„Fake-Shops“ locken Kunden gezielt in die Falle

„Fake-Shops“ locken Kunden gezielt in die Falle
Verbraucherzentrale warnt vor betrügerischen Online-Shops
Göttingen (vbz/kip) Die Verbraucherzentrale teilt mit: Die neuesten Tablets und Smartphones, die angesagtesten Schuhe und Sonnenbrillen oder Haushaltsgeräte von Markenherstellern:
Sogenannte Fake-Shops werben im Internet mit besonders niedrigen Preisen
für hochwertige Waren. Produkte, die in anderen Shops zu einem höheren
Preis oder gar nicht mehr verfügbar sind, werden auffällig günstig angeboten.
Der Käufer bezahlt per Vorkasse, geliefert wird gefälschte, mangelhafte
oder gar keine Ware. Im Rahmen des Projektes „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“
hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen jetzt verschiedene Informationsmaterialien
entwickelt, um Kunden vor betrügerischen Online-Shops zu
warnen.
Dazu Gerd Billen, Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz:
„Immer wieder erreichen uns Beschwerden von Verbraucherinnen und
Verbrauchern über „Fake-Shops“, die entweder gar keine oder nur minderwertige
Ware liefern. Deshalb fördern wir das Projekt der Verbraucherzentrale Niedersachsen,
um die Verbraucherinnen und Verbraucher aufzuklären und gegen diese kriminellen
Geschäfte zu wappnen.“
Betrug im Onlinehandel beschäftigt sowohl Verbraucherschützer als auch Strafverfolgungsbehörden.
Selten erkennen Verbraucher unseriöse Angebote vor der Bestellung.
Läuft etwas schief, informieren sie sich über ihre Rechte und mögliche Maßnahmen –
doch ihr Geld ist dann meist verloren. „Um Internetbetrug einzudämmen, ist es entscheidend,
Verbraucher rechtzeitig aufzuklären und dafür zu sensibilisieren, wie sie unseriöse
Angebote identifizieren können“, sagt Petra Kristandt, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale
Niedersachsen. Mitunter reicht bereits ein Blick ins Impressum und die
AGB, die allgemeinen Geschäftsbedingungen: Fehlen wichtige Angaben wie die vollständige
Adresse des Firmensitzes, schnelle Kontaktmöglichkeiten wie Mail-Adressen
und Telefonnummern oder wird das Widerrufsrecht ausgeschlossen, ist der Shop unseriös.
Doch nicht immer ist es so einfach. „Fake-Shops“ sind oft sehr professionell gemacht
oder sehen den Internetseiten bekannter Anbieter zum Verwechseln ähnlich. Für die
Strafverfolgung kommt erschwerend hinzu, dass Internetkriminelle ihre Identität verschleiern
und gemeinsam agieren. „Die Täter nutzen die Möglichkeiten, die ihnen die
Anonymität des Internets bietet. Oft teilen sie sich die Arbeit zur Gestaltung des Shops
und Abwicklung der Finanzen auf“, erklärt Thomas Ring, Vizepräsident des LKA Niedersachsen.
Aufgrund der Schnelllebigkeit des Internets ist ein schnelles behördliches Handeln
unabdingbar, ist Ring überzeugt. „Nur eine konsequente und schnelle Rechtsverfolgung
kann Online-Betrug langfristig eindämmen.“
Weitere Informationen und eine Checkliste zum Thema „Fake-Shops erkennen“ finden

Bürgerreporter:in:

Winfried Kippenberg aus Bad Grund (Harz)

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