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Eltern geben Tipps: Welcher Beruf ist der richtige für mich? Informationsabend am Stetten-Institut

Ulla Hickstein, Hotelgeschäftsführerin. Foto: Angelika Lonnemann
 
Bernhard Hannemann, Rechtsanwalt. Foto: Angelika Lonnemann
Augsburg: Stetten-Institut | Das Stetten-Institut ist einmalig in Augsburg: eine reine Mädchenschule, die zwei Schulformen unter einem Dach vereinigt, mit rund 1.100 Schülerinnen, doppelt so vielen Eltern und rund 90 Lehrerinnen und Lehrern. Da kommt viel Kompetenz und Lebenserfahrung zusammen. „Als weiterführende Schule wollen wir auch für die berufliche Laufbahn unserer Schülerinnen Orientierung geben“, sagt die Schulleiterin des Stetten-Instituts, Barbara Kummer. Deswegen veranstaltet die Schule seit einigen Jahren einen „Berufs- und Studieninformationsabend“, bei dem hauptsächlich Eltern ihren eigenen Beruf und Lebensweg vorstellen. „Wenn Eltern über ihren Beruf erzählen, dann ist das persönlicher und authentischer, als die gängigen Informationen, die die Schülerinnen bei den üblichen Informationsquellen bekommen können“, so Kummer. Bis zu drei Workshops gaben die insgesamt 24 Referenten nacheinander. Vorgestellt wurden akademische Berufe wie etwa Gynäkologin, Bauingenieurin, Physikerin oder Landschaftsarchitektin. Zu den Ausbildungsberufen zählten Industriekauffrau, Physiotherapeutin, Bankkaufmann oder Braumeister. Auch Mitarbeiter der beiden befreundeten Wirtschaftsunternehmen DB Schenker und Dr. Grandel stellten Berufsbilder vor. Besonders nachgefragt waren zum Beispiel die Workshops des Diplom-Psychologen Martin Hemme. „Er hat ganz lebendig und eindrücklich erzählt, etwa auch, dass man als Psychologe zwar mitfühlen kann, gleichzeitig aber auch die Probleme der Menschen nicht ganz nah an sich heranlassen darf“, berichtete eine Teilnehmerin. Auch die Workshops von Polizeihauptkommissar Stefan Buchner waren sehr nachgefragt.

„Ich schwanke noch sehr, was ich beruflich mal machen soll“, sagte eine Elftklässlerin im Anschluss an den Journalismus-Workshop von Angelika Lonnemann. „Vielleicht Journalistin, aber vielleicht auch lieber Historikerin – zum Glück habe ich noch ein bisschen Zeit, bis ich mich entscheiden muss“. Ganz genau weiß dagegen die 16-jährige Katja schon, wohin es einmal gehen soll: „Ich studiere erst einmal Jura!“ Die gleichalte Olivia will eigentlich gerne Kriminalkommissarin werden, das möchte ihre Mutter aber nicht. „Ich will aber trotzdem auf jeden Fall einen sportlichen Beruf machen!“ Die Elftklässlerin Kübra hat die Workshops zu den Bereichen Psychologie und Sozialpädagogik besucht. „Das ist auf jeden Fall meine Richtung. Ich finde es toll vom Stetten-Institut, dass dieser Abend hier angeboten wird. Mich haben die Workshops bestärkt in meinen beruflichen Vorstellungen“.

Der Elternbeirat hatte Butterbrezen, Saftschorle und Kaffee aufgebaut, an denen sich die Referenten vor und nach ihren Workshops bedienen konnten. Ein Lehrerteam aus beiden Schulen hatte den Infoabend vorbereitet. „Es war schön zu erleben, wie viele lebendige Fragen die Schülerinnen hatten und es macht ein gutes Gefühl, wenn man ihnen Tipps geben kann“, sagte die Hotelinhaberin und Geschäftsführerin Ulla Hickstein, die in Affing das Hotel „Ludwigshof am See“ leitet. „Es macht Spaß, über meinen Beruf zu erzählen. Ich freue mich jedes Mal, weil immer unterschiedliche Fragen und Reaktionen kommen und auch ich selbst lerne immer wieder Neues dazu“, so die Mutter einer Zwölftklässlerin.

Das Stetten-Institut besteht aus einem Gymnasium mit sprachlicher und naturwissenschaftlich-technologischer Ausrichtung und einer Realschule unter einem Dach (Realschulzweige: Wirtschaft, Französisch, Kunst und Soziales). Die Schulen sind staatlich anerkannt und befinden sich in evangelisch-lutherischer Trägerschaft, verstehen sich aber ausdrücklich als offen für Schülerinnen aller Religionszugehörigkeiten. In Tradition ihrer Gründerin Anna Barbara von Stetten werden ausschließlich weibliche Schülerinnen aufgenommen. Heute besuchen rund 1.100 Mädchen und junge Frauen die beiden Schulen, die auf einem weitläufigen Grundstück in der Augsburger Innenstadt liegen. In verschiedenen Projekten können Mädchen an den beiden Schulen forschen, musizieren, debattieren oder Theater spielen.
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