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Voneinander profitieren und Teilhabe ermöglichen – Inklusion in IT-Unternehmen

(v. l. n. r.) Beatrix Schweigert (IT-Consultant auticon), Anette Grimm (Job Coach auticon München), Susanna Müller (Inklusionsberaterin gfi gGmbH), Till Soffner (Projektmanager auticon München), Ulrike Osterloh (Inklusionsberaterin gfi gGmbH), Katrin Küster (BMW), Ramona Öller (Job Coach auticon München), Dieter Hahn (Niederlassungsleiter auticon München)
 
Voller Saal im Annahof Augsburg: Die Veranstaltung war ein voller Erfolg.
Augsburg: Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gGmbH |

Trotz oder gerade wegen eines vermeintlichen Handicaps verfügen viele unserer Mitmenschen über ganz besondere Fähigkeiten. Um diese Fähigkeiten in den Fokus zu stellen, hatte das Unternehmens-Netzwerk INKLUSION der gfi Augsburg gemeinsam mit der auticon GmbH unter dem Titel „Stärken des Autismus für IT-Projekte nutzen“ am 10. Oktober 2017 in den Annahof in Augsburg geladen. Ein voller Saal interessierter Gäste verfolgte die Erfahrungsberichte aus der Praxis.

Sowohl Unternehmen, als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Einschränkungen aus dem Autismus-Spektrum, profitieren voneinander:

Eine Betroffene berichtet

Die größte Sorge von Beatrix Schweigert, einer jetzigen Mitarbeiterin der auticon GmbH, war, nach ihrer Diagnose Autismus auf die „Reha-Schiene“ abgeschoben zu werden. Durch die Anstellung als IT-Consultant arbeitet Sie nun aber auf dem ersten Arbeitsmarkt. Sie ist sehr glücklich darüber, sich ihren Lebensunterhalt, gerade durch die spezifischen Stärken des Autismus, selbst finanzieren zu können. Im Rahmen eines IT-Projekts war sie mit einigen ihrer auticon-Kollegen bereits bei BMW in München eingesetzt.

BMW berichtet

Katrin Küster, Projektverantwortliche bei BMW, berichtete im Annahof, wie sie durch die Beschäftigung der auticon-Mitarbeiter ihren eigenen Arbeitsablauf verändern musste und welche Vorteile das für sie brachte: „Es braucht Klarheit in der Kommunikation. Die Strukturen müssen klar sein und Veränderungen müssen frühzeitig angekündigt werden. Dadurch musste ich bis zu 3 oder 4 Wochen im Voraus planen.“ Und die Zusammenarbeit lohnt sich: Die IT-Consultants von auticon erledigen die Arbeit in der Fehlererkennung fast doppelt so schnell, schwärmte Katrin Küster. Die Stärke in der Mustererkennung und Detailgenauigkeit, aber auch ein äußerst ausgeprägtes logisches Denkvermögen und eine sehr sachliche Arbeitsweise, sind nur einige der vielen Vorteile des Autismus.

Das Thema der Auftaktveranstaltung des Unternehmens-Netzwerk INKLUSION in Augsburg war sehr speziell. Aber an diesem besonderen Beispiel wird deutlich, wie viel Potenzial Arbeitnehmer mit Handicap für Arbeitgeber bieten. Beide Seiten benötigen nur an einigen Stellen etwas Unterstützung. Die Veranstalter erfahren dies immer wieder in Ihrem Berufsalltag.

Die auticon GmbH hat ihren eigenen Weg gefunden, wirtschaftliche und soziale Interessen in Einklang zu bringen. Die Einstellungsvoraussetzung „Autismus“ ermöglicht arbeitslosen oder sogar früh verrenteten IT-Spezialisten den Weg zurück auf den ersten Arbeitsmarkt.

Das Unternehmens-Netzwerk INKLUSION ist seit Februar 2017 am Standort Augsburg aktiv. Die zwei Inklusionsberaterinnen Susanna Müller und Ulrike Osterloh sind im Bezirk Schwaben unterwegs und beraten kostenlos Arbeitgeber und Personalverantwortliche kleiner und mittelständischer Unternehmen bei allen Fragen rund um die Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung.

Bei weiteren Fragen zum Projekt oder betrieblicher Inklusion erreichen Sie die Inklusionsberaterinnen unter folgender Adresse:

Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gGmbH
Ulmer Straße 160
86156 Augsburg
Susanna Müller und Ulrike Osterloh, Telefon: 0821 40802-128 / oder -129
Per E-Mail unter augsburg@unternehmens-netzwerk-inklusion.de oder im Internet unter www.unternehmens-netzwerk-inklusion.de
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