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Erster Sieg für Augsburg – und trotzdem kein Grund zur Freude

Am Wochenende stand für den SV Reha die erste Hauptrunde des DRS-Pokals auf dem Programm. In Kaiserslautern traf in der ersten Begegnung der Gastgeber auf Heidelberg. Nach Verlängerung setzten sich die Pfälzer mit 76:70 knapp durch.
In der zweiten Partie bekamen es die Augsburger Rollis mit der 2. Mannschaft des RSV Lahn-Dill zu tun. Die Hessen sind heuer in die 2. Bundesliga-Süd aufgestiegen und waren daher ein nicht zu unterschätzender Gegner für die Lechstädter.
Das Spiel begann zäh für den favorisierten Erstligisten. Nach dem ersten Abschnitt führte der Underdog mit 13:11 und auch zur Halbzeit lag der SV Reha nur hauchdünn mit 23:21 vorne. Grund war, laut Kapitän Thomas Paa, „ einerseits die katastrophale Chancenverwertung der Schwaben und andererseits die phasenweise pomadig wirkende Verteidigungsleistung.“ Vor allem die „Langen“ von Wetzlar, J. Gans und M. Beissert, punkteten fast nach Belieben.
Die zweite Hälfte ging Augsburg dann engagierter an. Lohn war eine 41:32 Führung vor dem Schlussviertel, die sogar auf 14 Zähler, acht Minuten vor dem Ende anwuchs. Doch dann schlichen sich wieder leichte Fehler beim SV Reha ein und Wetzlar nutzte die Möglichkeit ins Spiel zurückzukommen und verkürzte zwei Minuten vor Abpfiff mit einem Dreier auf 52:53. Die letzten Angriffsbemühungen wehrten die Augsburger Rollis aber erfolgreich ab und bezwangen den Zweitligisten mit 56:52.

Im Spiel um den Einzug ins Viertelfinale des DRS-Pokals wartete anschließend mit dem 1. FC Kaiserslautern eine neu gegründete Mannschaft, die in der Regionalliga-Mitte spielt. Den Stamm dieses Teams bilden aber vier sehr erfahrene Bundesliga-Akteure, was den Gastgeber zu einem ebenbürtigen Gegner für Augsburg machte.
Diese Partie begann der SV Reha aber viel couragierter, als die vorherige. Von Beginn an stand die Defense hervorragend und auch in der Offensive konnte sich die Starting Five der Schwaben gut in Szene setzen. Mit einem 16:2 Lauf, Mitte des ersten Viertels, erarbeiteten sich die Augsburger Rollis einen 16:8 Vorsprung bis zur ersten Pause.
Im zweiten Abschnitt dann der Bruch im Spiel der Lechstädter, nach ein paar personellen Umstellungen bei beiden Teams. Jetzt drehte der beste Schütze der Pfälzer, K. Weber, auf. Mit unglaublichen 14 Zählern in Folge, sorgte er praktisch im Alleingang für die Wende. Zur Halbzeit führte Kaiserslautern mit 28:26.
Wer nun geglaubt hätte, Augsburg würde sich in der Defensive, in der zweiten Hälfte besser auf das Spiel der Heimmannschaft einstellen, sah sich getäuscht. Unter dem großen Jubel der FCK-Fans erzielte Weber auch im dritten Viertel 12 der 19 Punkte der Pfälzer. Mit insgesamt 31 Zählern avancierte er zum überragenden Topscorer der Begegnung. Da half es auch nicht, dass beim SV Reha das Center-Trio, Jürgen Heinrich, Manfred Wolf und Thorsten Schmid, jeweils zweistellig punkteten.
Das frustrierte Fazit von Manfred Wolf lautete folgerichtig: „Wir haben völlig unnötig mit 64:59 verloren, weil wir keine taktische Variante fanden, um die freien Halbdistanzwürfe von K. Weber zu unterbinden.“
So musste Augsburg trotz des ersten Erfolgserlebnisses der Saison, nach dem Pokal-Aus, enttäuscht die Heimreise antreten. (paa)

SV Reha: J. Heinrich (39 Pkt.), M. Wolf (25), A. Schweinberger, M. Grubmüller, B. Lenatz (10), T. Paa (7), T. Schmid (32), B. Breitenstein (2), M. Kühn u. B. Meitner.
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