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Kreuznacher Jahrmarkt 2012 wieder ohne Autoscooter

In den vergangenen 40 Jahren stand auf dem Kreuznacher Jahrmarkt kein Kinder-Autoscooter – und das wird auch so bleiben. Ein Betreiber eines Autoscooters klagte gegen die Entscheidung der Stadt, die Fahrgeschäfte mit Erschütterungsgefahr nicht zuzulassen. Doch das Koblenzer Verwaltungsgericht wies die Klage ab.
Koblenz

Der Jahrmarkt in Kreuznach wird an fünf Tagen im August von bis zu einer halben Million Menschen besucht und verspricht Schaustellern ein gutes Geschäft. Deshalb bewerben sich jedes Jahr mehr Marktbeschicker, als es freie Plätze gibt. 2012 bewarben sich allein acht Autoscooter-Betreiber – doch keiner bekam einen der begehrten Stellplätze. Ein Betreiber legte gegen die 40 Jahre alte Tradition, Kinder-Autoscooter vom Kreuznacher Jahrmarkt zu verbannen, beim Stadt-Rechtsausschuss zunächst Beschwerde ein. Nachdem diese abgelehnt wurde, klagte er vor dem Koblenzer Verwaltungsgericht mit der Begründung, er sei zu früh aus dem Beschickerbewerbungsverfahren ausgeschlossen worden. Auch die Klage wird scheitern. Die Verwaltungsrichter verteidigten die Stadt bisher nur mündlich mit der Begründung, dass es ihr gestattet sein muss, ein Konzept für den Jahrmarkt zu entwickeln und Schausteller auszuwählen, die in dieses Konzept passen. Autoscooter passen aufgrund ihrer Erschütterungs- und Unfallgefahr offenbar nicht in den gewünschten Rahmen des Kreuznacher Jahrmarkts 2012. Ein schriftliches Urteil wird schon nach der Beratung mit Schöffen erwartet. Bei der Urteilsfindung orientierten sich die Berufsrichter laut Rhein-Zeitung an der Entscheidung in einem ähnlichen Fall, der vergangenes Jahr sogar im rheinland-pfälzischen Oberverwaltungsgericht verhandelt wurde.
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