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Zittersieg für den Tabellenführer, Topstar Kangaroos gaben alles!!!!

Der Riese in Form des Tabellenführers Mitteldeutscher BC wankte, aber er fiel letzten Endes dann doch nicht. Und so musste die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen am Sonntagnachmittag in der zweiten Basketball Bundesliga PRO A gegen den MBC aus Weißenfels trotz hervorragender Leistung eine letzten Endes unglückliche 83:85 (42:42) Niederlage hinnehmen. Es wäre eine gute Chance gewesen, den Rückstand auf die Saar Pfalz Braves, die am Samstagabend in Karlsruhe deutlich unterlegen waren, sozusagen außerhalb des Planes zu reduzieren.

Man merkte den TOPSTAR Kangaroos vor knapp 600 Zuschauern in der Augsburger Sporthalle von der ersten Sekunde an, dass man gewillt war, dem Ligaprimus einen großen Kampf zu bieten. Und wie schon vor Wochenfrist in Heidelberg startete man recht gut, führte rasch mit 7:2 und nach sechs Minuten auch noch mit 13:11. Die mit sechs Ausländern angetretenen Mitteldeutschen schienen dann aber im Spiel angekommen zu sein und vor allem der isländische Nationalspieler Vilhjalmsson sorgte mit acht Punkten binnen zweier Minuten und zwei weiteren Assists dafür, dass für sein Team nach dem ersten Viertel ein 27:20 Vorsprung von der Anzeigetafel leuchtete. Die PArtie schien da bereits ihren erwarteten Gang zu nehmen. Allerdings hielten die Leitershofer weiterhin sehr engagiert dagegen, vielleicht fühlte sich der Tabellenführer auch schon ein wenig zu sicher. Auf jeden Fall nutzte die BG diese Umstände und holte vor allem in den letzten fünf Minuten des zweiten Viertels Punkt um Punkt auf. Der erneut sehr starke Jan Lipke glich dann per Dreier sogar zum 42:42 aus, die Weißenfelser schienen nun doch ein wenig verwundert, was der Tabellenletzte da so bot.

Und im dritten Viertel wurde es noch besser, Dominik Veney brachte per Halbdistanzwurf die Kangaroos gleich einmal mit 44:42 in Führung, die man dann auch erst einmal nicht mehr abgab. Bis zur 28. Minute hielt diese an (56:54), ehe erneut Vilhjalmsson per Dreier traf und die Sachsen-Anhaltiner anschließend eine 63:61 Führung mit in den Schlussabschnitt nahmen. Dazwischen hatte BG-Kapitän Felix Förster per Dreier wieder ausgeglichen und die Halle förmlich zum Kochen gebracht. Und im vierten Viertel wurde es dann richtig turbulent und hochspannend. Angepeitscht von den Fans sollte die BG in dieser Periode noch drei Mal in Führung gehen. In der 33. Minute zum 66:65 durch Dewayne Richardson, in der 37. Minute zum 76:74 durch Jan Lipke und in der 39. Minute durch den selber Akteur zum 80:78. Der Vorteil des Bundesligaabsteigers liegt aber mitunter auch daran, dass man eben für jede Situation noch erstklassige Spieler im Kader hat. Und wenn man gegen einen Tabellenletzten in Schwierigkeiten kommt bedarf es wahrscheinlich einfach herausragenden Einzelaktionen eines herausragenden Akteurs. Der hieß beim MBC am Sonntag Arizona Reid. Der 25-jährige US-Amerikaner, der wahrscheinlich bei den wenigsten PRO A-Teams von der Bank kommen würde, erzielte relativ humorlos in den letzten sechs Minuten deren 12 Zähler, obwohl er von den Kangaroos wahrlich nicht schlecht gedeckt wurde. Trotzdem fiel die Entscheidung dann erst in der Schlusssekunde. Beim 82:83 vergaben die Leitershofer eine Chance, die darauf folgenden Stop-clock Freiwürfe verwandelte – exakt, Hördur Vilhjalmsson - zum 82:85. Da aber während der Spielunterbrechung Weißenfels Louis Hinnant ein unsportliches Foul getätigt hatte, bekam die BG nochmals zwei Freiwürfe und Ballbesitz, schaffte es aber dann sichtlich auch vom Kräfteverschleiß gezeichnet nicht mehr, zumindest noch die Verlängerung zu erzielen.

Am kommenden Samstag treffen die Kangaroos dann erneut in eigener Halle auf den aktuellen Tabellensechsten Science City Jena (Anpfiff 20 Uhr).

Stimmen zum Spiel

BG-Headcoach Stefan Goschenhofer: „Ich glaube, es war heute die beste Leistung meiner Mannschaft in dieser Saison. Wir haben sehr gut verteidigt und dem MBC alles abverlangt. Dass bei der unterschiedlichen Konzeptauslegung beider Vereine wir am Ende gegen einen solch exzellent besetzten Gegner den Kürzeren ziehen kann ich meinen Spielern sicherlich nicht vorwerfen. Sie haben alles gegeben, bei den letzten Würfen hat dann die Kraft und Konzentration gefehlt“.

Co-Trainer Konstantin Liehr: „Schade, ein Quäntchen mehr Glück und es wäre heute die ganz große Sensation geworden. Respekt an das Team, dass die Jungs die Partie bis zur letzten Sekunde offen gehalten haben. Aber wir werden jetzt das Positive aus diesem Spiel mitnehmen und nun gilt die Konzentration ganz der Partie gegen Jena nächsten Samstag in eigener Halle“.

BG-Aufbau Skyler Bowlin: „Der gute Trend des Heidelberg Spieles hat angehalten, eigentlich waren wir sogar noch besser. Es ist aber nicht ganz leicht, solch eine routinierte Mannschaft im Fotofinish zu besiegen. Vielleicht hätten wir im dritten Viertel etwas wegziehen müssen, da schien der MBC verunsichert. Leider waren wir da aber auch bei einigen Angriffen zu hektisch.“

BG-Kapitän Felix Förster: „Ein Sieg heute wäre natürlich ein Big-Point außer der Reihe gewesen. Unser Team hat wirklich bravurös gekämpft, das bringt uns nicht die dringend nötigen Punkte, aber es sollte uns Hoffnung auf die nächsten Spiele machen“.

BG-Abteilungsleiter Hans Kiesling: „Der Absteiger aus der PRO A steht definitiv noch nicht fest und wir werden weiter kämpfen. Die Zuschauer, die da waren, haben uns toll unterstützt und sind glaube ich stolz nach Hause gegangen. Das Team hätte es verdient, dass nächste Woche statt den zuletzt 600 auch mal wieder 800 oder 900 kommen dürfen. Nachdem wir beim letzten Heimspiel gegen Chemnitz ja auch einmal die Schiedsrichter kritisiert haben muss man heute anmerken, dass diese eine sehr gute Leistung gebracht haben, eine klare Linie verfolgten und sehr souverän aufgetreten sind“.
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2 Kommentare
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Michael S. aus Augsburg | 08.02.2012 | 10:31  
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Hans Kiesling aus Augsburg | 08.02.2012 | 13:48  
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