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Ein Traum wird Wirklichkeit - die Augsburger Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger hilft in Indien

Philomena vor ihrer alten Behausung
 
Das neue Haus für die Familie von Philomena und Joseph
Augsburg: Kolpingzentrum | Im Dezember hat das Kolping-Diözesanbüro in Augsburg einen Bericht von den Partnern in Indien erhalten. Im Zeitraum vom März bis Juni 2012 hat sich die Anzahl der Kolpingsfamilien wieder erhöht. Inzwischen gibt es 1.587 Kolpingsfamilien mit 27.487 Mitgliedern. Im Bericht enthalten sind auch zwei Beispiele, wie konkret Kolping den Menschen in Indien hilft. Über die Augsburger Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger unterstützen die über 100 Kolpingsfamilien im Bistum Augsburg und die Kolping-Einrichtungen die Arbeit des indischen Sozialverbandes.


Ein Traum wird wahr

Philomena Joseph lebte die letzten vier Jahre mit ihrem Ehemann und ihrer sechsjährigen Tochter in einer sehr kleinen Hütte. Die Behausung hatte nur einen Raum ohne Fenster und ohne Stromanschluss. Während der Regenzeit konnte man darin kaum schlafen. Die Monsunzeit war so schrecklich, dass sie dort nicht bleiben konnten. Ihr größter Traum war der Bau eines kleinen eigenen Hauses. Ihr Mann arbeitet als Taglöhner in einem Steinbruch. In der Regenzeit hat er keine Arbeit. Obwohl sie das Hausbauprogramm von Kolping kannte, traute sie sich nicht, es anzuwenden, weil sie nur über dieses eine Einkommen verfügen. Die Mitglieder ihrer Kolpingsfamilie drängten Philomena, sich für das Haubauprogramm zu bewerben. Das Nationalbüro genehmigte ihren Antrag.

Daraufhin besuchte der Kolping Regional-Koordinator Dominic die Familie und bereitete mit der Familie ein Budget und einen Zeitplan für den Hausbau vor. Philomena und Josef waren anfangs nicht bereit, ein Darlehen aufzunehmen. Sie hatten Angst, die Tilgung des Darlehens nicht leisten zu können. Der Kolping-Koordinator analysierte mit ihnen ihre Einnahmen und Ausgaben. Die Analyse ergab, dass sie ca. 1.000 indische Rupien (ca. 13 Euro) im Monat einsparen können. Aber kann damit das Darlehen getilgt werden? Die Mitglieder der Kolpingsfamilie waren zudem bereit, ihre Arbeitskraft für den Hausbau zur Verfügung zu stellen. Bei der Beratung durch den Kolping-Mitarbeiter konnten auch andere Quellen identifiziert werden. Der italienische Missionar Father Zucol stellte der Familie Baumaterial im Wert von 40.000 Rupien (ca. 557 Euro) zur Verfügung. So konnten Philomena und Joseph mit dem Bau des Hauses beginnen.

Jetzt sind Philomena, ihr Ehemann und ihre Tochter Elizabeth sehr glücklich und fühlen sich sicher. Sie sagen, dass die finanzielle Unterstützung von Kolping Indien und die Motivation und Führung durch den Kolping-Koordinator die Motivation waren, ein neues Haus zu bauen.

Die regelmäßigen und zeitnahen Besuche des Koordinators und die Begleitung durch die Kolpingmitglieder halfen ihnen, das Haus zu vollenden. Sie sind dankbar, dass Kolping Indien ihnen geholfen hat, ihren Traum zu erfüllen.


Ein Leben in Würde

Ich bin Masilla, bin 47 Jahre alt und wohnhaft in Thendral Nagar (Chennai/Indien). Als bei uns eine Kolpingsfamilie gegründet wurde, hatte ich auch Interesse. Mein Mann Arokiaraj zögerte, mir zu erlauben, Kolping beizutreten. Nachdem er die Vorteile erkannte, konnte ich am 18.03.2000 Mitglied werden. Seitdem spare ich regelmäßig in meiner Kolping-Spargruppe und nehme an den Aktivitäten der Kolpingsfamilie teil.

Im Dezember 2004 erkrankte mein Mann plötzlich schwer und starb am 18. Dezember im selben Jahr.

Ich war hilflos und sehr besorgt um die Ausbildung meiner Kinder und deren Zukunft. Mit der Hilfe meiner Kolpingsfamilie erhielt ich ein Darlehen und wurde als Vertreterin für eine Versicherung geschult. Bis heute führe ich diese Arbeit aus und kümmere mich um meine Familie. Ich habe meine Kinder gut erzogen. Meine ältere Tochter Sagaya Pricilla hat English Literatur mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen und arbeitet als Lehrerin. Sie verdient 7.500 Rupien (ca. 104 Euro) pro Monat. Mein Sohn Jerald Praveen hat den Bachelor of Science und den Master of Business Administration abgeschlossen und arbeitet in einer IT-Firma. Er verdient 34.000 Rupien (ca. 473 Euro) pro Monat. Mit der Hilfe und Führung durch meine Kolpingsfamilie und durch das Kolping-Regionalbüro in Chennai ist es mir möglich, ein Leben in Würde zu führen. Ich bin sehr dankbar, dass sie mich in meinem Leben unterstützen.

Eine Vielzahl von Schulungsmaßnahmen

Im Bericht aus Indien werden auch die unterschiedlichen Schulungsmaßnahmen, die das Kolpingwerk in den Regionen und Diözesen durchgeführt hat detailliert aufgelistet. Allein im zweiten Quartal 2012 wurden im Bereich der Einkommenschaffenden Projekte 462 Veranstaltungen mit 9.617 Teilnehmern durchgeführt. Unterschiedliche Fortbildungen tragen dazu bei, mit dem ersparten Geld der Mitglieder vor Ort richtig umzugehen und mit Hilfe der Darlehen nachhaltig Einkommen für die Familien zu generieren. Sieben Fortbildungen mit 174 Teilnehmern gaben zum Beispiel Hilfestellung, durch biologischen Landbau die Existenz der Familien zu sichern.

Einbindung in den Verband

Im Bericht sind auch die Generalversammlung des Internationalen Kolpingwerkes 2012 in Bensberg, der Besuch des Generalsekretärs Hubert Tintelott in Indien und die Jugendbegegnung, zu der 10 Jugendliche aus Indien in Deutschland waren, dargestellt.

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