Anzeige

GRÜNE in Landau: Landliebe-Rundgang mit Angela Dorn

Auftakt am Marktplatz zwischen Rathaus, Kirche und Schule.
Nicht nur die schönen Seiten wollte Angela Dorn sehen, als sie bei ihrer Sommertour als Spitzenkandidatin der hessischen GRÜNEN in Landau zu Gast war. Das erklärte sie gleich bei der Begrüßung, und das war auch denjenigen wichtig, die ihr die schönen und die bedrohten Seiten der Bergstadt zeigten.

Stationen des Rundgangs gemeinsam mit Ortsvorsteher Jürgen Mewes, Ortsbeiratsmitgliedern und Norbert Rennert vom Förderkreis Kirchensanierung waren dann auch Vorzeigeobjekte und Sorgenkinder gleichermaßen.

Die Schule als erste Station hat gerade ihre Selbständigkeit verloren und musste auf Weisung aus Wiesbaden einen Schulverbund mit Helsen eingehen. Wie er sich gestaltet - ohne Schulleitung in Landau und mit nunmehr nur noch zwei Lehrern - wird sich zeigen.

Die Schulgemeinde befürchtet, dass die Einschnitte auch den Freiraum für das besondere Profil der Schule einschränken können. Ob Landliebe-AG und die Teilnahme am Hessen Solar-Cup zum Beispiel fortbestehen werden, wird sich zeigen müssen. Angela Dorn sagte zum Thema Verbundschulen: "Wir müssen realistisch sein. Besser ein Verbundschulsystem als das Aus für kleine Schulen."

Die Kirche, die derzeit innen saniert wird und mit Baugerüsten angefüllt ist, steht für äußerst erfolgreiches ehrenamtliches Engagement. Rund 600 Arbeitsstunden sind hier inzwischen geleistet. Spenden in Höhe von rund 145000 Euro sind zusammengetragen. Hier zeigten sich die Gäste aufrichtig beeindruckt.

Leerstehende Häuser und der sanierungsbedürftige Rathauskomplex machten deutlich: Ohne ein städtebauliches Förderprogramm bleibt in Landau einiges auf der Strecke. Der letzte Lebensmittelladen schließt Ende September. Und für ein Dorfzentrum mit Laden und Café sind Fördermittel unabdingbar. Diesen Wunsch nahm Angela Dorn als einen der wichtigsten mit auf den Weg.

Das leerstehende Schloss steht als Beispiel dafür, dass ehrenamtliches Engagement schnell an seine Grenzen stößt. Seit der größte Arbeitgeber (Altenhilfe) den Ort verlassen hat, läuft die Suche nach einem neuen Pächter. Konkret ist keine Lösung in Sicht.

Die Wasserkunst als weiteres Positiv-Beispiel und die Fischtreppen waren die vorletzte Station, bevor der Besuch im Landauer Freibad zu Ende ging. Bei Café und Kuchen waren auch hier fehlende Fördermittel Thema, denn beide Becken müssen saniert werden.

Eingehend informierte sich die Energie-Expertin der GRÜNEN auch über die Windkraft-Pläne für Landau. Der Bauanstrag für mehrere Mühlen ist gestellt, und auch die Stadt Bad Arolsen plant ein Windenergieprojekt bei Landau. Konkrete Hilfe sagte Angela Dorn zu mit Blick auf Einwände aus Sicht des Naturschutzes.

Begleitet wurde die Spitzenkandidatin von Daniel May, dem Landtagsabgeordneten aus Korbach und der Kreisvorsitzenden Caroline Tönges aus Bad Wildungen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.