Anzeige

Wichtiger Sieg für die Topstar Kangaroos gegen Jena!

Die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen bleibt im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Basketball Bundesliga PRO A weiterhin im Rennen. Am Samstagabend bezwang man in der Augsburger Sporthalle vor 600 Zuschauern den Tabellensechsten Science City Jena mit 86:73 (31:27) und legte vor allem mit einem furiosen dritten Viertel den Grundstein für den vierten Saisonerfolg. Konkurrent Saar Pfalz Braves gewann sein Heimspiel gegen den Nürnberger BC allerdings ebenfalls, so dass der Rückstand in der Tabelle auf die Pfälzer lediglich konstant gehalten werden konnte.

Das Verletzungspech hatte bei den Leitershofern zum Ende der Woche heftig zugeschlagen. Valerian Zenk musste mit Bandscheibenproblemen passen, bei ihm droht ein vorzeitiges Ende der Saison. Im Freitagstraining erwischte es dann auch noch Johnny Genck, zwei Tage nach seinem 26. Geburtstag knickte der BG-Guard um. Die Diagnose hier steht noch nicht fest, drei Wochen wird er aber wohl mindestens fehlen. So blieben den Kangaroos nur acht gesunde Spieler gegen die in Bestbesetzung angetretenen Thüringer. Aber auch die hatten mit Problemen zu kämpfen, denn bei der Abfahrt in Jena ließen sich die Türen des Mannschaftsbusses nicht mehr schließen und so sattelte man kurzfristig auf PKW um. Ob dies die Gründe waren, dass die erste Halbzeit nicht gerade zu einem Basketballschmankerl wurde, sei dahin gestellt. Auf beiden Seiten dominierten auf jeden Fall die Verteidigungsreihen und die Partie wirkte ein wenig zerfahren. Eine 11:6 Führung der Stadtberger konterte Science City zum 17:17 Viertelstand, danach ging es ausgeglichen weiter. Erst kurz vor der Halbzeit gelang es Leitershofen, sich den knappen 31:27 Vorsprung zum Pausentee herauszuspielen.

Im dritten Viertel legte die BG aber los wie die Feuerwehr. Mit einem 10:1 Zwischenrun startete man in diesen Abschnitt und war fortan erst einmal nicht mehr zu bremsen. Jena war sichtlich beeindruckt, hielt zwar dagegen, der Vorsprung der Heimischen wuchs aber trotzdem immer weiter. Vor allem Corey Hassan war jetzt nicht zu stoppen, markierte allein in diesem Viertel 14 Punkte. Unter dem Jubel der erneut engagiert anfeuernden Fans schraubte Leitershofen das Ergebnis auf sage und schreibe 65:42 bis zur 31. Minute hoch. Die kurze Rotation hatte aber sichtlich Tribut gefordert, inzwischen plagte sich auch Dewayne Richardson mit einer verhärteten Wade und Jena forcierte jetzt seine Verteidigungsbemühungen. Die Gäste waren nach vielen Wechseln jetzt kräftemäßig überlegen und verkürzten Punkt um Punkt. Bis drei Minuten vor dem Ende konnten die Thüringer angeführt vom überragenden Tyler Kekpkay den Rückstand auf 68:75 verkürzen, dem ein oder anderen Fan wurde schon ein wenig mulmig zu Mute. Doch die TOPSTAR Kangaroos behielten die Nerven, Jan Lipke per Dreier und gleich darauf Skyler Bowlin mit zwei Freiwürfen erhöhten wieder auf 80:68, die Vorentscheidung war nun gefallen. Im Vergleich zum Spiel vor einer Woche gegen den MBC zeigten die Leitershofer dieses Mal auch Stärke an der Freiwurflinie, im letzten doch von beiden Seiten sehr hart geführten Viertel verwandelten die Stadtberger 12 der ihnen zugesprochenen 14 Würfe. Eine überragende Quote von der Linie wies dabei Skyler Bowlin auf, der insgesamt 14 seiner 16 Freiwürfe verwandelte. So war der Jubel in der Sporthalle groß, durften die Fans doch seit November keinen Heimsieg ihrer Lieblinge mehr bejubeln. Der verletzte Johnny Genck humpelte aufs Feld und trug mit seinem Anstimmen der Siegesarie auch noch seinen Teil zu einem rundum gelungenen Abend bei.

Am kommenden Samstag reisen die Kangaroos nun zu den momentan sehr starken ETB Wohnbau Baskets aus Essen, die sich zum Ende der Wechselfrist noch einmal namhaft verstärkt haben und auch noch in die Play-Offs wollen. Die Jenaer hingegen können nächste Woche auch Gutes für die Leitershofer tun, sie treffen zu Hause auf BG-Abstiegskonkurrent Saar-Pfalz.

Stimmen zum Spiel:

BG-Headcoach Stefan Goschenhofer: „ Kompliment an meine Mannschaft, sie hat heute alles gegeben. Wir haben inzwischen die Form, dass wir in den verbleibenden acht Spielen jedes Mal eine Chance haben werden. Viel mehr Spieler dürfen sich jetzt aber nicht mehr verletzten. Unsere medizinische Abteilung hat Schwerstarbeit in den nächsten Tagen. Das vierte Viertel hat mich nervlich total geschafft. Ich werde jetzt heimgehen und schlafen. Mein Team hat sich heute aber eine kleine oder mittelgroße Feier verdient. Da brauchen sie mich nicht“.

Co-Trainer Konstantin Liehr: „Der Heimsieg heute war von enormer Bedeutung. Jan, Corey und Skyler waren wieder überragend. Jan spielt bei uns ja inzwischen im Wechsel fast alle Positionen von eins bis vier. Genauso wichtig war aber die Rolle der anderen Spieler, die ihre Aufgaben alle super erfüllt haben und für die nötige Entlastung gesorgt haben. Dewayne hat toll auf die Zähne gebissen und gefightet bis zur Erschöpfung. Jetzt schauen wir mal, was in Essen möglich ist.“

Kapitän Felix Förster: „Ich glaube, es war ein verdienter Sieg. Uns war klar, dass wir heute gewinnen mussten, denn an einen Sieg von Nürnberg in der Pfalz hat bei uns keiner so richtig geglaubt. Dementsprechend waren wir erst nervös, danach herausragend und am Ende spielen dann die Nerven schon eine Rolle. Aber dann war das Publikum wieder da und hat den Rest erledigt“.

Dietmar Bendix, Manager Science City Jena: „Was wir hier heute abgeliefert haben, damit kann man ganz und gar nicht zufrieden sein. Wir müssen uns steigern, wenn wir die Play-Offs sichern wollen“

BG-Forward Jan Lipke: „Wir hatten heute ja nicht allzu viele Spieler zur Verfügung, haben das aber super gelöst und sind erst ganz zum Schluss in Foulprobleme gekommen. Man hat heute eindrucksvoll gesehen, dass wir in dieser Liga jedes Spiel gewinnen können“

BG Abteilungsleiter Hans Kiesling: „Gratulation an Mannschaft und Trainer. Wir haben von Anfang an wie die Löwen gekämpft und haben so dann auch die spielerische Linie gefunden. Das dritte Viertel war unglaublich, da ging glaube ich kein Wurf am Korb vorbei. Die Mannschaft hat eine tolle Moral und ist absolut heiß, dass wir das Ziel Klassenerhalt noch schaffen. Die Entwicklung in den letzten Spielen ist beeindruckend, wer hätte das nach den ersten Spielen noch erwartet“.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.