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HARZ: WANDERUNG vom TORFHAUS über die WOLFSWARTE zum DAMMGRABEN

Brocken vom Parkplatz Wolfswarte an der L504 aufgenommen
 
Parkplatz Torfhaus an der L504
Bad Harzburg: Torfhaus | Voller Sehnsucht haben wir auf die erste Wanderung nach der Corona - Pause gewartet. Unter der Leitung des Wanderführers Manfred Böhm machte sich eine Wandergruppe des Harzklubs Zweigverein Quedlinburg vom Parkplatz Torfhaus auf den Weg. Das Torfhaus ist eine kleine Siedlung in etwa 800 m NHN. Das Torfhaus  hat sich  nach dem 2. Weltkrieg zu einen Zentrum des Tourismus entwickelt. Es liegt im Nationalpark Harz und beherbergt neben Hotels und Gaststätten auch das Nationalpark Besucherzentrum. Vom Torfhaus bis zum  Brocken mit 1142 m NHN  sind es nur  5 km Luftlinie. Durch die dazwischen befindliche innerdeutsche Grenze war es jahrzehntelang nicht möglich, diese 5 km zu überwinden. 

Vom Parkplatz wanderten wir in südwestlicher Richtung hinauf zur 920 m  hohen Wolfswarte auf dem Bruchberg.  Den Weg dorthin könnte man als naturbelassen bezeichnen. Im ersten Teil des Weges waren  teilweise Bretterstege  zur Unterstützung der Wanderer auf den Weg durch den moorigen Untergrund vorhanden. Die Wolfswarte ist ein auf einer Bergkuppe befindlichen Felsengruppe. Von hier hatten wir einen schönen Ausblick auf die nordwestlichen Harz mit dem alten Bergmannsort Altenau und dem Okertalstausee. Etwas abseits vom Felsenmassiv befindet sich das Skikreuz, ein Gedenkkreuz für die, in beiden Weltkriegen, gefallenen Mitglieder des Skiklub Altenau. Von der Wolfswarte wanderten wir immer bergab, meist auf gut begehbaren Forstweg wie dem Gustav - Baumann - Weg, bis wir, am Kunstberg, kurz vor Altenau, auf dem Dammgraben trafen. Der Dammgraben  ist ein Teil des Oberharzer Wasserregals. Die größtenteils offenen Wassergräben dienten zur Versorgung der vielen Bergwerke im Oberharz mit Wasserkraft. Im 16 bis zur 2. Hälfte des 19. Jahrhundert stand den Bergleuten außer der Muskelkraft keine weiteren Energiequellen zur Verfügung. Mit der, durch die Wasserräder erzeugten, mechanischen Energie  wurden die Bergwerke entwässert, das abgebaute Eisenerz durch Pochwerke zerkleinert und die Gebläse für die Schmelzöfen angetrieben. Da das Wasser für den Bergbau damals so wichtig war, wurde es von Quellgebieten kilometerweit aufwendig bis zu den Speicherbecken (Teiche), die in der Nähe des einzelnen Bergwerks angelegt wurden, weiter geleitet. Mit dem Bergbaurecht war zugleich das Wasserrecht verbunden. Ein großer Teil dieser Anlagen und Teiche sind heute noch vorhanden und werden weiterhin unterhalten. Das Oberharzer Wasserregal  ist heute Teil des Weltkulturerbe. Nach einer Rast am Förster - Ludewig - Platz wanderten  wir am Dammgraben weiter. Den eigentlichen Weg zum Torfhaus, den Magdeburger - Weg und die Steile Wand konnte wir aufgrund der, durch Forstarbeiten und weggespülten Wegen, ausgelösten Sperrungen nicht benutzen. So mussten wir einen Umweg über den Wellner - Weg   und den naturbelassenen 2 km langen, parallel zur L504 befindlichen,  Weg vornehmen. Nach 425 m Höhenmetern und 15,3 km Länge erreichten wir voller neuer Eindrücke, aber auch teilweise ordentlich geschafft, den Parkplatz. Die Freunde der Harzer Wandernadel konnten auf dieser Wandertour gleich viermal stempeln.
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6 Kommentare
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Günther Gramer aus Duisburg | 24.06.2020 | 20:29  
7.543
Roland Horn aus Dessau | 24.06.2020 | 23:33  
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Romi Romberg aus Berlin | 24.06.2020 | 23:45  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 25.06.2020 | 09:27  
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Holger Finck aus Langenhagen | 25.06.2020 | 13:30  
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Christoph Altrogge aus Kölleda | 27.06.2020 | 15:03  
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