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KREATIVES AYSTETTEN

Hubert Balze (Foto: Foto: Andreas Lode)
 
Thomas Fackler (Foto: Foto: Angelika Fackler)
Aystetten - ein „Schlafdorf“ ? Von wegen: hellwach sind hier die kreativen Köpfe, über alle Altersgruppen und Kunstsparten hinweg, und tragen den Namen Aystettens weit in die Region hinaus. Nur drei Beispiele, stellvertretend für viele andere, mögen dies belegen:

Der 1936 geborene Hubert Balze hat sein Studium der Kunsterziehung an der Akademie der Bildenden Künste in München absolviert und sein Berufsleben als Kunsterzieher in Nürnberg und Augsburg verbracht. 1994, mit dem Bezug von Atelier und Wohnung in Aystetten, intensivierte er noch das Erforschen künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten, das er, da noch mit Papier und Bleistift, seit seinem 6. Lebensjahr betreibt. Unabhängig von den Vorgaben des Kunstmarktes entstand in sukzessiven Werkphasen, immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten, ein höchst vielseitiges Oeuvre, ob er nun mit Acrylbildern politisch ambitionierte Aussagen trifft, am PC Barock- und Renaissancewerke „zerfetzt“ und in einem eigenen Schöpfungsakt, in alter Maltechnik, neu entstehen lässt, oder alten Fotografien als Dokumente des Lebens mittels Ölfarben neuen Gehalt verleiht. Ausgezeichnet mit dem Kunstförderpreis des Regierungsbezirks Schwaben und dem Kunstpreis der Stadt Neusäß, kann er auf diverse verdienstvolle Ausstellungen zurückblicken. Die Tage der offenen Ateliertür im Landkreis Augsburg nutzten zahlreiche Besucher, seine Bilder am Ort der Entstehung zu betrachten, aktuell bietet sich eine weitere Möglichkeit hierzu bei „Keimfarben“ in Diedorf.

Thomas Fackler, Jahrgang 1962, studierter Kommunikationsdesigner, bringt seine Kreativität in recht unterschiedliche, ja, fast gegensätzliche Gebiete ein. Zum einen ist er erfolgreich als Gartenarchitekt tätig, der jedem noch so schwierigen Auftrag gewachsen ist, ob er nun einem ausdruckslosen Vorgarten repräsentativen Charakter verleiht oder einen Innenhof in ein „Naherholungsgebiet“ verwandelt. Wenn er sein Aystetter Grundstück betritt, blickt er auf die von ihm angelegte, wohl größte deutsche Sammlung ganzjähriger Baumfarne. Ebenso erfolgreich und mit Preisen ausgezeichnet ist seine „Bürotätigkeit“ als Spieleerfinder. In seiner Jugend begann er, erste eigene Brettspiele zu entwickeln, heute ist ihm das Lob der Presse über seine zumeist literarisch inspirierten Entwürfe gewiss: „Er (hat) die Grenze von einer kommerziell-vergänglichen Ware Brettspiel zum ästhetisch dauerhaften Kunstwerk überschritten, über jede Kritik erhaben ist der Spielmechanismus …“, war in der Süddeutschen Zeitung zu lesen. „Es sind Spiele, die die Spieler zu Akteuren in Stücken werden lassen, die erst durch das Spiel selbst entstehen“, dieses Credo setzt er in seinem aktuellen Projekt unter der Schirmherrschaft der Regio Augsburg um, einer Präsentation der Geschichte der Lechfeldschlacht im Infopavillon 955 Königsbrunn, die Kindern und Jugendlichen in der Rolle eines Kundschafters Königs Otto I. das Geschehen lebendig werden lässt und noch in diesem Jahr vorgestellt werden soll.

Erst 23 Jahre jung ist Max Olbrich, der mit Eltern und Bruder in Aystetten lebt und im „Hauptberuf“ zielstrebig dem Studium der Wirtschaftspsychologie nachgeht. Zwar besaß er schon in der Grundschule einen Zauberkasten, den Grundstein für seine Karriere als Magier aber legte ein Schulterbruch. Die damit verbundene Bewegungseinschränkung, die ihn im Internet surfen ließ, führte ihn auf eine Seite mit Zaubertricks und die alte Leidenschaft lebte wieder auf. Es folgten erste kleine Auftritte im Verwandtenkreis und vor allem ein tägliches Training, zahlreiche Wettbewerbe und Auszeichnungen. Heute bezaubert er sein Publikum ebenso bei privaten Veranstaltungen am Tisch wie bei seinen bundesweiten Auftritten. Er hat gelernt, was ankommt und er weiß, was er will: keine klassische Zaubershow abliefern, sondern seine Präsentation so individuell wie möglich gestalten und authentisch bleiben. „Zauberei soll unterhalten und Spaß machen“, dieser Überzeugung gemäß unterhält er sein Publikum mit einer Mischung aus magischer Zauberei und charmanter Comedy. Seine Vielseitigkeit, auch als Musiker, der Bass, Gitarre und Klavier spielt, wird er am 22. September in seinem Soloprogramm im City Club Augsburg unter Beweis stellen.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 05.08.2017
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