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Mahnwache auf dem Bad Arolser Kirchplatz

Wann? 19.03.2011 11:30 Uhr

Wo? Kirchplatz, 34454 Bad Arolsen DEAuf Google Maps anzeigen
Mahnwache auf dem Kirchplatz in Bad Arolsen (Foto: Carmen Rüsseler)
Bad Arolsen: Kirchplatz | An vielen Orten weltweit treffen sich Menschen, um Mahnwachen für die Opfer der Fukushima-Katastrophe abzuhalten und Position gegen die Atomkraft zu beziehen.
So hatte auch eine Elterngruppe für den 19. März 2011 auf den Kirchplatz in Bad Arolsen zu einer Mahnwache aufgerufen.

Unter dem Motto „Atomkraft-nein danke! - Unsere Chance nutzen“ wurde gemeinsam formuliert, was den engagierten Eltern wichtig ist:

"Wir wollen unser Mitgefühl für die betroffenen Menschen in Japan zeigen. Eine Fülle von Ereignissen trifft die Bevölkerung gleichzeitig: Das Erdbeben, der Tsunami, die Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima und nun auch noch Kälte und Schnee. Tausende Menschen starben und sterben immer noch, zehntausende werden vermisst. Abertausende haben ihre materielle Existenzgrundlage verloren.

Das Bewusstsein über die Absurdität der Energiegewinnung durch Atomkraft muss erweckt und geschärft werden. Wir müssen jetzt unsere Chance nutzen und uns von der Atomenergie verabschieden.

Wir möchten vor allem jungen Menschen Mut machen, sich mit alternativen Energieformen auseinanderzusetzen, um Ihre Zukunft zu sichern.

Die durch das traurige Ereignis in Japan ausgelöste Welle der Informationen über Atomenergie zeigt, dass nur ein überlegter, schnellst möglichst beginnender, Ausstieg aus dieser Form der Energiegewinnung der Weg für die Zukunft sein kann.

Das Atomzeitalter geht dem Ende entgegen!

Wir müssen die Chance jetzt nutzen, das geplante Moratorium in eine endgültige Stilllegung der Atomkraftwerke zu wandeln.

Die Kernschmelze in dem japanischen Kernkraftwerk Fukushima hat Folgen rund um die Welt. Niemand kann noch von „sauberer Kernkraft“ sprechen, was ohnehin ein Widerspruch in sich selbst war. Kernkraft war nie sauber, radioaktive Stoffe und Müll haben immer menschliche Gesundheit, andere Lebewesen und die Umwelt bedroht. Wir hätten unsere Lektion schon spätestens nach der Kernschmelze im ukrainischen Tschernobyl lernen müssen.

In den letzten Jahren konnte die Nuklearindustrie wieder verstärkt aufleben: sie behauptet, eine saubere Alternative zu den fossilen Energien zu bieten, die kein CO2 ausstoße. Damit sei sie Teil des Schutzes vor der Erderwärmung. Von „Gefahren der Atomenergie“ spricht hier keiner.

Weitere Probleme liegen auf der Hand:
- Bei dem Gedanken, Plutonium könnte in die Hände z.B. von Terroristen gelangen, läuft es einem eiskalt den Rücken herunter. Nuklearanlagen sind ein ideales „weiches“ Ziel.
- Ein weiteres Problem ist die Verfügbarkeit von Wasser zur Kühlung der Brennstäbe in den Reaktorkernen. Z. B. werden in Frankreich 40% des Süßwassers, das jährlich verbraucht wird für die Kühlung der Atomkraftwerke verbraucht. Das erhitzte Wasser, das wieder eingeschleust wird, gefährdet langfristig die lokalen Ökosysteme.
- Auch 60 Jahre nach dem Start in die Nutzung von Kernenergie wissen wir nicht, wie nuklearer Abfall sicher transportiert und gelagert wird.

Die große Mehrheit der deutschen Öffentlichkeit wird vermutlich gegen den Bau von neuen Atomkraftwerken sein.

Die Zeit, die alte, gescheiterte Technologie des 20. Jahrhunderts zu überwinden, ist da!

Die Ära muss zu erneuerbaren Energien übergehen!"

Am Samstag, 26. März 2011, werden wir uns um 11:30 Uhr zu einer weiteren Mahnwache auf dem Kirchplatz in Bad Arolsen treffen.
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2 Kommentare
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Hans-Friedrich Kubat aus Vöhl | 26.03.2011 | 10:05  
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Heidrun Preiß aus Bad Arolsen | 26.03.2011 | 21:54  
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