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PRO-A Doppelspieltag: Abstieg oder Entscheidungsmatch für Kangaroos?

Wann? 23.03.2012 20:00 Uhr

Wo? Sporthalle Augsburg, Ulrich-Hofmaier-Straße 30, 86159 Augsburg DEauf Karte anzeigen
Augsburg: Sporthalle Augsburg | Für die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen wird in der zweiten Basketball Bundesliga PRO A mit einem Doppelspieltag das ganz heiße Saisonfinale eingeläutet. Am Freitagabend empfängt man im Kampf um den Klassenerhalt in der Augsburger Sporthalle die BG Karlsruhe (Anpfiff 20 Uhr), am Sonntagnachmittag gastiert man dann beim Nürnberger BC (Sprungball 17 Uhr, Sportzentrum am Berliner Platz).

Noch ist es ein Fernduell zwischen den seit Monaten auf dem Abstiegsplatz 15 verharrenden Kangaroos und den Saar-Pfalz Braves, die sich aktuell einen Rang besser positioniert noch am sicheren Ufer befinden. Damit dann aus dem Fernduell ein direktes Entscheidungsspiel am letzten Spieltag am 31. März in der Augsburger Sporthalle wird, bedarf es gewisser Ausgänge der Partien an diesem Wochenende. Dabei ist die Rechenarithmetik gar nicht besonders schwer. Gewinnt die BG am Wochenende ein oder zwei Spiele weniger als die Pfälzer, steht der Abstieg am Sonntagabend für die Leitershofer fest. Bei allen anderen Konstellationen am 28. und 29. Spieltag am Freitag und Sonntag wird der Absteiger dann erst beim finalen Aufeinandertreffen ermittelt. Lediglich die - wenn auch unwahrscheinliche Variante -, dass die Stadtberger beide Partien gewinnen und die Braves beide verlieren sollten, würde dazu führen, dass Leitershofen dann das letzte Spiel angesichts des direkten Vergleiches mit 12 Punkten Differenz verlieren könnte und nicht mehr gewinnen müsste. Viel mehr Spannung kann es fast nicht geben, und angesichts der Tatsache, dass auf die TOPSTAR Kangaroos ja vor Weihnachten kein Basketballexperte mehr einen Pfifferling gegeben hätte, ist man bei den Verantwortlichen der BG sehr zufrieden, jetzt eine Woche vor Saisonende noch mitten drin statt nur dabei im Rennen um ein weiteres Jahr PRO A zu sein.

Und dass es PRO A sein soll, daran lässt man in Leitershofen keinerlei Zweifel aufkommen. BG-Abteilungsleiter Andres Santiago: „Wir werden nächste Woche fristgerecht den Lizenzantrag für die PRO A und die PRO B abgeben. Wir sehen für keine Liga aktuell ein Problem, dass wir die Lizenz nicht erhalten sollten, auch weil wir wirtschaftlich absolut solide da stehen und die großen Werbepartner allesamt dableiben werden. Durch das im Vergleich zu den vergangenen Jahren frühe Saisonende hätten wir noch dazu alle Chancen, das Projekt Basketball in unserer Region zügig weiterzuentwickeln“, so Santiago. Doch bis dieser Traum soweit ist warten noch drei ganz schwere Spiele auf die Kangaroos. Trainer Stefan Goschenhofer: „Wir haben das große Ziel nun direkt vor Augen. Spekulationen, ob wir nun mit Karlsruhe und Nürnberg oder unser Konkurrent Saar-Pfalz mit Heidelberg und dem MBC die leichteren oder schwereren Aufgaben vor der Brust haben interessieren mich nicht. Denn wir können und werden es aus eigener Kraft schaffen. Das Spiel in Kirchheim hat gezeigt, dass wir mit jedem Team der Liga mithalten können, auch wenn gerade Karlsruhe als glaube ich bestes Team der Rückrunde eine echtes Kaliber darstellt“, so Goschenhofer. Unter der Woche hat das Trainerteam noch einmal daran gearbeitet, in den richtigen Situationen die richtige Entscheidung zu treffen. Co-Trainer Konstantin Liehr: „Wir haben in Kirchheim im vierten Viertel ja eine Zeit lang jeden Dreier getroffen und dann ein wenig vergessen, dass man ein Spiel in der Kombination sowohl von außen als auch direkt am Brett gewinnen muss. Darauf haben sich die Knights dann kurz vor Schluss eingestellt und dann war es gepaart mit ein paar freien Würfen für den Gegner schon passiert“, so Liehr. In Stadtbergen hofft man natürlich wieder auf regen Zuschauerzuspruch, sowohl am ungewohnten Freitagabend (Einlass ab 19 Uhr) als auch am Sonntag in Nürnberg.

Die Gegner:

BG Karlsruhe

Die Badener tummelten sich zu Saisonbeginn etwas überraschend im Tabellenkeller. Nach dem Trainerwechsel auf Sportdirektor Torsten Daume und dem Austausch auf mehreren Ausländerpositionen lief es aber dann immer besser und die Aufholjagd im Kampf um die Play-Off Plätze begann. Aktuell steht man auf Platz acht über der Linie, jeder Ausrutscher kann aber dazu führen, dass man aus den Play-Offs wieder hinausfliegt. Insgesamt spielt die überaus routinierte BG eine sehr kleine Rotation bestehend aus Ex-Nationalspieler Rouven Rössler (31/198) sowie den fünf Amerikanern Martin Samarco (26/190), Justin Howard (31/209), Michael Stockton (22/185/Sohn von NBA-Legende John Stockton), Domonic Jones (30/188) und Jonathan Moore (30/202/deutscher Pass). Das Duell Samarco (20,9 ppg) gegen Corey Hassan (18,5 ppg) ist gleichzeitig das Aufeinandertreffen der beiden besten Scorer der Liga. Weitere deutsche Spieler sind Alexander Rüeck (28/188), Ex-Bayern Spieler Markus Hübner (24/204) und Matthias Hurst (22/204). Diese kommen nicht oft zum Einsatz, allerdings war es gerade Rüeck, der bei der 82:86 Hinspiel Niederlage der Kangaroos am Rhein entscheidende Dreipunktewürfe verwandelte. Zuletzt mussten die Badener nach fünf Siegen in Folge gegen den MBC wieder ein Negativerlebnis hinnehmen. Die Karlsruher wollen trotzdem den Play-Off Modus nutzen, in die Beko-BBL aufzusteigen und haben hierfür neben Düsseldorf, Crailsheim und dem MBC als eines von vier Teams der PRO A einen Lizenzantrag mit 1,3 Mio Etat gestellt.

Nürnberger BC

Auch der NBC kämpft noch um die Play-Off Teilnahme, nach einer hauchdünnen Niederlage vor Wochenfrist gegen Heidelberg aber schon mit dem Druck, alle drei restlichen Saisonspiele noch gewinnen zu müssen. Noch bitter in Erinnerung ist den Kangaroos das Hinspiel, als Ryan De Michael mit einem schier unglaublichen Dreier das Spiel in letzter Sekunde für die Franken gewann. Das Team von Headcoach Derrick Taylor kann auf einen sehr breiten und ausgeglichenen Kader zurückgreifen, in dem viele Spieler den entscheidenden Faktor bilden können. Neben De Michael (34/204) sind dies die Amerikaner Will Chavis (31/181), Javon Harris (29/197), Ike Okoye (25/206) und Cory Abercrombie (26/201), aber auch die deutschen Spieler Cornelius Adler (23/198), Juan Reile (25/186), Sebastian Barth (27/182) oder 2,17 Meter Mann Martin Ides (31).
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