen des Wohnblockes mit diesem Rettungsgerät in Sicherheit gebracht.

159 Mitglieder der Wehr – 567 Förderer

Für ihre vielfältigen Aufgaben zählt die Feuerwehr Bad Lauterberg 159 Mitglieder, darunter unter anderem drei Ehrenmitglieder, 87 Aktive, 23Jungendliche, 12 Mitglieder der Kinderfeuerwehr und 19 der Altersabteilung. Unterstützt wird die Wehr zudem von 567 Förderern.
Aus Mitteln des Fördervereins, so der Ortsbrandmeister, konnten allein im Wert von 14.000 € zusätzliche Schutzbekleidung und Ausrüstungsgegenstände gekauft werden. Der Dank der Feuerwehr, so Bernd Wiedemann geht jedoch nicht nur an die fördernden Mitglieder, auch die Stadt Bad Lauterberg kam ihrer Verpflichtung zur Unterhaltung der Feuerwehr nach. Neben neuer Einsatzkleidung erhielt die Wehr eine der modernsten Rettungsscheren mit 107 Tonnen Schneidkraft, ein Plasmaschneidgerät, neue Gasspürgeräte, leichte Atemschutzgeräteflaschen aus GFK, außerdem wurde unter anderem ein Lkw-Führerschein für Fahrer der Einsatzfahrzeuge bezahlt.

Feuerwehrbedarfsplan – Reizwort des Jahres

Auch künftig, so Bürgermeister Dr. Thomas Gans, werde die Stadt ihrer Verpflichtung um den Brandschutz nachkommen und dabei das Ehrenamt und die Freiwilligen Feuerwehren unterstützen. Dazu gehört unter anderem auch der Feuerwehrbedarfsplan, der derzeit von einem Gutachter für die Gesamtstadt bearbeitet wird. In diesem Zusammenhang würdigte er die umfangreiche Vorarbeit der Bad Lauterberger Wehr, die in einem arbeitsintensiven Kraftakt allein 128 Seiten Unterlagen dazu erstellte. Bereits in den nächsten Tagen, so der Verwaltungschef wird eine Datenanalyse des Gutachters mit einer Besichtigungstour durch vier Feuerwehrgerätehäuser in der Stadt Bad Lauterberg stattfinden. In diesem Zusammenhang verbat er sich kursierende Spekulationen die zur Verunsicherung der Einsatzkräfte in den verschiedenen Wehren beitragen. Besonderen Dank richtete der Bürgermeister nicht nur an die aktiven Einsatzkräfte, sondern würdigte auch die gute Nachwuchsarbeit, denn „Jugend ist die Zukunft“. „Kinder-und Feuerwehr“, so Dr. Thomas Gans abschließend, „stellen einmal die Brandmeister von morgen“.
Für ihn, so Stadtbrandmeister Klaus Hilbert, habe sich der „Feuerwehrbedarfsplan“ zum Reizwort des Jahres entwickelt. Hoffentlich habe die Stadt auch die Mittel, die nötig sind, um die Anforderungen auch umzusetzen. Nach dem Beschluss der letzten Fahrzeugbeschaffung im Jahr 2010 durch den Stadtrat, ist inzwischen Beschaffungsrückstau in allen vier Feuerwehren der Stadt vorhanden.
Um unser Hab und Gut zu Schützen, zu Retten, Löschen und zu Bergen muss der Freiwilligen Feuerwehr Dank und hohe Anerkennung ausgesprochen werden, so der BI-Ratsherr und Vorsitzende von Haus & Grund Bad Lauterberg Eike Röger in seinem Grußwort. Nochmals dankte er auch für die reibungslose Hilfe beim Landesverbandstag 2012 in Bad Lauterberg und überreichte dem Wehrführer einen Geldumschlag für die Kameradschaftskasse. Auch CDU-Ratsherr und Geschäftsführer der Verkehrswacht Volker Hahn dankte der Feuerwehr für ihre Unterstützung. Besonders Sascha Fricke und Jan-Boy Dietrich opfern viel von ihrer Freizeit um die für Verkehrswacht tätig zu werden. Grüße der THW-Helfervereinigung überbrachte der Vorsitzende der Helfervereinigung Klaus Richard Behling, der zugleich auch als BI-Ratsherr und Kreistagsabgeordneter an der Versammlung teil nahm.
Unter den nahezu 120 Versammlungsteilnehmern waren neben dem Ehrenmitglied Brandschutzprüfer a.D. Klaus Täubrich aus Herzberg und Regierungsbrandmeister Karl-Heinz Banse, unter anderem auch der Stadtfachbereichsleiter Andreas Bähnsch, der stellvertretende SPD-Vorsitzende Sven Moser, CDU-Ratsfrau Susanne Kinne, Rolf Lange (Handel und Gewerbe), Gerd Schilde (Polizeikommissariat Bad Lauterberg), Carsten Fiedler (DRK), Ralf Hoffmann (THW-Ortsbeauftrager) sowie Vertreter der Firma Exide und der Feuerwehren aus Herzberg, Osterode, Clausthal-Zellerfeld und St. Andreasberg.

Fotos: Bernd Jackisch
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